1,3 Millionen Abonnenten bei Instagram

Irrer Hype um tote Gabby Petito (†22) - Hobbydetektive auf der Suche

Irrer Hype um Gabby Petito.
Irrer Hype um Gabby Petito.
© Instagram

20. Oktober 2021 - 20:25 Uhr

Gabby Petitos Instagram-Account wächst immer weiter

Gabby Petito liebte das Reisen, Kunst, Yoga und Gemüse. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Brian Laundrie fuhr sie in einem "kleinen Van" quer durch die USA – von der Küste Kaliforniens bis nach Florida. Das alles verrät der Instagram-Account der jungen Frau, dem aktuell 1,3 Millionen User folgen. Es wirkt fast so, als wäre man auf der Seite einer bekannten Reise-Influencerin. Doch hinter der hohen Follower-Zahl verbirgt sich ein mysteriöser Mordfall. Die 22-Jährige wurde erdrosselt, unter Verdacht steht ihr Verlobter Brian.

Gabby Petito hat mehr Follower als manch ein Weltstar

Noch vor vier Wochen hatte Gabby Petitos Instagram-Account "nur" 45.000 Follower. Da wurde schon in vielen Medien über den Mordfall berichtet. Davor dürfte die Zahl weitaus niedriger gewesen sein. Berühmt war sie also nicht, wie man jetzt denken könnte.

Inzwischen zählt ihr Profil 1,3 Millionen Follower – und die Zahl wächst weiter. Sie erreicht also mehr Menschen als manch ein Weltstar. Vergleich: Helene Fischer hat "nur" 872.000 Abonnenten, Meghan Markle 940.000, Boris Becker 294.000 – um nur einige zu nennen.

Gabby Petito: Wieso ging ein lokaler Mordfall plötzlich viral?

Dabei ist das Profil der jungen Frau nicht besonders spektakulär. Sie hat viele Reisefotos hochgeladen, auch verliebte Pärchenbilder mit ihrem 23-jährigen Verlobten Brian. Meist ist sie lächelnd vor schönen Naturkulissen zu sehen.

Das letzte Foto hat sie am 26. August gepostet. Dort hält sie lächelnd einen kleinen Kürbis in der Hand. "Happy Halloween" schreibt sie dazu. Nach aktuellen Kenntnissen könnte sie da schon tot gewesen sein.

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Wie die "New York Post" zuvor berichtete, gibt das Profil viele Einblicke in das Leben der jungen Frau und in ihre Beziehung zu ihrem Partner. Das könnte der Grund für den rasanten Followeranstieg sein: Viele Hobbydetektive scannen womöglich ihre Bilder und Kommentare, um Antworten zu finden und ihre letzten Schritte zu rekonstruieren. Ein Mordfall also, bei dem jeder interaktiv mitmachen kann. Die Ermittler warnten bereits bei "CNN" vor haltlosen Spekulationen und Fake-News rund um den Mordfall.

Ein weiterer Grund könnte Gabbys Familie sein. Ihre Eltern Joseph und Nicole sind in den sozialen Medien sehr aktiv, sie geben auch regelmäßig Interviews. Auch die Familie von Brian Laundrie lässt immer wieder von sich hören, zuletzt seine Schwester.

Polizei sucht nach Gabby Petitos Mörder

Was wirklich hinter den Bildern auf dem Instagram-Account steckt, versuchen die Ermittler noch herauszufinden. Inzwischen ist klar: Gabby Petito wurde erwürgt. Das ist das Ergebnis des Obduktionsberichtes. Alle anderen Umstände ihres Todes sind noch nicht geklärt. Die Polizei sucht noch immer nach ihrem Verlobtem.

Gabby und Brian waren im Sommer zu einem Trip durch die USA aufgebrochen. Am 1. September kam der Freund laut Polizei allein zurück nach Hause nach Florida. Zehn Tage später meldeten Petitos Eltern ihre Tochter als vermisst. Warum die Reise des Paares, das auf Bildern glücklich wirkte, ein tödliches Ende nahm, ist offen.

Die Behörden erließen Ende September Haftbefehl gegen ihn wegen Bankbetrugs. Der junge Mann habe zwischen dem 30. August und 1. September unbefugt mit einer Bankkarte rund 1000 Dollar abgehoben, hieß es in einem entsprechenden Gerichtsdokument des Bezirksgerichts in Wyoming. Es blieb unklar, wem die Karte gehörte.

Nach Angaben von US-Behörden galten Ende vergangenen Jahres landesweit rund 90.000 Vermisstenmeldungen als aktiv. Kaum einer dieser Fälle erhielt annähernd so viel Aufmerksamkeit wie der von Petito, bemerkten Kritiker. (mor)