Vitamin D auch gut gegen Heuschnupfen und andere Allergien

Diese Lebensmittel sind echte Vitamin-D-Bomben

Sonne ist gut -  aber auch über die Ernährung können wir unseren Vitamin-D-Speicher füllen.
Sonne ist gut - aber auch über die Ernährung können wir unseren Vitamin-D-Speicher füllen.
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30. April 2021 - 15:12 Uhr

Studien sehen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Stärke der Allergie

Verstopfte Nase, Niesanfälle, tränende Augen – wer unter Heuschnupfen leidet, kennt diese Symptome nur allzu gut. Aber haben Sie es schon mit Vitamin D probiert? Verschiedene Studien sehen nämlich einen Zusammenhang zwischen Vitamin D - und der Stärke einer Allergie. Teilnehmer einer Studie im Alter von 18 bis 55 Jahren, die einen höheren Vitamin-D-Gehalt in ihrem Körper hatten, waren beispielsweise signifikant weniger oder weniger stark von Heuschnupfen betroffen. Gleiches gilt auch für andere Allergien.

Rolle von Vitamin D für die Gesundheit größer als bisher gedacht

Aber Vitamin D ist nicht nur bei Allergikern wichtig. Vitamin D hilft bei der Regulation des Kalzium- und Phosphatgleichgewichts und des Knochenstoffwechsels. Es fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Nahrungsbrei im Darm und sorgt für das ausgeglichene Mineralisieren von Knochen und Zähnen. Vitamin D beeinflusst die Körpervorgänge über sogenannte Rezeptoren, die in vielen Geweben zu finden sind.

Daher ist die Rolle von Vitamin D für die menschliche Gesundheit möglicherweise größer, als Mediziner bisher dachten. Neueren Forschungen zufolge wirkt es auch positiv auf das Immunsystem und die Psyche. Möglicherweise spielt Vitamin D auch eine Rolle beim Bekämpfen von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die wenigen klinischen Studien, die es bisher zu diesem Thema gibt, liefern allerdings gemischte Ergebnisse.

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30 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut sind ideal

Vitamin D nimmt in der Vitamin-Familie eine Sonderstellung ein. Denn im Gegensatz zu anderen Vitaminen kann Vitamin D aus den Vitamin-Vorstufen, die im Körper vorhanden sind, selbst gebildet werden. Alles, was es dazu braucht, ist Sonnenlicht, genauer gesagt deren UV-Strahlung.

In der Medizin gilt gemeinhin ein Wert von 30 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut als ideal, bei 20 Nanogramm spricht man von einem Mangel. "Besonders alte, pflegebedürftige Menschen sind oft von starkem Vitamin-D-Mangel betroffen, weil sie nicht mehr so viel an die Sonne kommen", sagt Medizinexperte Dr. Specht. "Um den Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen, reicht auch bei Bewölkung im Winter ein 15-minütiger Spaziergang mit ausreichend unbedeckter Haut."

Wie viele Minuten Sie an der Sonne verbringen müssen, sehen Sie in dieser Tabelle:

Hauttyp I/IIHauttyp III
März bis Mai10 bis 20 Minuten15 bis 25 Minuten
Juni bis August5 bis 10 Minuten10 bis 15 Minuten
September bis Oktober10 bis 20 Minuten15 bis 25 Minuten

Hauttyp I/II: helle bis sehr helle Hautfarbe, hellrotes oder blondes Haar, blaue oder grüne Augen
Hauttyp III: mittlere Hautfarbe, dunkle Haare, braune Augen

Am Vormittag von 10 bis 12 Uhr und am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr kann die Dauer der Sonnenlichtbestrahlung verdoppelt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Fettfische enthalten am meisten Vitamin D

Aber auch über die Ernährung können wir unseren Vitamin-D-Speicher füllen. Dabei kann auf Fettfische, Leber, mit Vitamin D angereichert Margarine, Eigelb und einige Speisepilze zurückgegriffen werden. Vegetarier greifen also am besten zu Eiern, Veganer sollten Pilze bevorzugen - die können per Sonneneinstrahlung sogar noch Vitamin-D-geboostet werden. Für Veganer, die Pilze nicht mögen, besteht die Möglichkeit, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen - wobei da der Spaziergang in der Sonne vielleicht die bessere Alternative ist.

Diese Tabelle zeigt, welche Lebensmittel am meisten Vitamin D enthalten:

LebensmittelVitamin D (Mikrogramm pro 100 Gramm)
Hering7,80 – 25,00
Lachs16,00
Hühnereigelb5,60
Makrele4,00
Hühnerei, gesamt2,90
Margarine2,5 – 7,5*
Pfifferlinge2,10
Champignons1,90
Rinderleber1,70
Goudakäse, 45% F. i. Tr.1,30
Butter1,20
Kalbsleber0,33
Vollmilch, 3,5% Fett0,09

*Ausnahmegenehmigungen für bis zu 7,5 Mikrogramm pro 100 Gramm

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung nach Souci/Fachmann/Kraut, 2008

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