Gabby Petitos (†22) kehrte von einem Roadtrip nicht zurück

Mutter Nicole Schmidt: "Ich hoffe, dass sie nicht leiden musste"

Gabby Petitos Mutter Nicole Schmidt trauert um ihr Kind.
Gabby Petitos Mutter Nicole Schmidt trauert um ihr Kind.
© AP, John Minchillo, JM

20. Oktober 2021 - 11:17 Uhr

Viele Details rund um Gabby Petitos Tod noch unklar

Nicole Schmidt hat in den letzten Wochen eine Menge durchgemacht. Erst kehrte ihre Tochter Gabby Petito nicht von einem Roadtrip mit ihrem Verlobten Brian Laundrie zurück, dann wurde die Leiche der 22-Jährigen im US-Bundesstaat Wyoming gefunden.

In einem Interview mit "60 Minutes" erzählt die trauernde Mutter nun, wie sie versucht, mit dem Verlust ihrer Tochter klar zu kommen. "Ich hoffe, dass sie nicht leiden musste und keine Schmerzen hatte", sagt Schmidt. "Ich hoffe, sie war an einem Ort, an dem sie sein wollte, und ich hoffe, sie blickte auf wunderschöne Berge."

Mutter dachte, Gabby wäre mit Brian Laundrie sicher

Inzwischen ist klar: Gabby Petito wurde zu Tode stranguliert. Das ist das Ergebnis des Obduktionsberichtes. Alle anderen Umstände ihres Todes sind noch nicht geklärt. Die Polizei sucht noch immer nach Gabbys Verlobtem. Er ist aktuell für die Ermittler "eine Person von Interesse". Doch der 23-Jährige verschwand spurlos, kurz nachdem er allein von der Reise zurückkehrte.

Zuerst habe alles perfekt ausgesehen, erzählt Gabbys Mutter. Sie habe sich keine Gedanken um ihre Tochter gemacht. "Ich habe mich sicher gefühlt, weil sie mit Brian unterwegs war", erzählt sie in dem Interview. "Ich dachte, er würde gut auf sie aufpassen."

Fast jeden Tag schickte ihre Tochter Fotos oder Textnachrichten oder meldete sich per Video-Anruf bei ihren Eltern. Nicole freute sich für ihre Tochter und war begeistert, was Gabby alles erlebte.

Nicole Schmidt kann es kaum ertragen, die Polizeiaufnahmen ihrer Tochter anzusehen

Doch ganz so perfekt, wie der Roadtrip des Pärchens nach außen hin wirkte, war er wohl nicht. Bodycam-Aufnahmen einer Polizeistreife werfen ein anderes Licht auf Gabby Petito und Brian Laundrie. Das Paar wird im Auto von der Polizei angehalten. Auf den Videos ist zu sehen, wie die Beamten die sichtlich aufgelöste Gabby aus dem Auto holen und befragen. Offenbar hatte es eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den beiden gegeben. Gabby hat blaue Flecken im Gesicht. Inzwischen gibt es sogar Spekulationen darüber, ob Gabby der Polizei ein geheimes Handzeichen gab, dass sie in Not war.

Auch für Nicole Schmidt ist es schmerzhaft, die Polizei-Aufnahmen ihrer Tochter anzusehen. "Es ist so schwer mitanzusehen. Ich wollte am liebsten durch den Bildschirm springen und sie retten", sagt die Mutter. Sie sehe auf den Aufnahmen ein junges Mädchen, das dringend jemanden brauche, der es in den Arm nehme und beschütze. "Ich wünschte, sie hätte sich mir anvertraut", so Nicole in dem Interview.

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Im Sommer waren Gabby Petito (22) und ihr Verlobter Brian Laundrie (23) zu einem Roadtrip durch die USA aufgebrochen - nur er kehrte zurück. Gabbys Leiche war am 19. September im Grand-Teton-Nationalpark (US-Bundesstaat Wyoming) gefunden worden.
Im Sommer waren Gabby Petito (22) und ihr Verlobter Brian Laundrie (23) zu einem Roadtrip durch die USA aufgebrochen - nur er kehrte zurück. Gabbys Leiche war am 19. September im Grand-Teton-Nationalpark (US-Bundesstaat Wyoming) gefunden worden.
© Gabby Petito/Instagram

Brian Laundrie verschwand kurz nach seiner Rückkehr von dem Roadtrip

Doch was auch immer Gabby davon abhielt und was auch immer sie durchmachte – sie holte sich keine Hilfe. Kurze Zeit später war sie tot und ihr Verlobter verschwunden. Für Gabbys Mutter ist die Sache klar. Sie macht Brian Laundrie für den Tod ihrer Tochter verantwortlich. "Er ist ein Feigling. Ich will, dass er den Rest seines Lebens in einer Gefängniszelle verbringt", sagte sie in dem "60 Minutes"-Interview.

Sie ist sich auch sicher, dass Brian wisse, was er tut. "Er kam nach Hause, er versteckt sich, er hat ihre Kreditkarte benutzt", meint Nicole Schmidt. "Ich meine, das ist doch niemand, der verrückt geworden ist." Bisher suchte die Polizei vergeblich nach Brian Laundrie, gegen den ein Haftbefehl wegen Bankbetrugs vorliegt. (jgr)