Es sind exakt 25 Tage, seit dem Verschwinden von Aleph von Fellenberg Palma. Und seitdem sucht seine Mutter gemeinsam mit Bekannten jeden einzelnen Tag nach ihm: "Ich danke euch, dass ihr gekommen seid und dass wir einfach jetzt losgehen"
Marisol Palma Behnke, Mutter: "Das ist die Hölle für eine Mutter, für eine Familie. Also verschwinden einfach. Keiner verschwindet einfach so? Niemand verschwindet einfach so? Irgendwas muss passiert haben. Und das wissen wir nicht. Und diese Ungewissheit, das macht dich fertig."
Der deutsch- chilenische Geschäftsmann kommt aus beruflichen Gründen nach Berlin, will zwei Wochen bleiben. Doch dann verschwindet er in der Nacht zu Ostermontag. Das letzte Mal gesehen wurde Aleph in seinem Hotel in Berlin-Mitte, die letzte Nachricht verschickt er gegen 23 Uhr an einen Freund. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.
Benjamin Jendro, Gewerkschaftspolizei Berlin: "Wir müssen feststellen, dass eine Person jetzt über mehrere Wochen schon als vermisst gemeldet wird. Es gibt immer die Möglichkeit eines Kapitalverbrechens. Es gibt auch sicherlich die Möglichkeit eines Suizides. Es kann aber auch einfach sein, dass er von Wellenberg ein neues Leben anfangen wollte, dass er einfach mit seiner, mit seinem jetzigen Umfeld, mit der Identität ja auch brechen wollte, was Neues angefangen hat."
Dass ihr Sohn untergetaucht sein könnte, das kann ich sich die Mutter des 33-Jährigen überhaupt nicht vorstellen. Als sie Ostern zwei Tage lang nichts von Aleph hört und keine Antwort auf ihre Nachrichten bekommt, setzt sie sich sofort in den Flieger von Chile nach Berlin, um nach ihrem Sohn zu suchen.
Marisol Palma Behnke, Mutter: "Das ist für mich keine Frage, weil mein Sohn hatte sehr viel vor sich. Er war am Anfang von seinem eigenen Unternehmen weiterzubringen. Er hatte sehr viel Hoffnung, hatte sich sehr viel vorgenommen."
Wann und warum Aleph das Hotelzimmer nochmal verlassen hat, ist unklar. Er kann aber nicht mehr als sein Portemonnaie bei sich gehabt haben. Bei der Durchsuchung des Zimmers findet die Polizei neben 1.000 Euro Bargeld, einer Rolex und den Zimmerkarten auch seine beiden Handys und seinen deutschen sowie chilenischen Pass.
Leah Grote, RTL-Reporterin: "In einem Gebüsch in der Nähe der Siegessäule hat ein Ermittler die Smartwatch des 33-jährigen gefunden. Die hat sogar noch funktioniert. Das war circa zwei Wochen nach dem Verschwinden."
Rund 50 Hinweise sind seit dem Verschwinden von Aleph von Fellenberg Palma bei den der Polizei in Berlin eingegangen.
Benjamin Jendro, Gewerkschaftspolizei Berlin: "Die Vermisstenstelle geht auch möglichen eingegangenen Hinweisen nach. Das heißt, es gibt Anrufe, es gibt Hinweise auch per Mail, die dann geprüft werden. Bisher war nicht so die heiße Spur dabei. Ich kann nur sagen, dass es momentan keine Hinweise auf ein Gewaltdelikt gibt. Die Polizei ermittelt natürlich in alle Richtungen, aber dann würde man vielleicht auch schon beispielsweise das der Mordkommission übergeben."
Mutter Marisol Palma Behnke hat nur einen Wunsch: "Dass er gefunden wird und dass er am Leben ist. Und dass es ihm einigermaßen gut geht. Egal, was passiert, ich werde ihm beistehen, nie alleine lassen."
Marisol wird unermüdlich auf eigene Faust weitersuchen, bis sie ihren Sohn hoffentlich irgendwann wieder in den Arm nehmen kann.