27. Januar bis 02. Februar

Coronavirus-Chronik Teil 1

Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
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04. März 2020 - 14:57 Uhr

Meldungen zum Coronavirus: Wie verlief Kalenderwoche 5?

Welche Entwicklungen gab es rund um den Coronavirus vom 27. Januar bis 02. Februar? In Teil 1 der Coronavirus-Chronik alle Meldungen aus Kalenderwoche 5 nachlesen.

Der RTL.de-Liveticker zum Thema Coronavirus hält Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Meldungen von Sonntag, 2. Februar

21:29 Uhr - 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich haben Symptome einer Infektion 

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

20.25 Uhr - Russland stellt den Zugverkehr nach China ein

Die russische Eisenbahn stellt ab Mitternacht den Passagierzug-Verkehr nach China wegen der Epidemie ein.

16:50 Uhr - Sozialministers Kai Klose: Beiden Corona-Patienten in Frankfurt geht es gut

Sozialministers Kai Klose erklärte heute bei einer Pressekonferenz, dass es den Infizierten gut ginge.
Sozialministers Kai Klose erklärte heute bei einer Pressekonferenz, dass es den Infizierten, die in Frankfurt behandelt würden "sehr gut" ginge.
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Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) "den Umständen entsprechend sehr gut". Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien "medizinisch wohlauf".

16:34 Uhr - Italienische Forscher isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. «Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können», sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

15:52 Uhr - Angeblich Blitz-Heilung in Thailand mit Medikamenten-Cocktail

Angeblich haben es thailändische Mediziner geschafft, ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus zu entwickeln. Laut thailändischer Behörden handle es sich dabei um einen Mix aus HIV- und Grippe-Medikamenten. Eine infizierte Person soll nach der Behandlung mit dem Cocktail schon zwei Tage nach der Einnahme keine Anzeichen der Erkrankung mehr gezeigt haben.

13:05 Uhr - Verdachtsfall am Uniklinikum hat sich nicht bestätigt

Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur Quarantäne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

12:14 Uhr: Alle acht Coronavirus-Patienten Bayerns in guter Verfassung

Die bisher acht in Bayern mit dem Coronavirus infizierten Menschen befinden sich nach Auskunft des bayerischen Gesundheitsministeriums in guter Verfassung. Dies gelte auch für den achten Fall, der erst am Samstagabend bekannt geworden war. Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann aus München. Er ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg.

10:45 Uhr: Zwei Wuhan-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert

01.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Bus mit wegen des Coronavirus evakuierten Menschen kommt in der Nacht in einem Konvoi an der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr an. Die Bundeswehr hat 100 Deutsche und Angehörige von ihnen aus der stark vom
Coronavirus - Deutschland
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Zwei der am Samstag aus dem chinesischen Wuhan zurückgekehrten Personen sind mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigt der Landrat des Kreises Germersheim der RTL/ntv-Redaktion. Sie sollen nun in ein Krankenhaus gebracht werden.

10:01 Uhr - Entwarnung in Lünen

Der Verdacht, dass sich ein im Klinikum Lünen untergebrachter Mann aus Kamen mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte, hat sich laut Klinik nicht bestätigt. Das teilte eine Sprecherin des Kreises Unna am Samstag mit.

Der Mann aus Kamen hatte sich nach Angaben der Kreisverwaltung mehrere Wochen lang beruflich in der Gegend von Wuhan aufgehalten und war am 10. Januar nach Deutschland zurückgekehrt.

08:52 Uhr: Turbo-Krankenhaus in Wuhan bald einsatzbereit

 200201 -- WUHAN, Feb. 1, 2020 -- Workers work at the construction site of Huoshenshan Fire God Mountain Hospital in Wuhan, central China s Hubei Province, Feb. 1, 2020. According to the plan, the construction of the hospital will be completed on Feb
Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden.
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Für das erste von zwei neuen Krankenlagern in der schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffenen Metropole Wuhan sind 1.400 medizinische Kräfte des chinesischen Militärs entsandt worden. Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1.000 Betten haben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars-Pandemie in einem ähnlichen Behelfs-Krankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten. Auch seien Experten dabei, die am Kampf gegen Ebola in Sierra Leone und Liberia beteiligt gewesen seien. Das zweite Krankenlager in Wuhan soll wenige Tage später fertiggestellt werden. An den Behelfsunterkünften zur zentralen Quarantäne und Behandlung der Patienten war Tag und Nacht gearbeitet worden.

08:38 Uhr - Virus könnte auch über Verdauungssystem verbreitet werden

Das Coronavirus könnte neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. An der Forschung waren das Renmin Hospital der Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.

08:15 Uhr - Neuseeland und Australien verhängen Einreise-Sperre

Neuseeland und Australien reagieren mit einer vorläufigen Einreisesperre für Flugpassagiere aus China auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Wie die neuseeländische Regierung am Sonntag mitteilte, soll das Einreiseverbot am Montag in Kraft treten, alle 48 Stunden überprüft werden und bis zu zwei Wochen gelten. Es betreffe sowohl Passagiere, die ihre Flugreise in China beginnen, als auch jene, die dort zwecks Weiterreise nach Neuseeland umsteigen. Ausgenommen seien neuseeländische Staatsangehörige und Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige.

08:10 Uhr - Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

30.01.2020, Philippinen, Manila: Eine Frau mit Atemschutzmaske betet während einer Messe. Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist weltweit erneut gestiegen. Foto: Aaron Favila/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Coronavirus - Philippinen
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Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

08:02 Uhr - Mehr als 300 Tote und 14.000 Infektionen in China

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten und daran gestorbenen Menschen in China ist erneut deutlich gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen habe die Lungenkrankheit nun insgesamt 304 Menschen das Leben gekostet, teilte die chinesische Gesundheitskommission am Sonntag in Peking mit. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages - um 2580 auf 14 380 Fälle.

Meldungen von Samstag, 01. Februar

01.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Bus mit wegen des Coronavirus evakuierten Menschen kommt in der Nacht in einem Konvoi an der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr an. Die Bundeswehr hat 100 Deutsche und Angehörige von ihnen aus der stark vom
Coronavirus - Deutschland
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23:30 Uhr - China-Rückkehrer erreichen Quarantänestation in Kaserne 

Die mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China haben ihre Quarantänestation in Rheinland-Pfalz erreicht. Dort stehen für sie insgesamt 128 Zimmer in einem 2018 fertiggestellten Gebäude bereit. Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige von ihnen waren am Samstag aus der vom Coronavirus besonders betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen worden.

20:36 Uhr - Busse fahren die Wuhan-Rückkehrer in das Quarantäne-Quartier

Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
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Nach Voruntersuchungen in einer Turnhalle in Frankfurt werden die Wuhan-Rückkehrer jetzt in das Quarantäne-Quartier gebracht. Busse fahren die Leute nach Germersheim in eine extra vorbereitete Kaserne. Dort werden sie die nächsten 14 Tage verbringen. Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose. 

19:17 Uhr - Achter Coronavirus-Fall in Bayern

In Bayern ist erneut das Coronavirus bei einem Menschen nachgewiesen worden. Bei dem Infizierten handle es sich um einen 33 Jahre alten Mann, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Er ist so wie sechs andere Corona-Kranke Mitarbeiter der Firma Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg. 

17:42 Uhr - Die ersten Wuhan-Rückkehrer erreichen die Untersuchungs-Halle

In diesem Bus werden die Wuhan-Rückkehrer in die Untersuchungs-Halle gebracht.
In diesem Bus werden die Wuhan-Rückkehrer in die Untersuchungs-Halle gebracht.
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Die Passagiere und die Crew, die den Flug begleitet hat, sind mit Bussen in eine Halle gebracht worden. Dort werden alle auf Symptome untersucht. Wer Anzeichen des Coronavirus zeigt, kommt in das Frankfurter Universitätsklinikum und wird isoliert.

16:38 Uhr - Wuhan-Rückkehrer landen in Frankfurt

Die Maschine der Luftwaffe brachte die Wuhan-Rückkehrer nach Frankfurt.
Die Maschine der Luftwaffe brachte die Wuhan-Rückkehrer nach Frankfurt.
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Das Bundeswehrflugzeug mit den Wuhan-Rückkehrern an Bord ist am Samstagnachmittag in Frankfurt am Main gelandet. Die Menschen werden jetzt untersucht und dann in Corona-Quarantäne gebracht. Sie werden dann zwei Wochen am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz bleiben.

15:10 Uhr - Zwei Verdachtsfälle in Thüringen

In Thüringen gibt es zwei neue Corona-Verdachtsfälle. Beide Patienten seien Studienbewerber aus China, teilte am Samstag das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen mit. Sie seien mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz-Klinikum eingewiesen, unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet worden.

Die Proben würden nun ins Labor der Berliner Charité gebracht. Bis ein sicheres Ergebnis vorliege, könne es einige Tage dauern, hieß es. In Thüringen hatte es in den Vortagen bereits bei drei Menschen in Erfurt und Apolda einen Verdacht auf das neuartige Virus gegeben, der sich allerdings nicht bestätigte.

15:02 Uhr - Luftwaffen-Jet in Helsinki gestartet

Die Maschine der Luftwaffe mit den Deutschen aus dem chinesischen Wuhan an Bord ist nach einer Zwischenlandung in Helsinki wieder gestartet. Der Jet wird am Nachmittag in Frankfurt erwartet.

Der Airbus A310 war in der Nacht in der besonders vom Ausbruch des neuen Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan gestartet. Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle in der Maschine.

Nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollen die Menschen schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden. Danach werden sie in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht - eine umgewidmete Sporthalle, in der Feldbetten und Untersuchungsräume bereitstehen. Dort sollen sie erneut untersucht und betreut werden. Sollte dabei jemand Symptome zeigen, werde er in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht, heißt es vom Frankfurter Gesundheitsamt. Danach sollen die Rückkehrer zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden, wo sie für zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen.

13:29 Uhr: Corona-Infizierte in stabilem Zustand

Die bisher sieben infizierten Corona-Patienten in Bayern befinden sich in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Dies teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in München mit.

Am Vorabend war der insgesamt siebte Fall bekannt geworden. Dabei handelt es sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Er befindet sich vorerst wie vier weitere Infizierte in der München Klinik Schwabing. Alle fünf sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch der Mann beschäftigt ist, bei dem die erste Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt wurde.

Der neue Patient mit dem Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) zeige aktuell nur leichte Symptome, sagte Chefarzt Prof. Clemens Wendtner am Samstag. "Auch die bereits bekannten vier Patienten mit positivem Testergebnis sind aktuell weitestgehend symptomfrei." Alle Patienten bleiben allerdings weiterhin zur klinischen Beobachtung in der Klinik.

12:31 Uhr: So werden die Rückkehrer in Germersheim untergebracht

Die Rückkehrer aus dem Coronavirus-Kerngebiet in China werden nach ihrer Untersuchung am Frankfurter Flughafen am Samstag am Luftwaffenstützpunkt in Germersheim erwartet. In der Südpfalz-Kaserne müssen sie zwei Wochen in Quarantäne verbringen, sie dürfen den Stützpunkt nicht verlassen. So lange dauert die Inkubationszeit. Wie sie dort untergebracht werden, zeigen wir im Video. 

11:22 Uhr - Frankfurt wartet auf die Wuhan-Rückkehrer

31.01.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Dutzende Feldbetten stehen in einer Turnhalle auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt für die Ankunft von rund 90 Menschen aus dem vom Corona-Virus besonders betroffenen chinesischen Gebiet um Wuhan bereit. Die
Dutzende Feldbetten stehen in einer Turnhalle auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt bereit.
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Feldbetten, Untersuchungskabinen und viel Personal: Der Frankfurter Flughafen ist für potenzielle Coronavirus-Fälle gerüstet. Wo sonst Flughafen-Beschäftigte Sport treiben, werden am Samstag rund 100 Passagiere aus der vom neuartigen Coronavirus am stärksten betroffenen Region Chinas erwartet. Am Freitag wurde das sogenannt Medical Assessment Center in Betrieb genommen. Dort sollen sie untersucht und betreut werden, bevor sie auf einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim für zwei Wochen in Quarantäne müssen.

11:10 Uhr - Russen verweigern deutschem Rettungs-Jet die Landung

31.01.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startet auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Foto: Oliver Berg/dp
Coronavirus - Deutschland
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Russland hat dem deutschen Luftwaffenflieger A310 mit den Wuhan-Rückkehrern die zwingend benötigte Zwischenlandung in Moskau verweigert. "Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt, aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert", sagte Oberst Daniel Draken, Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums, der "Bild am Sonntag". Russland hatte den deutschen Behörden die Landung zuvor in Aussicht gestellt, auch die Bundeswehr hatte den Stopp in Moskau bis zuletzt öffentlich kommuniziert.

In Moskau sollte der Luftwaffen-Airbus aufgetankt werden und eine neue Piloten-Crew die Maschine übernehmen. Nach Informationen der Zeitung halten Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben. Nun wird der Luftwaffen-Airbus über Helsinki geleitet. Dort findet die Betankung statt und die Mannschaft wird ausgetauscht.

10:01 Uhr - Lauterbach verurteilt Diskriminierung von Chinesen wegen Coronavirus

16.01.2020, Berlin: Karl Lauterbach, SPD-Bundestagsabgeordneter, spricht bei der Sitzung des Bundestages zu den Abgeordneten. Wichtigstes Thema der Sitzung ist die Abstimmung über neue Organspende-Regeln. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
"Dass in Deutschland vereinzelt chinesische Touristengruppen angefeindet oder nicht mehr in Restaurants gelassen werden, ist nicht akzeptabel", sagte Lauterbach.
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SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat Diskriminierungen asiatisch aussehender Menschen wegen des Coronavirus verurteilt. "Dass in Deutschland vereinzelt chinesische Touristengruppen angefeindet oder nicht mehr in Restaurants gelassen werden, ist nicht akzeptabel", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Medizinisch ergebe das auch keinen Sinn. Es sei sehr unwahrscheinlich, sich zu infizieren. "Wir dürfen Menschen nicht unter Generalverdacht stellen", sagte Lauterbach. "Es genügt, die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges Händewaschen und In-die-Armbeuge-Husten zu beherzigen."

Zuvor hatte es erste Meldungen aus Frankreich und Deutschland gegeben, wonach Menschen aus China und anderen asiatischen Ländern angefeindet und diskriminiert wurden. Auf der Internetplattform Twitter setzen sich Betroffene unter dem Hashtag #ichbinkeinvirus zur Wehr.

09:45 Uhr - Deutsche aus Wuhan auf dem Heimflug

Ein Flugzeug der Bundeswehr hat mehr als 120 Deutsche und andere Staatsbürger aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan in China ausgeflogen. Nach der Rückholaktion kommen die Passagiere für 14 Tage in Quarantäne.

Für die Rückholung der Deutschen aus Wuhan startete der Airbus A 310 der Luftwaffe um 02.22 Uhr MEZ (09.22 Uhr Ortszeit) vom Flughafen des schwer von der Lungenkrankheit heimgesuchten Wuhan in Zentralchina, wie das Einsatzführungskommando berichtete. Die Maschine wird nach einem Zwischenstopp in Moskau am Samstagmittag in Frankfurt erwartet.

Kurz vor dem Start machte sich Erleichterung breit: "Glücklich am Gate zu sein", berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und musste dort die Nacht verbringen. "War bis hier doch alles schon ganz schön anstrengend." Nach ihren Angaben wurden 126 Personen gezählt.

"Ok, jetzt geht es zurück nach Deutschland für unbestimmte Zeit", sagte die Studentin Anne-Sophie Muxfeldt am Flughafen dem Norddeutschen Rundfunk. "Man weiß eben nicht, wird es möglich sein zurückzukommen in nächster Zeit", sagte die Rostockerin, die seit September in Wuhan studiert hatte. "Ich bin wirklich sehr traurig. Ich konnte ja meinen ganzen Freunden nicht richtig "Tschüss" sagen."

09:30 Uhr - Apple schließt vorläufig alle China-Filialen

People wear face masks as they listen to a presentation in an Apple Store in the Sanlitun shopping district in Beijing as China is hit by an outbreak of the new coronavirus, January 25, 2020. Picture taken January 25, 2020.   REUTERS/Thomas Peter
Die Filialen sollen vorerst mehrere Tage geschlossen bleiben.
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Apple schließt wegen des Coronavirus vorübergehend seine Geschäfte in China. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, sollen die Filialen aus Präventionsgründen und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bis einschließlich 9. Februar geschlossen bleiben. 

08:39 Uhr - China übt scharfe Kritik an Einreiseverbot der USA wegen Virus

ARCHIV - 07.11.2012, China, Peking: Die US-amerikanische (unten) und chinesische Nationalflaggen wehen vor einem Hotel.    (zu dpa "China und USA wollen erstes Handelsabkommen unterzeichnen") Foto: Andy Wong/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die US-Regierung hatte wegen der Ansteckungsgefahr einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt.
© dpa, Andy Wong, AW MY**TOK** fgj tba

China hat die USA scharf wegen ihres Coronavirus-Einreiseverbots für Chinesen und andere Staatsangehörige kritisiert, die aus China kommen. "Es ist mit Sicherheit keine Geste des guten Willens", sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Samstag in Peking. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Reisebeschränkungen wegen der Lungenkrankheit abrate, gingen die USA in die entgegengesetzte Richtung und setzten ein "schlechtes Beispiel".

Viele Länder hätten China ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus angeboten, sagte die Sprecherin. Sie verwies auf die Redensart "In der Not erkennt man seine Freunde". Doch was die USA täten und sagten, basiere weder auf Fakten noch sei es zu dieser Zeit besonders hilfreich.

Die US-Regierung hatte wegen der Ansteckungsgefahr einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt - mit Ausnahme der Angehörigen von US-Staatsbürgern. Der von US-Präsident Donald Trump erlassene Bann gilt von Sonntag an.

08:21 Uhr - Australien verhängt Einreiseverbot

Auch Australien verhängt wegen des Coronavirus ein Einreiseverbot gegen China-Reisende. Von dem Verbot ausgenommen sind nur australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

08:01 Uhr - Mehr als 11.000 Infizierte

A security officer takes body temperature measurement of a delivery worker at a residential compound in Beijing, China as the country is hit by an outbreak of the new coronavirus, February 1, 2020.  REUTERS/Stringer  NO RESALES. NO ARCHIVES.
Die Zahl der Infizierten in China ist auf 11.791 gestiegen.
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Die Zahl der Infizierten in China ist auf 11.791 gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen sind mindestens 259 an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergibt sich aus neuen Zahlen, die die Gesundheitskommission der Provinz Hubei in Zentralchina am Samstag vorlegte.

08:01 Uhr - Deutscher Urlauber auf La Gomera isoliert

People wearing surgical masks are seen at the balcony of a hospital n the remote Spanish island of La Gomera, where the first case of coronavirus in the country has been confirmed, January 31, 2020. Acfi Press/via REUTERS ATTENTION EDITORS - SPAIN OU
People wearing surgical masks are seen at the balcony of a hospital n the remote Spanish island of La Gomera, where the first case of coronavirus in the country has been confirmed
© Acfi Press via REUTERS, Handout ., /dn

Das Coronavirus ist auch in Spanien angekommen. Das Gesundheitsministerium hat den ersten Fall in dem südeuropäischen Land bestätigt. Betroffen ist demnach ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera, der mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen sein soll, teilte die Regierung auf Twitter mit.

Meldungen von Freitag, 31. Januar

20:49 Uhr - Gesundheitsministerium bestätigt weiteren Coronavirus-Fall

Das bayrische Gesundheitsministerium hat einen weiteren Ansteckungsfall mit dem Coronavirus in Bayern bestätigt. Ein Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich infiziert. Er arbeitet ebenfalls für die Firma aus dem Landkreis Starnberg, in der die ersten Fälle aufgetreten waren. Damit gibt es nun sieben Coronavirus-Fälle in Bayern. 

14:13 Uhr - Kind in Bayern mit Coronavirus infiziert

Das bayerische Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittag ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.
Damit gibt es insgesamt sechs Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle Betroffenen befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag keinen weiteren positiven Befund.

12:40 Uhr - Tübinger Firma entwickelt Impfstoff

Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI, an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac rund 7,5 Millionen Euro "für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien" erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in Berlin.


 "Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte", sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen.

12:00 Uhr - Zahl der Infektionen in China steigt weiter

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in China ist auf über 9800 gestiegen. Das teilt der chinesische UN-Botschafter Wang Qun in Wien mit. Insgesamt gebe es mittlerweile 9809 bestätigte Fälle. Darunter seien 1527 Menschen, deren Gesundheitszustand kritisch sei. Hinzu kämen 15.238 Verdachtsfälle. Bislang seien 213 Todesfälle bekannt.

Die italienische Regierung hat inzwischen den nationalen Notstand ausgerufen. Am Donnerstagabend hatten die Behörden die ersten beiden Fälle von Virus-Erkrankungen in Italien gemeldet.

Die russischen Behörden raten inzwischen offiziell von Küssen, Umarmungen und Händeschütteln zur Begrüßung ab.

11:54 Uhr Evakuierungsflieger ist in der Luft

Die Luftwaffenmaschine, die rund 100 Deutsche wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus dem chinesischen Wuhan ausfliegen wird, ist vom Flughafen Köln/Bonn aus gestartet. Morgen wird sie in Deutschland zurück erwartet.

11:05 Uhr - Erste Ansteckungen auch in Großbritannien

Jetzt hat das Coronavirus auch Großbritannien erreicht. Zwei Personen wurden positiv getestet und werden jetzt von Spezialisten des Nationalen Gesundheitsservice (NHS) betreut. Wie die BBC berichtet, soll es sich um zwei Mitglieder einer Familie handeln.

10:46 Uhr - Bundesaußenminister Maas bestätigt heutigen Evakuierungsstart

"Es liegen jetzt alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vor, die wir brauchen, um unsere Landsleute zu evakuieren. Deshalb wird in diesen Minuten eine Maschine der Bundeswehr nach China aufbrechen," sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Er sei erleichtert, dass die schwierige Situation für die Betroffenen beendet werden könne. Es handelt sich um über 100 Personen, niemand ist infiziert. Es gibt auch keine Verdachtsfälle. Um sicherzugehen, werden alle Rückkehrer 14 Tage auf einem Bundeswehrstandort in Quarantäne genommen. Der Evakuierungsflug wird am Samstag zurück in Deutschland erwartet. Auf dem Hinflug werden 10.000 Schutzanzüge mitgenommen, um die die chinesischen Behörden gebeten hatten.

09:32 Uhr - Evakuierungsflug soll noch heute nach China starten

Die Luftwaffe will noch heute ein Flugzeug nach China schicken, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Nachdem die Zustimmung der beteiligten Staaten vorlag, soll der Flug nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Vormittag von Köln-Wahn aus starten.

08:50 Uhr - Menschen verlassen abgeriegelte Provinz in China

Die Abriegelung der Provinz Hubei funktioniert nicht wie geplant. Zahlreiche Menschen haben am Fluss Jangtze in beide Richtungen eine Brücke überquert, die die Stadt Huanggang mit einer anderen in der Nachbarpprovinz verbindet. Ein Polizist hat erklärt, wenn es "besondere Umstände" gebe, könnten Menschen die Brücke passieren. Huanggang ist eine der am stärksten von dem Virus-Ausbruch betroffenen Städte.

08:30 Uhr - Vorsichtsmaßnahmen auf Kreuzfahrtschiffen verschärft

Der Kreuzfahrtanbieter MSC Cruises hat wegen des Coronavirus die Vorsichtsmaßnahmen an Bord seiner Schiffe verschärft. Unter anderem dürfen Fahrgäste, die in den vergangenen 30 Tagen vom chinesischen Festland abgereist sind oder China besucht haben, nicht mehr an Bord der Schiffe. Außerdem werden vor der Einschiffung auf allen Schiffen Wärmescans durchgeführt. Alle Gäste mit Fieber oder Erkältungssymptomen werden ausgeschlossen und dürfen nicht an Bord. Bisher gab es keine Erkrankungen an Bord eines Schiffs der Flotte.

08:10 Uhr – Rückkehrer werden in Kategorien unterteilt

Die rund 90 Deutschen, die aus der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Region in China ausgeflogen werden, werden bei ihrer Rückkehr in die Kategorien Rot, Gelb und Grün unterteilt. Alle Infizierten werden in Kategorie Rot sortiert und müssen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Gelb bedeutet Kontaktperson. In die grüne Kategorie werden alle einsortiert, die keinen Kontakt zu Infizierten hatten.

06:05 Uhr - Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Provinz Hubei

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Provinz Hubei und rät, nach Möglichkeit nicht
notwendige Reisen nach China zu verschieben.

05:18 Uhr - USA verschärfen ihre Reisewarnungen

Die USA verschärfen ihre Reisewarnungen für China. Auf der Internetseite des Außenministeriums heißt es: "Reisen Sie nicht nach China wegen des neuartigen Coronavirus, der erstmals in Wuhan, China, identifiziert wurde." In den vergangenen Tagen hatte das US-Außenministerium den US-Bürgern noch lediglich geraten, geplante Reisen in die Volksrepublik zu "überdenken".

05:10 Uhr - China "absolut zuversichtlich" Kampf zu gewinnen

Police stand at a checkpoint at the Jiujiang Yangtze River Bridge that crosses from Hubei province in Jiujiang, Jiangxi province, China, as the country is hit by an outbreak of a new coronavirus, January 31, 2020. Police and security personnel lined
China werde auf "transparente und verantwortungsvolle Weise" die betroffenen Parteien stets informieren, heißt es.
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In einer Reaktion auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene internationale Notlage hat China erneut zugesichert, die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit in den Griff kriegen zu können. "Wir sind absolut zuversichtlich und in der Lage, den Kampf gegen diese Epidemie zu gewinnen", sagte Hua Chunying, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums.

China werde auf "transparente und verantwortungsvolle Weise" die betroffenen Parteien stets umgehend über die Seuchenlage informieren. Man pflege eine enge Kommunikation und Zusammenarbeit mit der WHO. Viele Maßnahmen, die bislang von China im Kampf gegen das Virus getroffen worden seien, hätten internationale Anforderungen weit übertroffen.

05:02 - Zahl der Infektionen und Toten in China steigt wieder drastisch

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China haben den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1.981 auf 9.692, wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213.

Der Ausbruch der "akuten Atemwegserkrankung", wie sie jetzt offiziell genannt wird, zählt damit schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die Sars-Pandemie mit 8.096 Fällen. Damals starben 774 Menschen durch das "Schwere Akute Atemwegssyndrom" (Sars). Der neue 2019-nCoV-Erreger ist eine Variante des Sars-Virus.

Meldungen von Donnerstag, 30. Januar

22:46 Uhr - Italien stoppt Flugverkehr von und nach China 

Italien hat nach zwei bestätigten Coronavirus-Fällen den Flugverkehr zwischen Italien und China ausgesetzt. Das erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend in Rom. Italien sei das erste Land in der EU, das diese Maßnahme ergreife. Bei den beiden Patienten handelt es sich um zwei chinesische Touristen, die nun auf einer Isolierstation in Rom seien. Conte rief die Menschen auf, nicht in Panik zu geraten, die Lage sei unter Kontrolle.

22:15 Ein neuer Fall im Landkreis Traunstein bestätigt

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Bayern ist auf fünf gestiegen. Ein Patient aus dem Landkreis Traunstein habe sich mit dem Virus aus China infiziert, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in München mit. Es handelt sich den Angaben zufolge wieder um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.

Weitere Informationen wollte das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilen.  Wegen des Coronavirus' rief das bayerische Gesundheitsministerium alle Krankenhäuser im Freistaat auf, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen und Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten.

21:03 Uhr - Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff nicht bestätigt

Auf einem Kreuzfahrtschiff in Italien, auf dem Tausende Passagiere festsaßen, hat sich der Verdacht auf das Coronavirus nicht bestätigt. Tests bei den beiden betroffenen Passagieren seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Rom mit. Die Menschen dürfen nun von Bord.

Wegen des Verdachts waren rund 7.000 Menschen seit Donnerstagmorgen an Bord der "Costa Smeralda" im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia festgehalten worden. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein können. Auch ihr Mann war untersucht worden.

20:45 Uhr - WHO erklärt internationale Notlage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen. Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde

20:11 Uhr - Arzt in Frankreich infiziert sich mit Coronavirus

In Frankreich ist eine sechste Infektion mit dem neuen Coronavirus bestätigt worden. Es handele sich dabei um einen Arzt in Frankreich, der mit einem Menschen in Kontakt war, dessen Erkrankung später in Asien festgestellt worden sei, teilten Frankreichs Gesundheitsbehörden am Donnerstagabend mit. Der Arzt sei nun schnell isoliert worden. Der Gesundheitsdirektor Jerome Salomon lobte die Kommunikation mit den asiatischen Behörden - diese hätten Frankreich über den Fall in Asien informiert. "Man ruft sich gegenseitig an, um Fälle zu melden", sagte er. 

18:57 Uhr - Erste Mensch-zu-Mensch-Ansteckung in USA

Die US-Gesundheitsbehörden melden den ersten Fall einer Ansteckung von Mensch zu Mensch in den USA. Im Bundesstaat Illinois habe sich der Ehepartner eines Patienten infiziert, der zuvor nach China gereist war, teilte das Zentrum für Krankheitskontrolle mit.

18:39 Uhr - RTL-Medizinexperte beantwortet ihre Fragen zum Virus

Auch heute konnten sie unserem Experten Dr. Christoph Specht ihre Fragen zum Coronavirus stellen. Hier sind alle Antworten.

18:21 Uhr - 4 Deutsche Corona-Patienten weiter symptomfrei

Allen mit dem neuen Coronavirus infizierten Patienten aus Bayern geht es nach Angaben des behandelnden Chefarzts gut. «Die vier Patienten sind weiterhin symptomfrei und in klinisch gutem Zustand», sagte Prof. Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag.

«Sie sind bei uns aktuell weiterhin zur klinischen Beobachtung und werden fortlaufend getestet.» Bei diesen Tests werden nach Mitteilung der Klinik noch immer die Erreger nachgewiesen. «Mit der Zimmer-Isolierung besteht keine Ansteckungsgefahr für andere Patienten und Besucher in der München Klinik Schwabing.»

Bei den Infizierten handelt es sich um drei Männer im Alter von 27, 33 und 40 Jahren und eine 33-jährige Frau. Sie arbeiten alle beim international tätigen Autozulieferer Webasto. Der Firmensitz ist im oberbayerischen Stockdorf-Gauting.

16:15 - Kein Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff

Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll sich der Verdacht auf Coronavirus in einem ersten Test nicht bestätigt haben. Gleich mehr auf RTL.DE.

15:48 Uhr - Australien will China Rückkehrer auf Insel unter Quarantäne stellen

Auch Australien will seine Bürger aus China evakuieren. Die Rückkehrer sollen zunächst auf der Weihnachtsinsel unter Quarantäne gestell werden. Die Insel liegt ca. 2.800 Kilometer vom Festland entfernt. So will man eine Übergtragung des Virus auf andere Menschen verhindern. Der Plan sorgt aberfür große Kritik. 

15:16 Uhr - Was passiert mit den Passagieren an Bord des Kreuzfahrtschiffes?

Fast 7.000 Menschen sitzen in einem italienischen Hafen auf dem Schiff "Costa Smeralda" fest. Dürfen nicht an Land. Über die Lage an Bord erfahren sie hier alles von unserem Reise-Experten Ralf Benkö.

15:05 Uhr - 8100 Infizierte weltweit - mehr als bei Sars

Mit den neuen Fällen in der chinesischen Provinz Hubei ist die Gesamtzahl der Infizierten auf über 8100 weltweit gestiegen. Das sind mehr Infizierte als beim Ausbruch der Atemwegserkrankung Sars in den Jahren 2002/2003.

12:59 Uhr - 7830 Infizierte in China

Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf 7830 gestiegen. Das berichtete das kommunistische Parteiorgan «Volkszeitung» am Donnerstagabend Ortszeit. Die Todesfälle standen unverändert bei 170.

Da lokale Stellen im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit mancherorts Straßensperren errichten, appellierte das Pekinger Transportministerium an die Behörden, den reibungslosen Verkehr aufrechtzuerhalten. Straßenblockaden ohne Genehmigung seien illegal.

Es könne Kontrollen mit Fiebermessungen an Autobahnauffahrten, Raststätten oder Provinzgrenzen und auf Landstraßen geben, aber Straßen dürften nicht einfach gesperrt werden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus der Anweisung.

12:24 - Fast 7.000 Menschen sitzen auf Kreuzfahrtschiff fest

Schiff im Hafen bei Rom
Schiff im Hafen bei Rom
© Reuters

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus sitzen Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag schrieb, sollen insgesamt rund 7000 Menschen an Bord der «Costa Smeralda» sein. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, wie auch ein Sprecher der Reederei bestätigte. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Virustests wurden für den Nachmittag erwartet, ihr Mann habe kein Fieber. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

12:14 Uhr - Entwicklung Impfstoff könnte Monate dauern

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Corona-Virus. Es dauere mindestens drei Monate, bis sich ein Impfstoff als wirksam erwiesen haben könnte, sagte der renommierte chinesische Epidemiologe Li Lanjun in einem am Donnerstag verbreiteten Interview der Nachrichtenagentur Xinhua. Es seien bisher fünf Erregerstämme isoliert worden. «Zwei eignen sich sehr gut für die Entwicklung eines Impfstoffes.»

11:45 - Russland macht Grenze zu China dicht

Wegen des Coronavirus schließt Russland im äußersten Osten des Landes seine Grenze. Einige Grenzübergänge waren bereits geschlossen. Dies wurde noch einmal verlängert.

Zudem erhalten chinesische Staatsbürger keine elektronischen Visa mehr.Das teilt das Außenministerium mit. Ab Freitag soll nur noch die direkte Zugverbindung zwischen Moskau und Peking aufrechterhalten werden.

9:05 Uhr - Weitere Todesfälle in China

Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist erneut gestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde bei einer Pressekonferenz am Morgen mitgeteilt hat, sind weitere 38 Menschen am Coronavirus gestorben. Insgesamt haben weltweit 170 Menschen die Viruserkrankung nicht überlebt.

06:27 Uhr - USA richten Taskforce gegen Lungenkrankheit ein

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus haben nun auch die USA eine eigene Taskforce gegründet. Geleitet wird die Expertengruppe von Gesundheitsminister Alex Azar, die Koordination übernimmt der Nationale Sicherheitsrat, wie das Weiße Haus in Washington am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Gesundheitsexperten sollen das Virus beobachten und seine Ausbreitung verhindern. Zudem sollen sie die amerikanische Öffentlichkeit ständig über Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Die Arbeitsgruppe habe sich bereits seit Montag täglich getroffen, hieß es in der Mitteilung weiter. Das Infektionsrisiko für US-Amerikaner bleibe weiterhin niedrig. In den USA wurden bisher fünf Fälle von Infektionen mit dem Virus registriert. 

05:52 Uhr - Coronavirus: Ikea schließt sämtliche Filialen in China

Der schwedische Möbelkonzern Ikea schließt wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend sämtliche seiner Warenhäuser in China. Nachdem der Konzern bereits am Vortag angekündigt hatte, etwa die Hälfte der Filialen zu schließen, folgte am Donnerstag eine Mitteilung, wonach vorerst sämtliche Geschäfte geschlossen bleiben sollen. 

05:43 Uhr: Fünfter Coronavirus-Fall in Frankreich - Tochter von China-Touristen

A man wears a face mask on the Trocadero esplanade in front of the Eiffel Tower in Paris, France, January 25, 2020, as France confirmed three cases of the new coronavirus. REUTERS/Benoit Tessier
Der 80-jährige Tourist aus China war am 23. Januar nach Frankreich gekommen und am Samstag in die Notaufnahme gegangen.
© REUTERS, BENOIT TESSIER, BT/

In Frankreich ist eine fünfte Infektion mit dem neuen Coronavirus bestätigt worden. Es handele sich dabei um die Tochter des ebenfalls erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, der Mann werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt. Außerdem habe sich der Zustand eines weiteren infizierten etwa 30-Jährigen verschlechtert, der seit Ende vergangener Woche behandelt wird. Derzeit sind rund 50 Infektionen mit dem Coronavirus außerhalb Chinas bestätigt.

05:05 Uhr: Zahl der Infektionen steigt auf 7.711 - 170 Tote

30.01.2020, Südkorea, Seoul: Eine Lehrerin misst am ersten Schultag nach den Winterferien die Temperaturen eines Grundschülers. Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist erneut gestiegen. Foto: -/YNA/dpa +++ dpa-
Die Zahl der bestätigten Erkrankten stieg auf 7.711 Fälle in China.
© dpa, -, pat

Die Zahl der Infektionen und Todesopfer ist in China erneut gestiegen. Wie die Nationale Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Todesfälle um 38 auf nun 170. Die Zahl der bestätigten Erkrankten stieg auf 7.711 Fälle in China. Nachdem auch Tibet die erste Erkrankung mit dem neuen Coronavirus gemeldet hatte, sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. 

03:30 Uhr: USA fliegen rund 200 Staatsbürger aus Wuhan aus

January 29, 2020, Riverside, California, USA: A team in white biohazard suits unload luggage off a charter flight from Wuhan, China, carrying approximately 200 U.S. citizens, after landing at March Air Reserve Base in Riverside, Calif. Wednesday morn
Die Betroffenen wurden auf dem Militärflugplatz March Air Reserve Base in Riverside County in Kalifornien zunächst untersucht.
© imago images/ZUMA Press, Will Lester via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die USA haben rund 200 Landsleute aus Wuhan ausgeflogen. Ein Charterflugzeug mit 195 US-Staatsbürgern habe am Mittwoch die von dem Coronavirus besonders betroffene chinesische Metropole verlassen, wie die US-Gesundheitsbehörde mitteilte. Keiner von ihnen habe Symptome gezeigt, sie würden nun noch einige Tage beobachtet. Zuvor war von mehr als 200 Amerikanern die Rede gewesen.

Das US-Außenministerium habe den Flug vor allem für Mitarbeiter der US-Regierung in Wuhan organisiert, bestätigte ein Sprecher der US-Botschaft in Peking. Wenn ausreichend Platz zur Verfügung stünde, würden auch anderen US-Bürgern Plätze angeboten, die aber bezahlt werden müssten, hatte es im Vorfeld des Fluges geheißen.

Meldungen von Mittwoch, 29. Januar

21:22 Uhr - Russland schränkt Zugverkehr nach China ein

Russland schränkt wegen des Virus seine Zugverbindungen von und nach China ein. Ab dem 31. Januar, also der Nacht von Donnerstag zu Freitag, werde nur noch die Direktverbindung zwischen Moskau und Peking bedient, teilt die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa mit. Zudem liefen Vorbereitungen zur Rückholung von russischen Staatsbürgern, die derzeit in China seien.

20:42 Uhr - Verdacht auf Coronavirus in Potsdam

In Potsdam gibt es einen Verdacht auf Coronavirus. Das teilte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) nach Angaben der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" mit. Den Informationen der Zeitung zufolge handelt es sich um eine Schülerin des privaten Schillergymnasiums aus China. Sie werde im Krankenhaus behandelt. Es sei noch nicht klar, ob es sich um einen "begründeten Verdachtsfall" handele, sei noch unklar.

20:26 Uhr: Hallen-WM der Leichtathleten abgesagt

Die Verbreitung des Coronavirus in China hat am Mittwoch die bislang größten Folgen für die Sportwelt verursacht. Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics sagte die für den 13. bis 15. März in Nanjing geplante Hallen-WM wegen der Epidemie ab. Die Titelkämpfe sollen erst im März 2021 nachgeholt werden.

Das medizinische Team des Weltverbandes habe darauf hingewiesen, dass die Ausbreitung des Virus in China und im Ausland immer noch auf einem besorgniserregenden Niveau sei und deshalb alle Großveranstaltungen vermieden werden sollten, die sich verschieben ließen.

Aufgrund des frühen Termins der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) ist die Hallensaison auf ein sehr enges Zeitfenster begrenzt. Eine terminliche Verlegung mit dem Austragungsort Nanjing war daher nicht möglich. Die Überlegungen, die WM am alten Termin an einem anderen Ort auszutragen, seien verworfen worden.

18:12 Uhr - Corona-Verdachtsfall im Burgenlandkreis

Das Gesundheitsamt des Burgenlandkreises (Sachsen-Anhalt) hat darüber informiert, dass eine Person in Naumburg unter Verdacht steht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Sie hatte sich in den vergangenen Wochen in China aufgehalten. Die Person wurde im Naumburger Klinikum isoliert und einem Test unterzogen. "Ein Labor in Magdeburg untersucht zur Stunde noch die Proben, mit einem Ergebnis rechnen wir in den nächsten 24 bis 48 Stunden, erklärte Dr. Ina Schmidt, Leiterin des Gesundheitsamtes.

17:11 Uhr - Erster Coronavirus´-Fall in Finnland

Eine Touristin (32) aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan sei während eines Aufenthalts in Lappland positiv auf das Virus getestet worden, teilte die finnische Gesundheitsbehörde THL am Mittwochnachmittag mit. Sie befinde sich in einem Krankenhaus der Stadt Rovaniemi in Isolation. Nach Frankreich und Deutschland ist Finnland damit das dritte EU-Land, in dem die neue Lungenkrankheit nachgewiesen worden ist.

17:05 Uhr - WHO will Notfall-Ausschuss einberufen

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuen Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Donnerstag erneut den Notfall-Ausschuss einberufen. Das teilte die WHO am Mittwoch mit. Der Ausschuss berät die WHO in der Frage, ob eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausgerufen werden soll. Damit verbunden sind konkrete Empfehlungen, wie alle Länder der Welt einer weiteren Ausbreitung vorbeugen können.

16:55 Uhr - "Deutsche Corona-Patienten fühlen sich pumperlgesund"

Professor Clemens-Martin Wendtner, Chefarzt Schwabinger Krankenhaus, behandelt die vier deutschen Corona-Patienten
Professor Clemens-Martin Wendtner, Chefarzt Schwabinger Krankenhaus, behandelt die vier deutschen Corona-Patienten
© RTL

Wie geht es den den deutschen Corona-Patienten zur Zeit? Professor Clemens-Martin Wendtner vom Schwabinger Krankenhaus gegenüber RTL: "Die vier fühlen sich, auf bayrisch gesagt, pumperlgesund. Kein Fieber, keine Atemwegserkrankungen. Denen ist sehr langweilig und sie nerven die Ärzte mit der Entlassungsfrage."

16:21 Uhr - Lufthansa streicht alle Flüge nach China

A Lufthansa Boeing 747-400 (D-ABVT) wide-body jumbo jet airliner takes off from Vancouver International Airport. Credit Image: Bayne Stanley/ZUMA WirePictured: GV,General ViewRef: SPL5143013 240120 NON-EXCLUSIVEPicture by: Zuma / SplashNews.comSplash
Lufthansa Maschine
© Zuma / SplashNews.com

Die Lufthansa streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft mit ihren Töchtern folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte.

Vorläufig bis zum 9. Februar sollen keine Maschinen von Lufthansa samt der Töchter Austrian und Swiss mehr nach China abheben. Es sollen nur noch die in China weilenden LH-Besatzungen zurückgeholt werden.

Neue Buchungen für China-Flüge sollen erst wieder ab 1. März entgegen genommen werden.

15:36 Uhr - Coronavirus und Verschwörungstheorien: Steckt Bill Gates hinter dem Virus?

Seit Tagen kursieren im Internet verschiedene Verschwörungstheorien zum Coronavirus. Unsere Kollegen haben einige davon überprüft.

15:22 Uhr -Deutschen Coronavirus-Patienten geht es gut

Die vier Coronavirus-Patienten in Deutschland befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand. «Alle sind nach Angaben von Chefarzt Prof. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing symptomfrei», teilte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Es handele sich um drei Männer und eine Frau. Alle sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Ein 33-Jähriger hatte sich den Erkenntnissen zufolge vergangene Woche bei einer aus China eingereisten Kollegin angesteckt. Die Infektion der drei weiteren Menschen hatte das Ministerium am Dienstagabend bestätigt.

14:33 Uhr - China: Coronavirus erstmals auch bei Ausländern

Erstmals ist in China eine Coronavirus-Infektion bei fünf Ausländern bestätigt worden. Es handelt sich um zwei Australier, einen Pakistani und zwei Hongkonger, wie der Vizechef des Gesundheitsamtes der südchinesischen Provinz Guangdong, Chen Zhusheng, nach Angaben des Nachrichtenportals "Zhongguo Xinwenwang" berichtete. Zwar sind zuvor auch schon mehrere andere Ausländer erkrankt, darunter vier Deutsche. Allerdings wurde bei ihnen die Infektion nicht in China diagnostiziert.  

14:25 Uhr - Corona-Verdachtsfall in Lufthansa-Maschine - Crew kehrt zurück

An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es einen Corona-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde, bestätigte das Unternehmen in Frankfurt. Der Chinese soll gehustet haben und zwei Wochen zuvor in der Stadt Wuhan gewesen sein, in der das neuartige Coronavirus zuerst bemerkt worden war. Ob er tatsächlich infiziert ist, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte die Website "Aerotelegraph" berichtet.

Die Passagiere, die jeweils drei Reihen vor und hinter dem Mann saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew des Airbus A 340, sagte der Lufthansa-Sprecher. Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen. Der Rückflug LH781 sollte am Mittwochabend in Frankfurt landen. Die deutschen Behörden seien über das Vorgehen informiert worden, erklärte die Fluggesellschaft.

14:00 Uhr Ikea schließt die Hälfte seiner Möbelhäuser in China

Der schwedische Möbelkonzern Ikea schließt wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend rund die Hälfte seiner Warenhäuser in China. Diesen Entschluss habe das Unternehmen nach reichlichen Überlegungen zu der Situation gefasst, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka mit. Die Gesundheit und Sicherheit von Kunden und Mitarbeiter habe für Ikea immer oberste Priorität. Die betroffenen Angestellten seien gebeten worden, bis auf Weiteres zu Hause zu bleiben.

Die Ingka-Gruppe betreibt 30 Ikea-Möbelhäuser in China, in denen knapp 14.000 Mitarbeiter angestellt sind. Der Ikea in der Millionenstadt Wuhan war schwedischen Medienberichten zufolge bereits vor knapp einer Woche geschlossen worden. Seitdem hat Ikea demnach auch Geschäftsreisen aus und nach China verboten.

13:25 Uhr - Deutsche sollen in den nächsten Tagen aus China evakuiert werden

Laut RTL Informationen will die Bundesregierung in den nächsten Tagen ca. 90 Deutsche aus Wuhan evakuieren. Die Rückkehrer sollen nach ihrer Rückkehr in Qurantäne kommen. Laut dem SPIEGEL sollen alle vor dem Abflug mit einem Schnelltest auf eine Coronavirus-Infektion untersucht werden.

12:31 Uhr - Britsiche China-Rückkehrer müssen 14 Tage in Quarantäne auf Militärbasis

Laut englischen Medien sollen in den nächsten Tagen fast 200 Briten aus Wuhan zurückgeholt werden. Alle sollen dann offenbar auf einer Militärbasis in Quarantäne. 14 Tage lang sollen sie dort bleiben. Unabhängig, ob sie erkrankt sind oder nicht.

12:01 - Impfstoff gegen Coronavirus?

Russland und China arbeiten nach russischen Angaben zusammen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Peking habe das Erbgut des Virus an Russland übergeben, teilt das russische Konsulat im chinesischen Guangzhou mit. "Russische und chinesische Wissenschaftler haben mit der Arbeit an einem Impfstoff begonnen." In Russland gibt es bislang noch keinen bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus.

11:45 Uhr - Formel 1 beobachtet Entwicklung Coronavirus in China

Was bedeutet das Coronavirus für das Formel 1 Rennen in China? Hier die akteullen Infos

09:31 Olympia-Tests der Skirennfahrer in China abgesagt

Die Ausbreitnug des Coronavirus hat jetzt auch Auswirkungen auf die Sportwelt! Die alpinen Ski-Rennen im chinesischen Yanqing am 15. und 16. Februar sind abgesagt worden. Das teilte der Weltverband FIS am Mittwoch mit. Wegen der unsicheren Lage im Gastgeberland für die Olympischen Winterspiele 2022 sei diese «schwierige Entscheidung» zusammen mit den örtlichen Veranstaltern und dem chinesischen Skiverband getroffen worden, sagte FIS-Präsident Gian Franco Kasper in einer Mitteilung. In Yanqing nahe Peking waren eine Herren-Abfahrt und ein Super-G als Olympia-Tests geplant. Wohin die Rennen verlegt werden, wurde nicht mitgeteilt. Saalbach-Hinterglemm in Österreich gilt als Kandidat.

09:10 Uhr - Lufthansa: Flüge von und nach China finden planmäßig statt

Die Lufthansa fliegt vorerst weiter nach China. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Aktuell fänden alle Flüge von und nach China planmäßig statt. Allerdings beobachtet die Fluggesellschaft eine "leichte Buchungszurückhaltung". 

08:15 Uhr - British Airways setzt alle Flüge nach China aus

Die Fluggesellschaft British Airways hat wegen des neuartigen Coronavirus alle Direktflüge von London nach Peking und Shanghai bis März eingestellt. Dies gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft mit. Damit folge sie Reisewarnungen des britischen Außenministeriums. "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat immer Priorität", hieß es weiter.

Die Airline bietet täglich Flüge von London-Heathrow nach Peking und Shanghai an. In China steigt die Zahl der Patienten mit der neuen Lungenkrankheit sprunghaft an. In Großbritannien wurden bislang noch keine Fälle nachgewiesen.

07:40 Uhr - Bundesgesundheitsminister Spahn im RTL-Interview: "Kein Anlass zur Sorge"

Im RTL-Interview hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich gemacht, dass kein Anlass zu übertriebener Sorge bestehe. Deutschland sei gut vorbereitet. Das vollständige Interview sehen Sie im Video.

Derzeit werde sorgfältig geprüft, mit wem die in Deutschland infizierten Patienten Kontakt hatten, sagte Spahn. Transparenz sei in dieser Situation besonders wichtig. Man stehe mit den chinesischen Behörden in engem Kontakt. Sorgen bereiten dem Gesundheitsminister allerdings die Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus, die im Internet kursieren. Er appelliert daher an alle, sich ausschließlich auf offiziellen Seiten zu informieren.

06:15 Uhr - Höhepunkt der Krankheit in China erst in sieben bis zehn Tagen

Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, sind "frühe Entdeckung und frühe Isolation" entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen. "Es ist sehr schwierig, definitiv vorherzusagen, wann der Ausbruch seinen Höhepunkt erreicht", sagte der renommierte Wissenschaftler.

Eine Impfung sieht der Experte so schnell nicht. Die Entwicklung werde drei bis vier Monate oder auch länger dauern. Der neuartige Erreger gleiche vom Ursprung her einem Virus, das 2017 in Fledermäusen entdeckt worden sei.

05:46 Uhr - Deutscher Student in Wuhan: "Ich will hier endlich raus"

Ein 19-jähriger Deutscher, der in Wuhan wegen der Krise um das Coronavirus festsitzt, hat an die Bundesregierung appelliert, möglichst rasch ein Evakuierungsflugzeug in die chinesische Stadt zu schicken. "Ich will hier endlich raus und hoffe auf die Hilfe der Bundesregierung", sagte Batuhan-Yilmaz Ay der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

"Meine Eltern und Freunde machen sich große Sorgen, auch ich habe etwas Angst." Der Sprachstudent, der im nordrhein-westfälischen Moers geboren und aufgewachsen ist, lebt seit vergangenem September in Wuhan. Ende Januar sollte sein Aufenthalt dort enden. Spekulationen über eine mögliche Evakuierung weckten Hoffnung bei Ay und nach seinen Angaben auch bei anderen deutschen Staatsbürgern, die sich in der Stadt aufhalten. "Es hieß, dass in den nächsten Tagen eine deutsche Maschine hier landen soll", so Ay.

Unbestätigten Angaben zufolge sollen dann aber nur deutsche Staatsbürger mit einem chinesischen Einreisestempel im Pass ausgeflogen werden. Das könnte Ehepartner und Kinder aus deutsch-chinesischen Mischehen ausschließen. "Möglicherweise kann die Bundesregierung da ja noch was erreichen in den Verhandlungen mit den Chinesen, um auch chinesische Ehepartner und Kinder aus Mischehen auszufliegen", sagte Ay.

05:10 Uhr - Weitere 26 Menschen in China gestorben

28.01.2020, Großbritannien, London: Eine Frau trägt Mundschutz, während sie auf der Straße Kingsway geht. Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Viele Menschen versuchen sich mit Mundschutz vor dem Virus zu schützen.
© dpa, Victoria Jones, jga nwi

Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus ist wieder sprunghaft gestiegen. In Deutschland wurden vier Infektionen bestätigt. Die drei am Dienstagabend bekannt gewordenen neuen Fälle stehen in Zusammenhang mit dem ersten Patienten in Bayern, der sich bei einer Kollegin aus China angesteckt hatte. In der Volksrepublik stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1.459. Damit sind mehr als 6.000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132.

02:13 Uhr - Corona-Virus im Labor in Australien nachgezüchtet

Australische Wissenschaftler haben im Labor das tödliche Coronavirus nachgezüchtet. Das teilte das Peter Doherty Institut für Infektionen und Immunität in Melbourne am Mittwoch mit. Das Virus sei von einem infizierten Patienten entnommen und erfolgreich nachgezüchtet worden. Nunmehr könne in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und der Weltgesundheitsorganisation WHO an einem Gegenmittel gearbeitet werden. Julian Druce, Leiter des Viren-Labors, sprach von einem "bedeutenden Durchbruch".

Meldungen von Dienstag, 28. Januar

23:48 Uhr - Chinesische Provinz Hubei meldet neue Todesfälle

Die im Zentrum des Ausbruchs stehende chinesische Provinz Hubei meldet 25 neue Todes- und 840 neue Infektionsfälle. Per Ende Dienstag (Ortszeit) seien damit in Hubei bislang 125 Menschen an dem Virus gestorben und 3.554 erkrankt.

21:52 Uhr - Webasto schließt Standort Stockdorf bis Sonntag

Der Automobilzulieferer Webasto weitet nach dem Bekanntwerden weiterer Infektionsfälle seine Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft aus. So wird unter anderem bis kommenden Sonntag der Standort Stockdorf vorübergehend geschlossen. In der Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg arbeiten nach Angaben des Unternehmens alle vier Betroffenen. Bereits am Montag hatte Webasto nach eigenen Angaben alle Dienstreisen nach und von China für mindestens zwei Wochen abgesagt.

21:10 Uhr - Drei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt

In Bayern sind drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden. Sie stünden in Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Fall der neuen Lungenkrankheit in Deutschland, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstagabend mit.

18:59 Uhr - Vierter Erkrankter in Frankreich in ernstem Zustand

In Frankreich gibt es laut der Zeitung "Le Figaro" inzwischen vier bestätigte Coronavirus-Fälle. Bei der vierten infizierten Person in Frankreich handelt es sich laut einem Bericht des französischen Senders Info Radio um einen chinesischen Touristen. Die Person liege in einem Krankenhaus in Paris und befinde sich in ernstem Zustand.

18:38 Uhr - EU fliegt Hunderte Europäer aus Wuhan aus

Zwei Flugzeuge sollen Hunderte EU-Bürger aus der Region in China herausholen, die am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die erste Maschine soll nach Angaben der EU-Kommission am Mittwochmorgen in Frankreich starten und etwa 250 Franzosen nach Hause fliegen. Das zweite Flugzeug solle im Laufe der Woche folgen und mehr als 100 Europäer aus anderen EU-Ländern heimbringen.

17:38 Uhr - Deutsche Lehrerin sitzt in Wuhan fest

FILE PHOTO: Police officers wearing masks check the boot of a car for smuggled wild animals following the outbreak of a new coronavirus, at an expressway toll station on the eve of the Chinese Lunar New Year celebrations, in Xianning, a city borderin
Kontrollen in Wuhan
© REUTERS, Martin Pollard, TS/DEG/FW1F/Mike Collett-White/F

Rund 90 Deutsche stecken nach Ausbruch des neuen Coronavirus in der chinesischen Millionenstadt Wuhan fest. Darunter ist auch die Lehrerin Sarah Heintze, die aus Koblenz stammt. Sie berichtete, dass die Versorgungslage «unproblematisch» sei. Die 32-Jährige, die seit sieben Jahren in Wuhan lebt, wurde in der Nacht wie andere von einer Email des Auswärtigen Amtes überrascht, wonach eine Rückholaktion für deutsche Staatsbürger geplant sei. «Ich weiß noch nichts genauer», sagte Heintze der Deutschen Presse-Agentur.

Heintze hat sich noch nicht entschieden, ob sie ausfliegen will. Es sei schwierig: So habe sie gerade Besuch von einer Freundin aus Rumänien. Auch wisse sie nicht, wohin mit ihrem Kater. «Wenn ich meine Freundin und meinen Kater mitnehmen darf, dann gerne.»

«Ich warte mal, was die deutsche Botschaft dazu sagt», meinte die Koblenzerin. «Wenn die irgendwie dazu raten, dass es Sinn macht, dann werde ich das noch mal überlegen.» Vor der Lungenkrankheit habe sie nicht so große Angst. «Vor dem Virus will ich nicht wegrennen», sagte die 32-Jährige. «Panik mache ich mir da nicht.» Schließlich gehe sie auch nicht ins Krankenhaus. Ohnehin gehe niemand vor die Tür. «Ich wüsste jetzt nicht, wo man sich anstecken sollte.»

Die Straßen seien menschenleer. Auch könne sie sich schützen: «Mit Gesichtsmaske und Händewaschen geht das schon in Ordnung.» Sie kenne auch niemanden, der sich angesteckt habe. «Alle Freunde sind brav zuhause.» Sie will sich nicht verrückt machen lassen.

17:15 Uhr - Ansteckung außerhalb Chinas jetzt auch in Taiwan

Bisher galt der Fall in Deutschland als erster weltweit, bei dem sich jemand außerhalbs China mit dem Coronavirus infiziert hatte. Nun gibt es einen weiteren Fall in Taiwan.

Ein um die 50 Jahre alter Mann habe sich bei seiner Frau angesteckt, nachdem diese von einer Reise in die zentralchinesische Stadt Wuhan zurückgekehrt sei, teilte die zuständige Behörde CECC am Dienstag mit. Die Frau war demnach wenige Tage nach ihrer Rückkehr mit Fieber in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Bislang hat Taiwan acht Fälle des Virus gemeldet.

16:53 Uhr - Jetzt auch Volkswagen: Dienstreisen nach China stark eingeschränkt

Der Autokonzern Volkswagen hat wegen des neuartigen Coronavirus seine Dienstreisen nach China eingeschränkt. «Das Volkswagen Gesundheitswesen beobachtet die Entwicklung aufmerksam und empfiehlt vorsorglich, Dienstreisen nach China nur anzutreten, wenn sie zwingend erforderlich sind», teilte ein VW-Sprecher am Dienstag auf Anfrage mit. «Beschäftigten, die bereits in China im Einsatz sind, und ihren Familien wird empfohlen, besonders sorgsam auf Hygiene- und Verhaltensregeln zu achten.» So sollen die Mitarbeiter zum Beispiel regelmäßig die Hände desinfizieren und bei ersten Anzeichen einer Erkrankung umgehend einen Arzt aufsuchen.

16:30 Uhr - Entwarnung aus Heidelberg und Stuttgart: Keine neuen Fälle

Die Verdachtsfälle in Heidelberg und Stuttgart haben sich offenbar nicht bestätigt. Damit ist bisher nur ein Fall in Deutschland bestätigt. Ab morgen müssen alle Krankenhäuser jeden Verdachtsfall melden. So soll es einen besseren Überblick über die Ausbreitung der Krankheit geben.

15:25 Uhr - Was sie über den ersten Coronavirus-Fall in Deutschland wissen müssen

Nun ist das Coronavirus auch in Deutschland angekommen. Ein 33-jähriger Mann aus Bayern hat sich damit infiziert. Er wird zur Zeit in einem Krankenhaus bedandelt. Alle Hintergründe zu dem Fall finden sie hier. 

14:45 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft zu Gelassenheit auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft zu Gelassenheit im Umgang mit dem Coronavirus auf. In Bezug auf den bestätigten Fall in Bayern lobte er die Kommunikationswege zwischen den Behörden. "Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch diese neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach unserer Einschätzung weiterhin gering", so Spahn. Für übertreibene Sorge gebe es keinen Grund. Trotzdem versicherte er, dass die Behörden den Virus ernst nehmen, aber für hektisch wolle man nicht reagieren.

Gemeinsam mit den Landesgesundheitsministern hat er das weitere Vorgehen besprochen und neue Maßnahmen beschlossen: Piloten müssen ab sofort nach der Landung aus China den Tower am Flughafen über den Gesundheitszustand der Passagiere informieren. Außerdem sollen Reisende aus China Kontaktdaten hinterlassen und angeben wo sie sich in den kommenden 30 Tagen aufhalten. Zudem müssen Krankenhäuser alle begründeten Verdachtsfälle melden. Bisher waren sie nur verpflichtet, bestätigte Fälle zu melden. Das Robert-Koch-Institut bekommt mehr Koordinierungskompetenzen.

14:21 Uhr - Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Provinz Hubei aus

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die chinesische Provinz Hubei. Andere Teile Chinas als die Provinz rund um Wuhan sind von der Reisewarnung nicht betroffen. Zu einer möglichen Rückholaktion für deutsche Staatsbürger aus Wuhan gibt es noch keine neuen Informationen. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu:  Der Krisenstab hat entschieden, dass die Bundesregierung zu einer Rückholung nicht erkrankter deutscher Staatsangehöriger aus Wuhan grundsätzlich bereit ist; bis zu einer endgültigen Entscheidung sind noch operative Fragen zu klären, auch mit der chinesischen Seite."

13:59 Uhr - Neue Verdachtsfälle in Heidelberg und Berlin

An der Uniklinik Heidelberg sind mehrere Menschen, die aus den betroffenen Regionen Chinas zurückgekommen sind, auf den Coronavirus getestet worden. Die Tests werden in Berlin ausgewertet - Ergebnisse stehen noch aus. Auch in Berlin gibt es einen weiteren Verdachtsfall: Nach RTL-Informationen war eine Frau zuvor in einem betroffenen chinesischen Gebiet, nun ist sie isoliert. Ergebnisse der Proben stehen auch in diesem Fall noch aus.

13:44 Uhr - Darum helfen Atemschutzmasken nicht

Experten halten das Tragen von Mundschutz von Bürgern für "unsinnig" (siehe Meldung von 12:05 Uhr). Doch warum ist das so? Lesen Sie hier, welche Probleme bestehen - und warum die Weltgesundheitsorganisation WHO sogar davor warnt, Masken ohne konkrete Ansteckungsgefahr zu verwenden.

13:12 Uhr - Feiern zu chinesischem Frühlingsfest in drei NRW-Städten abgesagt

Die Stadt Duisburg hat ihre große Feier zum chinesischen Frühlingsfest abgesagt - unter Verweis auf Solidarität mit den Menschen in China. Duisburg ist Partnerstadt von Wuhan, wo der neuartige Coronavirus grassiert. Auch in Düsseldorf und Bonn wurden von den örtlichen Konfuzius-Instituten Feiern abgesagt. Dabei spielten die Sorgen von Chinesen um ihre Angehörigen in ihrem Heimatland und eine mögliches Ansteckungsrisiko eine Rolle.

12:50 Uhr - KiTa in Landsberg am Lech bleibt geöffnet

Die Kinderkrippe, in der das Kind des an dem neuen Coronavirus erkrankten Mannes betreut wird, bleibt vorerst geöffnet. "Wir sehen derzeit keine Veranlassung dazu, die Krippe zu schließen", sagte ein Sprecher des dortigen Landratsamts. "Weder die Frau noch das Kind des Patienten sind bisher erkrankt." Die Eltern der betroffenen Einrichtung seien nicht gesondert informiert worden, sagte der Sprecher. "Das ändert sich natürlich, wenn das Kind doch noch krank wird."

12:45 Uhr - Bundesweite Hotlines eingerichtet

Das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantworten auf ihren Homepages die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus.

Die Krankenkasse Barmer hat zudem eine kostenlose Hotline (Tel.: 0800 84 84 111) eingerichtet. Hier werden rund um die Uhr Fragen zum Virus beantworten – hier können sich alle Bundesbürger melden, nicht nur Kunden der Krankenkasse.

12:05 Uhr - Experte hält das Tragen von Mundschutz von Bürgern für "unsinnig"

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, hält das Tragen von Mundschutz zum Schutz vor dem Coronavirus derzeit für unnötig. "Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig", sagte er. Die Gesundheitsbehörden kümmerten sich "hervorragend", darauf könnten sich Bürger verlassen.

Es mache Sinn, zum Beispiel als Grippekranker eine Maske zum Schutz anderer Menschen zu tragen. "Aber der Schutz vor einer Infektion von außen ist sehr, sehr schlecht damit", sagte Salzberger. Sogenannte chirurgische Gesichtsmasken sind dem Experten zufolge eigentlich nicht zum Schutz vor Ansteckungen gemacht: Eigentlich sorgen sie dafür, dass keine möglicherweise infektiösen Tröpfchen aus dem Atemtrakt von Chirurgen in das Operationsgebiet gelangen.

11:43 Uhr - Hongkong macht Grenze für Chinesen dicht

Hongkong will seine Grenze für Chinesen aus der Volksrepublik weitgehend dichtmachen. Alle Zug- und Fährverbindungen werden von Donnerstag um Mitternacht an gekappt, wie Regierungschefin Carrie Lam erklärte. Hongkong halbiere auch die Zahl der Flüge aus China, sagte Lam, die mit einem Mundschutz vor die Presse trat.

Vier Grenzübergänge würden für den Personenverkehr geschlossen und ließen zum Teil nur noch Lastwagen mit Fracht für Hongkong durch.Die chinesische Sonderverwaltungsregion hat bisher acht bestätigte Infektionen mit dem neuen Coronavirus.

11:26 Uhr - Automobilzulieferer Webasto gibt Pressemitteilung heraus

"Die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter stehen für uns an erster Stelle. Den beiden Kollegen geht es den Umständen entsprechend gut. Sie sind beide stationär in ärztlicher Behandlung. Wir sind mit ihnen in Kontakt", erklärt Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto Gruppe, in einer Pressemitteilung.

Wie auf der Pressekonferenz erklärt wurde, war eine chinesische Mitarbeiterin aus Shanghai für eine Schulung nach Deutschland gekommen. Dort hatten der deutsche Mitarbeiter und sie in einer Kleingruppe zusammengearbeitet. Der Fall ist dadurch besonders, dass er einer von bisher erst drei bekannten Nachweisen weltweit ist, bei denen die Ansteckung außerhalb Chinas geschah. Bisher handelte es sich bei fast allen der rund 50 erfassten Infektionen in Frankreich, den USA, Thailand und anderen asiatischen Ländern um aus China importierte Fälle.

11:15 Uhr - Abschließender Appell zur Grippeschutz-Impfung

Der behandelnde Chefarzt schließt die Pressekonferenz im bayerischen Gesundheitsministerium mit einem Aufruf zur Grippeschutz-Impfung. Während an einem Impfstoff gegen den Coronavirus noch geforscht wird, steht gegen die Influenza ein Impfstoff zur Verfügung.

Prof. Dr. med. Clemens Wendtner erklärte: "Aus meiner Sicht wäre dieser Fall Anlass genug, nochmal die Grippeschutzimpfung in den Vordergrund zu rücken. Hier ist der Todesfall zu verhindern. Der Aufruf wäre, unsere Mitbürger für die Grippeschutzimpfung zu motivieren." In Deutschland sterben pro Jahr den Angaben zufolge durchschnittlich 20.000 Menschen an Influenza.

11:09 Uhr - Das sagt der Chefarzt der Klinik in Schwabing

Prof. Dr. med. Clemens Wendtner erklärt auf der Pressekonferenz: "Dem Patienten geht es sehr gut, er ist fieberfrei und hat keine Atemwegssymptomatik mehr." Die Entlassung des Patienten sei jedoch nicht absehbar. Der Mann werde auf einer Isolationsstation behandelt, obwohl dies nicht notwendig sei. Die üblichen Schutz- und Hygienemaßnahmen genügten, um Ansteckungen innerhalb des Krankenhauses zu verhindern.

10:55 Uhr - Behörden empfehlen Kontaktpersonen zuhause zu bleiben

Der erkrankte Deutsche hatte nach Angaben der Taskforce Infektiologie engen Kontakt mit mindestens 40 Kollegen und Familienangehörigen. "Die Zahl kann noch steigen", sagt Taskforce-Leiter Martin Hoch.

Der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, erklärt, es sei nicht auszuschließen, dass eine der Kontaktpersonen erkranke. Die Behörden empfehlen diesen Kontaktpersonen, bis zum Ende der 14-tägigen Inkubationszeit vorsichtshalber Zuhause zu bleiben. Bisher gibt es noch keinen Verdacht auf Ansteckungen.

10:46 Uhr - Coronavirus-Patient ist Vater aus Landkreis Landsberg

Bei dem mit dem neuen Coronavirus infizierten Mann in Bayern handelt es sich um einen 33-Jährigen. "Es geht ihm recht gut, gestern Vormittag hat er noch gearbeitet", sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Der Mann habe Kinder, die an seinem Wohnort im Landkreis Landsberg in den Kindergarten gingen. "Natürlich denken wir an Kinder und auch an die Kindergärten, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

10:41 Uhr - Chinesische Mitarbeiterin offenbar ohne Symptome eingereist

Bavarian state office for health and food safety Dr. Andreas Zapf attends a news conference, after Germany has declared its first confirmed case of the coronavirus that broke out in China, in Munich, Germany January 28, 2020.    REUTERS/Michael Dalde
Dr. Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit
© REUTERS, MICHAEL DALDER, joh/

Dr. Andreas Zapf erklärte auf Nachfrage, die Chinesin sei ohne Krankheitssymptome nach Deutschland eingereist. Zufallskontakte der Frau, die vom 19. bis 23. Januar in Deutschland war, seien nicht auszuschließen, aber schwierig zu ermitteln. Dennoch schätze man das Ansteckungsrisiko als eher gering ein, so der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit.

10:35 Uhr - Dr. Martin Hoch von der Task-Force Infektiologie beantwortet Fragen

Der Leiter der Task-Force Infektiologie sagt, dass es 40 enge Kontaktpersonen des Starnberger Patienten gebe, die die Task-Force auf Erkrankungssymptome checke. Es gebe deutlich mehr Kontakpersonen aus einem weitergefassten Umfeld. Enge Kontaktpersonen seien vor allem Familigenmitglieder und Kollegen, zu denen der Mitarbeiter persönlichen Kontakt hatte, so Dr. Hoch.

10:30 Uhr - Dr. Andreas Zapf beschreibt, wie Coronavirus nach Deutschland kam

Eine Mitarbeiterin aus einem chinesischen Werk der Firma Webasto sei zu einer Schulung nach Deutschland gereist, erklärte Dr. Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit. "Die Frau kommt aus China, hatte einige Tage zuvor Besuch von ihren Eltern aus der Region Wuhan." Die Frau sei nach der Schulung am 23. Januar zurück nach China geflogen, habe auf dem Rückflug Krankheitssymptome erkannt. In China wurde der Coronavirus diagnostiziert, woraufhin der deutsche Autoteile-Zulieferer informiert worden sei und diese Informationen ans Gesundheitsministerium und die Mitarbeiter weitergegeben habe, so Dr. Zapf.

Ein Mitarbeiter habe daraufhin erklärt, er habe am Wochenende bronchitische Symptome gehabt. Der Mann ging nach Abklingen dieser Symptome am Montag wieder zur Arbeit. Dort wurde beschlossen, ihn vorsorglich in medizinische Behandlung zu schicken. Daraufhin wurde der Coronavirus-Fall erkannt. Der Patient liegt in einer Klinik in München-Schwabing.

10:20 Uhr - Gesundheitsministerin: „Wir nehmen die Lage sehr ernst, sind aber auch gut vorbereitet“

Melanie Huml hat auf der Pressekonferenz bestätigt, dass der Patient aus Starnberg sich in gutem klinischen Zustand befinde. "Wir nehmen die Lage sehr ernst, sind aber auch gut vorbereitet", sagte die Gesundheitsministerin. Es werde im Laufe des Dienstags eine Hotline für Menschen eingerichtet, die sich Sorgen um eine Coronavirus-Infektion machten.

10:00 Uhr - Pressekonferenz in München beginnt

10:18 Uhr: Die Pressekonferenz startet.

Das Gesundheitsministerium Bayerns hat zur Pressekonferenz zum ersten Coronavirus-Fall in Deutschland geladen. Die Pressekonferenz können Sie auf RTL.de im Livestream sehen. Auf dem Podium nehmen der Pressesprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums, Jörg Säuberlich, der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit, Dr. Andreas Zapf, die Gesundheitsministerin Melanie Huml und der Leiter der Task-Force Infektiologie Dr. Martin Hoch Platz.

09:47 Uhr - Starnberger Coronavirus-Patient steckte sich bei Firmengast an

Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Deutschland hat sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Die Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen, heißt es aus Kreisen der Gesundheitsbehörden. Der Patient liegt im Münchener Klinikum Schwabing. Mehr Informationen zum ersten Coronavirus-Fall in Deutschland erhalten Sie hier ab 10 Uhr aus der Pressekonferenz des Gesundheitsministeriums in Bayern.

09:24 Uhr - Frankreich schickt Flugzeug für Rückhol-Aktion los

Aus Frankreich startet nach Behördenangaben am Mittwoch ein erstes Flugzeug nach China, um Franzosen aus der besonders vom Virus-Ausbruch betroffenen Stadt Wuhan zurückzuholen. Die Maschine werde am Donnerstag in Frankreich erwartet, sagt der Staatsminister im Verkehrsministerium, Jean-Baptiste Djebarri, dem Sender CNews.

Die Insassen würden zunächst unter Quarantäne gestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt solle ein zweites Flugzeug Franzosen zurückholen, die Symptome der Krankheit zeigen. Sie sollen dann in Paris behandelt werden.

09:02 Uhr - WHO-Generalsekretär traut China Virus-Eindämmung zu

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt trotz der weiteren Verbreitung des Coronavirus vor Panikmache. Er sei zuversichtlich, dass China die Ausbreitung kontrollieren und eindämmen könne, sagte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Nach einem Treffen mit Behördenvertretern in Peking befürwortete er die Maßnahmen der chinesischen Regierung.

08:37 Uhr - Fast 6.000 medizinische Kräfte in Krisenregion geschickt

Zur Behandlung der Lungenkranken in Zentralchina sind fast 6.000 Ärzte und Pfleger aus ganz China in die schwer betroffene Provinz Hubei entsandt worden. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete unter Berufung auf die Gesundheitskommission, mehr als 4.100 seien bereits vor Ort und hätten die Arbeit aufgenommen. Weitere 1.800 dürften demnach bis zum Abend eintreffen, um die völlig überforderten Krankenhäuser zu unterstützen.

08:19 Uhr - Jens Spahn: „Es war zu erwarten, dass das Virus auch Deutschland erreicht“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich von dem Auftreten des Erregers in Deutschland nicht überrascht. "Es war zu erwarten, dass das Virus auch Deutschland erreicht", so der Minister. Die Bundesrepublik sei gut vorbereitet, und die Gefahr für die Menschen in Deutschland bleibe nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) gering.

Ein Verdacht auf eine Erkrankung liegt laut RKI vor allem in zwei Fällen vor: Zum einen, wenn ein Mensch eine akute Infektion der unteren Atemwege hat und bis maximal 14 Tage vor dem Beginn der Erkrankung in einem Risikogebiet - etwa in Wuhan (China) - war. Als Verdachtsfall wird auch eingestuft, wenn die Person nur Symptome wie Husten hat, aber in direktem Kontakt mit einem Erkrankten war. Den Unterschied zwischen einer Grippe und dem Coronavirus erklärt RTL-Medizinexperte Dr. Specht hier.

07:49 Uhr - Im Video: Das wissen wir über den ersten Fall in Deutschland

RTL-Reporter Christof Lang ist in München beim Bayerischen Gesundheitsministerium. Im Video fasst er zusammen, was bislang über den ersten bestätigten Coronavirus-Fall bekannt ist. Dazu gehört auch eine Verbindung des Infizierten zum Autozulieferer Webasto (siehe Ticker-Meldung von 20:38 Uhr).

07:40 Uhr - Pressekonferenz des bayerischen Gesundheitsministeriums angekündigt

Das bayerische Gesundheitsministerium wird nach eigenen Angaben am Dienstag um 10.00 Uhr über den bestätigten Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus informieren. RTL und ntv sind live vor Ort - alles Wichtige lesen Sie hier. Das Ministerium hatte am späten Montagabend mitgeteilt, dass sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg mit dem neuartigen Coronavirus infiziert habe. 

07:26 Uhr - Leichte Infektionen klingen nach einer Woche ab

Zur Genesung von leichten Coronavirus-Symptomen ist nach Expertenangaben eine Woche ausreichend. Milde Verläufe der Infektion würden sich nicht als Lungenentzündung, sondern nur leichtes Fieber darstellen, sagte der chinesischen Experte der Gesundheitskommission (NHC), Li Xingwang.

07:11 Uhr - Behörden raten Chinesen, Auslandsreisen zu verschieben

"Wenn keine besondere Notwendigkeit besteht, wird empfohlen, den Zeitpunkt der Reise zu verschieben", zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua die nationale Verwaltung für Ein- und Ausreisen. Damit soll die Bewegung von Personen über die Landesgrenzen verringert werden, um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen.

06:53 Uhr - 110 Verdachtsfälle und fünf Erkrankte in den USA

21.01.2020, USA, Everett: Das Providence Regional Medical Center Everett, in dem ein Patient mit dem neuartigen Coronavirus behandelt wird. ach dem Anstieg der Patientenzahl in China ist auch in den USA ein erster Fall der neuen Lungenkrankheit nachg
Bereits vor sieben Tagen wurde in Everett (Bundesstaat Washington) der erste Coronavirus-Fall in den USA festgestellt.
© dpa, Olivia Vanni, OV pat

Der US-Sender ABC meldet unter Berufung auf Behörden, in den USA gebe es 110 Menschen, die mit Verdacht auf den Coronavirus untersucht würden. Es gibt fünf bestätigte Fälle in den USA. Das State Departement hat eine Warnung für Reisen nach China ausgesprochen.

06:30 Uhr - Über 100 Tote in China

Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist auf über 4.500 gestiegen, nachdem das chinesische Staatsfernsehen am Dienstag einen Sprung um mehr als 1.700 Fälle im Vergleich zum Vortag meldete. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei habe es auch 24 weitere Todesopfer gegeben, so dass landesweit mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben seien.

00:04 Uhr - Coronavirus erreicht Deutschland - Mann in Bayern infiziert

Das Coronavirus hat Deutschland erreicht. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich infiziert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit.

Der Patient befindet sich nach Angaben der «Task Force Infektiologie» des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand, wie es in der Mitteilung hieß. «Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert.» Menschen, die engen Kontakt mit dem Patienten hatten, würden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

Das bayerische Gesundheitsministerium und das LGL wollen die Öffentlichkeit am Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz informieren.

Meldungen von Montag, 27. Januar

23:25 Uhr - Kanada rät von Reisen in Hubei-Provinz ab

Kanada rät seinen Staatsbürgern von allen Reisen in die besonders betroffene chinesische Provinz Hubei ab. Grund sei die Auferlegung von massiven Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus, teilte die Regierung mit.

21:26 Uhr - USA warnen Bürger vor Reisen nach China

Das US-Außenministerium rät Amerikanern von Reisen nach China ab. Vor allem sollte auf Besuche der besonders betroffenen Provinz Hubei rund um die Stadt Wuhan verzichtet werden, teilt das Ministerium mit. Wer dennoch in die Volksrepublik fahre, müsse sich vor Ort auf kurzfristige Reisebeschränkungen der chinesischen Behörden einstellen.

20:38 Uhr - Autozulieferer Webasto erteilt Reiseverbot - Mitarbeiter infiziert

Der Autozulieferer Webasto hat seinen Mitarbeitern wegen des Coronavirus ein Reiseverbot nach China erteilt - für mindestens zwei Wochen. Das Unternehmen, das zum Beispiel Cabriodächer und Standheizungen fertigt, hat in der abgeriegelten Metropole Wuhan ein Werk.

Webasto-Chef Holger Engelmann erklärte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", bei einem Mitarbeiter aus Shanghai, der sich bis 22. Januar in der Unternehmenszentrale in Gauting-Stockdorf bei München aufgehalten habe, sei inzwischen das Virus diagnostiziert worden sei. Es sei aber unklar, ob er bereits bei seinem Besuch in Bayern infiziert gewesen sei.

19:10 Uhr - Bundeswehr soll Deutsche aus China evakuieren

20.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn. Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. An Bord waren neben
Medevac der Luftwaffe
© dpa, Caroline Seidel, cas gfh

Laut dem SPIEGEL plant die Bundesregierung etwa 90 Deutsche mit Hilfe der Bundeswehr aus der Region Wuhan auszufliegen. Die Luftwaffe soll entweder Montag oder Donnerstag nach China fliegen und die Deutschen zurückholen. Nach SPIEGEL-Informationen soll auch ein mit Intensivstationen ausgestatteter Airbus bereitstehen. Allerdings könnten die Chinesen die Evakuierung noch verhindern. Sie bestehen offenbar darauf, dass keine ausländischen Militärmaschinen landen. Die Regierung fürchtet wohl, dass die Bilder von Militärjets aus dem Ausland für Panik sorgen könnte.

18:43 Uhr - Britische Behörden bitten 140  China-Rückkehrer nicht das Haus zu verlassen

Großbritannien bittet Reisende, die in den vergangenen zwei Wochen aus Wuhan zurückgekehrt sind, sich zu Hause zu isolieren. Die Rückkehrer sollten den Kontakt mit anderen Personen vermeiden, teilte das britische Gesundheitsministerium mit. Sie sollten telefonisch das Gesundheitsamt kontaktieren. Die Behörde versuche, die betroffenen 1460 Personen zu lokalisieren.

17:35 Uhr - Deutsche kaufen verstärkt Atemmasken

Die Sorge vor einer Einschleppung des neuartigen Coronavirus lässt in deutschen Apotheken bereits die Nachfrage nach Atemmasken steigen. «In vielen Apotheken bundesweit werden die Masken verstärkt nachgefragt», sagte Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Konkrete Zahlen lägen bisher nicht vor. Die Masken würden laut Sellerberg im Falle des Falles aber nur «begrenzt» dabei helfen, sich vor einer Ansteckung mit der neuen Lungenkrankheit zu schützen. Wichtiger sei es, die üblichen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen einzuhalten.

16:18 - Bürgermeister von Wuhan gibt Fehler im Kampf gegen Coronavirus zu

26.01.2020, China, Wuhan: Krankenhausmitarbeiter in Schutzkleidung helfen einem Patienten aus einem Krankenwagen. Angesichts der starken Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit hat China seine Maßnahmen am Wochenende deutlich verschärft. Foto: Uncredit
Coronavirus in China
© dpa, Uncredited, MAS pat

Der Bürgermeister von Wuhan hat das eigene Krisenmanagement nach dem Ausbruch des Coronavirus in der Millionenstadt kritisiert. Dieses sei "nicht gut genug" gewesen, sagt er in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Das Virus soll seinen Ursprung in einem Fischmarkt in Wuhan haben. Dort sollen auch illegal Wildtiere verkauft worden sein.

15:45 Uhr - Neuer Verdachtsfall in Deutschland: Patientin liegt auf Intensivstation in Bremen

​Das Gesundheitsamt in Bremen meldete einen Verdachtsfall auf das Coronavirus. Es handelt sich um eine 27-jährige Frau, die als Touristin in China war. Man geht davon aus, das es zwar unwahrscheinlich ist, dass die Person sich infiziert hat. Trotzdem greifen Vorsichtsmaßnahmen. Derzeit liegt die Frau isoliert auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Bremen.

15:32 Uhr - Interaktive Karte: Wo gibt es wie viele Fälle?

Karte zeigt alle Infizierungsfälle an
Interaktive Karte zum Coronavirus
© Internet, The Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at JHU, Screenshot

Wenn sie sich selber einen Überblick verschaffen wollen: Hier finden sie eine interaktive Karte zur Ausbreitung des Coronavirus. Die Karte listet alle Fälle weltweit auf und basiert auf Daten der Weltgesundheitsbehörde. Die Daten werden immer wieder aktualisiert.

14:55 Uhr - Coronavirus oder Grippe? RTL-Experte erklärt wie sie den Unterschied erkennen

Fieber, Atemwegsbeschwerden, Schlappheit, Husten - die Symptome, die wir von einer Erkältung oder einer Grippe kennen, sind die gleichen wie bei dem sich aktuell verbreitenden Coronavirus. "Das ist das Tückische", erklärt Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht. "Es sind genau die gleichen Anzeichen wie bei einer Erkältung oder bei der Grippe."

Hier geht es zum Artikel auf RTL.DE

14:36 Uhr - Kanada: Ehefrau des ersten Coronavirus-Patienten angesteckt

Lokalen Medienberichten zufolge hat Kanada einen zweiten Coronavirus-Fall. Die Erkrankte ist demnach die Ehefrau des ersten mit der neuartigen Lungenkrankheit infizierten Mannes. Da sie sich in Selbstisolation befunden habe, sei die Ansteckungsgefahr für andere Menschen in Ontario weiter gering, so die Gesundheitsbehörden vor Ort.

14:08 Uhr - Gesundheitsminister Jens Spahn: Deutschland gut vorbereitet

Für den Fall eines Autretens des Coronavirus sei Deutschland gut gewappnet, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. "Grundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst, wir sind aber auch gut vorbereitet", sagte der CDU-Politiker. Pandemiepläne sorgten für Klarheit, was im Fall der Fälle an den Flughäfen und an den Klinken zu tun sei.

14:02 Uhr - Erster Coronavirus-Fall in Kambodscha

In Kambodscha ist ein erster Fall der Viruserkrankung bestätigt worden. Gesundheitsminister Mam Bunheng zufolge handelt es sich um einen chinesischen Staatsbürger in der Küstenstadt Sihanoukville.

13:45 Uhr - Uniklinik Marburg an Impfstoff-Entwicklung beteiligt

24.01.2020, Hessen, Marburg: Mitarbeiter des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg arbeiten in einem Forschungslabor. Das neuartige Coronavirus beschäftigt auch hessische Wissenschaftler. Die Virologen der Uni Marburg sind an der E
Marburger Forscher suchen Impfstoff gegen Coronavirus
© dpa, Arne Dedert, ade alf

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) hatte bislang nur mit einem Coronavirus-Verdachtsfall zu tun. Ein Patient mit Kontakt zu China sei am Marburger Standort untersucht worden, berichtete ein Sprecher. Der Verdacht habe sich aber nicht bestätigt.

Die Uni-Klinik sieht sich im Fall des Falles gut vorbereitet. An beiden Standorten sind Spezialisten für Virus-Erkrankungen im Einsatz. Das Institut für Virologie in Marburg ist auch daran beteiligt, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln.

13:33 Uhr - Coronavirus-Kontrollen am Flughafen Frankfurt

Aus den Risikogebieten in China einreisende Passagiere mit Krankheitssymptomen werden am Flughafen Frankfurt auf Fieber untersucht. Das geht aus Informationen aus dem Sozialministeriums hervor. Bei Verdacht auf Coronavirus-Infektion käme ein Patient ins Krankenhaus, und die Mitreisenden würden informiert. Weitere Maßnahmen seien bei begründetem Krankheitsverdacht vorgesehen.

Am Sonntag hatte sich ein Passagier mit Fieber schon vor der Landung gemeldet. Ärzte entkräfteten nach einer Untersuchung den Verdacht. Aktuell gäbe es keine Hinweise auf Ansteckungsgefahr in Deutschland.

13:15 Uhr - Britische Gesundheitsschutz-Direktorin erwartet Fälle in Großbritannien

Sie würde erwarten, dass es bereits Coronavirus-Fälle in Großbritannien gebe, hat die Gesundheitsschutz-Direktorin Yvonne Doyle dem TV-Sender Sky News gesagt: "Der wahrscheinlichste Fall, wie wir einen Infizierten finden, ist jemand, der bereits im Land ist", sagte sie. Die Gesundheitsbehörde sei vorbereitet, und bereit die Lungenkrankheit zu diagnostizieren und Patienten zu behandeln.

12:55 Uhr - Reisen nach China kostenlos stornierbar

Kunden von DER Touristik mit den Marken Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen können ihre China-Reisen bis Ende März kostenlos stornieren oder umbuchen. Aktuell sind den Angaben zufolge lediglich knapp 100 DER-Reisende in der Volksrepublik unterwegs. Der Winter sei nicht die Hauptreisezeit für China.

Der Reiseveranstalter Studiosus hat alle Reisen nach China bis Mitte April abgesagt. Die Verantwortlichen des Unternehmens rechneten nicht mit einer raschen Entspannung.

Die Lufthansa bietet auf Anordnung chinesischer Behörden ihren Kunden kostenfreie Umbuchungen für alle Flüge von und nach China (ohne Hongkong) an. Das gilt für Tickets, die vor dem 23. Januar gebucht wurden, und zwar für Flüge im Zeitraum von 24. Januar bis 23. Februar.

12:45 Uhr - Wichtige Hintergrund-Infos zum Coronavirus

Die Kollegen aus unserem Life-Ressort haben für Sie die wichtigsten Fragen zum Coronavirus beantwortet. Vor allem die Frage: Was bedeutet es für uns in Deutschland?

12:30 Uhr - Zwangsurlaub für Mitarbeiter in Shanghai

People line up outside a drugstore to buy masks in Shanghai, China January 24, 2020. REUTERS/Aly Song     TPX IMAGES OF THE DAY
Menschen stehen in Shanghai vor einer Apotheke an, um sich mit weiteren Gesichtsmasken einzudecken
© REUTERS, Aly Song, AS/DEG

Die Wirtschaftsmetropole Shanghai verhängt für Unternehmen einen Zwangsurlaub. Die Firmen dürften erst am 9. Februar aus den Neujahrsferien kommen und ihren Betrieb wieder aufnehmen, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Vorsichtsmaßnahme gelte für Behörden und private Firmen. Ausnahmen gebe es für Medizintechnik- und Pharmaunternehmen. Zuvor hatte schon die chinesische Regierung die Neujahrsferien um drei Tage bis zum 2. Februar verlängert, wie der Staatssender CCTV berichtete.

12:05 Uhr - Bundesregierung erwägt Deutsche aus China zurückzuholen

Die Bundesregierung erwägt wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus, ausreisewillige Deutsche aus China auszufliegen. Eine mögliche Evakuierung werde in Betracht gezogen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Berlin. Demnach geht das Auswärtige Amt von einer zweistelligen Zahl von Deutschen in der besonders betroffenen Region aus. Der Krisenstab sei am Montagvormittag zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Andere Länder wie Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet.

11:15 Uhr - Verdachtsfall an Schule in Iserlohn bestätigt sich nicht

Einsatzkräfte hatten heute Vormittag in Iserlohn das private Aufbaugymnasium abgeriegelt. Ein chinesischer Schüler hatte über Fieber und Halsschmerzen geklagt. Nach einer ärztlichen Untersuchung gaben die Ärzte jetzt Entwarnung. Absperrung an der Schule wurde auch aufgehoben.

10:55 Uhr - Aktuelle Zahlen

In China sind 2.744 Menschen an dem Virus erkrankt. 81 Menschen sind mittlerweile am Virus gestorben.

In zehn weiteren Ländern (darunter auch Frankreich) gibt es bestätigte Fälle

Wie ging es mit dem Corona-Virus NACH dem 02. Februar weiter? Alle Meldungen hier lesen.