Unser WM-TickerPassend zum K.o.-Duell gegen Paraguay! DFB-Star ist wieder fit

Jetzt macht die Niederlage wieder vergessen!
Nach dem Dämpfer im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) geht es für die deutsche Fußballnationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay um alles. Vor dem wichtigen Spiel gibt es gute Nachrichten für Bundestrainer Julian Nagelsmann: Einer seiner Stars ist rechtzeitig wieder fit. Im RTL.de-Liveticker seid ihr ganz nah beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko mit 48 Mannschaften und 104 Spielen dabei.

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Jan Luhrenberg

Passend zum K.o.-Duell gegen Paraguay! DFB-Star ist wieder fit

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist zumindest personell bestens gewappnet für den Start in die entscheidende WM-Phase. Außenverteidiger Nathaniel Brown stand auch beim letzten Training vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay an diesem Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Winston-Salem auf dem Platz. Auch er dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann damit für die Partie in Foxborough zur Verfügung stehen. 

„Wir hoffen alle, dass es funktioniert“, hatte Sportdirektor Rudi Völler bereits am Vortag gesagt, als der 23 Jahre alte Brown nach Adduktorenproblemen zum Start der kurzen Vorbereitung auf Paraguay ins Teamtraining zurückgekehrt war. 

Der Frankfurter WM-Neuling sollte gegen Paraguay wieder für David Raum in die Startelf kommen, der beim 1:2 gegen Ecuador einer der Schwachpunkte war. Völler nannte die sportliche Entwicklung von Brown „atemberaubend“.

Erwartet wird, dass Nagelsmann bis auf den am Fuß verletzten Nico Schlotterbeck, für den Antonio Rüdiger im Abwehrzentrum verteidigen wird, ansonsten wieder die Aufstellung der beiden gewonnenen Gruppenspiele gegen Curaçao und die Elfenbeinküste wählen wird. Gegner im Achtelfinale wäre dann am kommenden Samstag in Philadelphia Frankreich oder Schweden.
Jan Luhrenberg

Tipps vom Rekordschützen! So kann uns Paraguay schlagen

Der frühere Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz rät seinem Heimatland im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen die DFB-Elf zu einer robusten Spielweise. „Man muss das Spiel körperlich intensiv gestalten und Deutschland dazu zwingen, viel zu arbeiten. Und ich hoffe auf hohe Temperaturen. Das käme uns entgegen“, sagte der 44-Jährige in einem Interview der Süddeutschen Zeitung vor der Partie am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough.

„Paraguay muss versuchen, Deutschland in ein intensives Hin und Her zu verwickeln. Je körperlicher das Spiel wird, desto besser für uns“, ergänzte Santa Cruz, der 2001 mit den Münchnern die Champions League gewann und derzeit bei Erstligist Club Nacional aus Paraguays Hauptstadt Asunción unter Vertrag steht. Aus der Nationalmannschaft trat der Rekordtorschütze seines Landes, der in 112 Partien 32 Mal traf, 2016 zurück.

Verwundbar sei das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann „am ehesten in Umschaltsituationen“, führte der fünfmalige deutsche Meister aus. „Sie haben sehr viel Ballbesitz, kombinieren über die Flügel und durch das Zentrum und drücken den Gegner oft tief in dessen Hälfte. Probleme bekamen sie meist nach schnellen Gegenangriffen, die mit viel Tempo und Präzision ausgespielt wurden.“

Santa Cruz sieht Paraguay, das in Gruppe D als Dritter hinter den USA und Australien weiterkam, dennoch als Außenseiter. Allerdings habe die DFB-Auswahl mehr Druck.
Jan Luhrenberg

Vor DFB-Spiel: Deutscher Abend bei den Boston Red Sox

Deutsche Fußball-Fans übernehmen den Fenway Park: Das Baseball-Team der Boston Red Sox lädt vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay zum deutschen Abend. Wer sich der „German Celebration" anschließt, erhält am Sonntag (19.20 Uhr Ortszeit) ein vergünstigtes Ticket für das Spiel gegen die New York Yankees, ein besonderes Shirt mit schwarz-rot-goldenen Applikationen und Zugang zur Fan-Party - stilecht mit Oktoberfest-Band. 

Laut Auskunft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wurde zudem Verbandspräsident Bernd Neuendorf eingeladen, den traditionellen ersten Ball („Ceremonial First Pitch") im ältesten Stadion der nordamerikanischen MLB zu werfen. Im WM-Verlauf haben bereits die schottischen und norwegischen Fans große Fußball-Partys beim Baseball gefeiert.

Die deutsche Nationalmannschaft spielt ihr erstes K.o.-Spiel bei einer WM seit zwölf Jahren am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) im nahen Foxborough - im Stadion des Football-Teams der New England Patriots. 
Jan Luhrenberg

DFB-Training vor Paraguay mit allen Spielern

Julian Nagelsmann und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft haben das Abschlusstraining vor dem WM-Spiel gegen Paraguay ohne Personalsorgen absolviert. Der Bundestrainer begrüßte zur Einheit im Camp in Winston-Salem am Sonntagvormittag (Ortszeit) alle 25 verbliebenen Kaderspieler plus Trainingstorhüter Jonas Urbig.

Am amerikanischen Nachmittag fliegt das Team nach Boston und bezieht im Hotel „Marriott Boston Quincy“ Quartier für das Sechzehntelfinale am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) im Stadion der New England Patriots in Foxborough. In der deutschen Nacht stellen sich Nagelsmann und Kai Havertz am Spielort zuvor den Fragen der Presse.

Nach der Niederlage zum Gruppenabschluss gegen Ecuador (1:2) ist es um die Nationalmannschaft unruhiger geworden. „Wir müssen einfach mit dem nötigen Selbstvertrauen aufdribbeln", betonte Nagelsmann. Das DFB-Team spielt in Foxborough in seinen weißen Heimtrikots.
Jan Luhrenberg

Wiedersehen mit Schiri: Marokkaner leitet deutsches Spiel

Die deutsche Nationalmannschaft bekommt es bei der Fußball-Weltmeisterschaft erneut mit Schiedsrichter Jalal Jayed zu tun. Der Marokkaner leitet am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Boston Stadium in Foxborough die Partie im Sechzehntelfinale zwischen der DFB-Elf und Paraguay. Das teilte der Weltverband FIFA mit.

Der 39-Jährige hatte bereits das deutsche Auftaktspiel am 14. Juni beim 7:1-Sieg gegen WM-Neuling Curaçao in Houston geleitet. Unterstützt wird Jayed dabei an den Seitenlinien erneut von seinen Landsleuten Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad. Vierter Offizieller ist Ma Ning aus China.

Für Jayed ist es bereits das dritte Spiel bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko. Nach dem deutschen Kantersieg war der Marokkaner auch beim 5:0-Sieg Portugals mit zwei Treffern von Cristiano Ronaldo gegen den Turnier-Debütanten Usbekistan im Einsatz. 
Jan Luhrenberg

Rudi Völler: Wir können jede Mannschaft schlagen!

Rudi Völler kam, um die aufgewühlte Fußball-Seele zu streicheln. „Ich bin völlig beruhigt und relaxt, am Montag wird die Mannschaft alles reinhauen", versprach der DFB-Sportdirektor während seiner Pressekonferenz vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough. 

Das verlorene letzte WM-Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) ist für Völler dabei keinerlei Maßstab. „Die Grundvoraussetzungen waren anders", betonte er. „Das war für Ecuador das Spiel der Spiele der letzten 20 oder 30 Jahre. Früher war das bei uns auch nicht viel besser, wenn man schon weiter war." Da wolle man „gerne gewinnen, aber dass ein paar Prozentpunkte fehlen, ist ganz normal". Dies werde am Montag „ganz anders sein. Da geht es ums Weiterkommen oder Nach-Hause-Fahren."

Völler bekräftigte den Glauben, „dass wir alles rausholen, absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und in die nächste Runde einziehen". 2002 hatte Deutschland bei der WM Paraguay im ersten K.-o.-Spiel 1:0 besiegt, mit Völler als Teamchef: „Damit könnte ich auch diesmal gut leben."

Generell sei das DFB-Team „eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen am Limit gegen jede Mannschaft gewinnen kann". Allerdings: „Wenn ein paar Prozent weniger da sind, können wir auch gegen einige verlieren, das ist bei ein, zwei, drei Nationen vielleicht anders.“
Jan Luhrenberg

Deutschland vor Paraguay-Spiel mit „Messer am Hals“ 

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sieht die deutsche Nationalmannschaft für die Alles-oder-Nichts-Spiele bei der Fußball-WM gut gerüstet. „Wir wissen, dass wir nun das Messer am Hals haben in den K.o.-Spielen. Das hatten wir schon einmal gegen die Slowakei. Auch da war der Druck groß", sagte Rettig vor dem Sechzehntelfinale am Montag gegen Paraguay (22.30 Uhr, ZDF und MagentaTV) bei Magenta TV.

Deutschland hatte im November im finalen Qualifikationsspiel gegen die Slowakei zwingend einen Sieg benötigt – und gewann mit 6:0. „Wir werden am Montag das Slowakei-Gesicht sehen und nicht das Ecuador-Gesicht", sagte Rettig. Gegen Ecuador hatte das DFB-Team zum Abschluss der Gruppenphase 1:2 verloren. Diese Niederlage sei „für uns ein ungewohntes Gefühl nach elf Siegen in Folge“ gewesen, so Rettig: „Aber ich denke, das war ein wichtiges Spiel."

Gleichzeitig verteidigte Rettig Bundestrainer Julian Nagelsmann, der nach dem Ecuador-Spiel von fehlendem Engagement seiner Spieler angesichts des schon feststehenden Gruppensiegs nichts hatte wissen wollen. „Ich muss schon schmunzeln, dass einige nach dem Spiel erstaunt waren, wie Julian Nagelsmann seine Spieler verteidigt. Das erwarte ich von einem Trainer", sagte Rettig.
Jana Alina Delayne

Bewirbt er sich hier für eine neue Rolle? Megastar feuert inkognito die Norweger an

Blonde Mähne, Norwegen-Trikot und lautes Jubeln: Beim WM-Gruppenspiel zwischen Frankreich und Norwegen zieht ein vermeintlicher Erling Haaland auf der Tribüne alle Blicke auf sich! Doch beim genaueren Hinsehen wird schnell klar: Nicht der Fußballprofi sitzt jubelnd im Publikum, sondern ein verkleideter Mega-Star!
Channing Tatum kommt als Erling Haaland verkleidet zum Norwegen-Spiel
Für einen kurzen Moment wirkt es, als hätte Erling Haaland seinen Platz auf der Ersatzbank aufgegeben und sich unter die Fans gemischt. Doch der vermeintliche Fußballstar ist in Wahrheit Channing Tatum. Der Schauspieler hat sich für seinen Stadionbesuch als Norwegens Torjäger verkleidet.
Die Haaland-Verkleidung diente allerdings nicht zur Bewerbung für eine neue Rolle – die hat er nämlich bereits, und zwar als Stunt-Double für Erling Haaland in der neuen Werbekampagne von Nike. Dort ist er in mehreren gemeinsamen Spots mit dem Star-Stürmer zu sehen.
Seine neue Rolle legt der Schauspieler dabei auch nicht im Stadion selbst ab und kommt mit blonder Perücke – sehr zur Freude der Zuschauer!
Erling Haaland bleibt auf Ersatzbank – Frankreich gewinnt 4:1 
Während sein prominenter Doppelgänger auf der Tribüne für Gesprächsstoff sorgt, verfolgt Erling Haaland die komplette Partie von der Ersatzbank. Norwegen hatte sich bereits für das Sechzehntelfinale qualifiziert und schont seinen Torjäger deshalb im letzten Gruppenspiel – ein Fehler? Frankreich gewinnt letztlich die Partie am Ende mit 4:1 und beendet die Gruppenphase mit einem klaren Erfolg.
Hättet ihr ihn erkannt? Channing Tatum verkleidet sich beim Gruppenspiel als Norwegens Torjäger Haaland.
Hättet ihr ihn erkannt? Channing Tatum verkleidet sich beim Gruppenspiel als Norwegens Torjäger Haaland. FIFA via Getty Images
Jana Alina Delayne

Undav packt über alten Job aus: „Hat sich nicht schlimm angefühlt"

Nationalspieler Deniz Undav kann seinem späten Durchbruch als Profifußballer auch positive Seiten abgewinnen. „Es war ein sehr harter Weg, der aber auch viel Spaß gemacht hat", sagte der 29-Jährige, der als Jugendlicher eine Ausbildung zum Maschinenführer absolviert hatte, am Rande der WM bei DFB-TV: „Ich habe viele Facetten im Leben gesehen. Ich bin froh, dass ich es so geschafft habe und nicht gezüchtet worden bin."
Undav hatte in seinen jungen Jahren in einer Fabrik gearbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, während er gleichzeitig als Amateurfußballer unterwegs war. „Es hat sich nicht so schlimm angefühlt. Ich bin um 4.00 Uhr aufgestanden, um 4.30 zur Bushaltestelle gegangen, mit dem Bus 40 Minuten gefahren, dann 35 bis 40 Minuten zu Fuß zur Firma ins Industriegebiet. Später wieder der Weg zurück – irgendwo was essen, Sachen packen, zum Training. Zwei Jahre lang", erzählt er.
Undav hatte den Durchbruch erst über Umwege geschafft, bis 2020 spielte er noch beim SV Meppen. Zuvor schien eine Profikarriere weit weg. „Fußball war und ist mein Leben. Ich wollte aus Spaß weiterspielen. Ich habe gedacht: 2000 Euro mit dem Job, 600 bis 700 Euro mit dem Fußball, dann habe ich ein brutales Leben", erzählt er nun.
Bei der WM führte der Stuttgarter das DFB-Team als Joker mit drei Toren zum Gruppensieg. Eine Entwicklung, die lange Zeit nicht denkbar war. „Der Traum war es nicht mehr, ich habe gar nicht daran geglaubt. Ich dachte, ich spiele noch 14, 15 Jahre auf dem Niveau, bekomme vielleicht irgendwann 1200 Euro und mache meinen Job weiter", sagte er.
Erst mit dem Wechsel zu Eintracht Braunschweig, Undav war gerade 21 Jahre alt geworden, habe der Fußball eine Perspektive geboten. „In Braunschweig kam der Gedanke: Okay, es ist nur noch ein minimaler Schritt. Dann ging es nach Meppen. Ich dachte: Ich muss nicht mehr arbeiten. Einfach in der 3. Liga bleiben und dann von Jahr zu Jahr gucken", so Undav, der schließlich 2023 sein Debüt in der Bundesliga gab.
Anja Blanuscha

Kroos und Podolski mahnen – glauben aber weiter an die DFB-Elf 

Toni Kroos befürchtet ein schnelles WM-Aus für die Fußball-Nationalmannschaft, sofern zwei Bedingungen nicht erfüllt werden. "Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht. Und wir brauchen Musiala und Wirtz in Top-Form – das haben wir nicht. Wenn sich beides nicht ändert, wird es nicht mehr lange gehen", sagte der Weltmeister von 2014 in der TikTok-Live-Show "Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe". Auch Talkgast Lukas Podolski benannte nach dem 1:2 zum Abschluss der WM-Gruppenphase gegen Ecuador einige Mängel der DFB-Elf. Wichtig sei nun, die Konsequenzen schnell zu ziehen. "Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder sagt: Jetzt kommen wir mal runter. Vielleicht tut so eine Niederlage mal gut, damit jeder mal in seinem Zimmerchen nachdenkt", sagte der ehemalige Kölner, der in Brasilien vor zwölf Jahren mit Kroos zusammen den WM-Titel geholt hatte. Am Montag steht in Foxborough das erste K.-o.-Spiel in der Zwischenrunde gegen Paraguay an. 
Trotz der Kritik bleibt Kroos optimistisch: Falls Deutschland auf den Top-Favoriten Frankreich trifft, könne die Nagelsmann-Truppe gewinnen, „wenn alles zusammenkommt“. Auch Podolski macht Mut: „Man muss jetzt nicht alles nur schlechtreden. Lasst uns die Jungs pushen.“ Die bisher dreimal klar siegreiche Équipe Tricolore wäre der DFB-Gegner im Achtelfinale, wenn beide Teams ihr erstes Spiel in der K.-o.-Phase gewinnen. 
Roger Saha

"Ein Traum" wird wahr: Kap Verde feiert WM-Sensation


Kaum jemand hätte Kap Verde vor der WM zugetraut, auch nur einen Punkt zu holen. Jetzt spielt der Außenseiter plötzlich in der K.-o.-Runde gegen Lionel Messi. Die Freude ist kaum in Worte zu fassen.

Eine, vielleicht zwei Minuten mussten sie noch überstehen. Nur noch diese Schlusssekunden. Die kapverdischen Nationalspieler standen nach ihrem Schlusspfiff im Kreis um ein Handy herum. Wie kleine Kinder an Weihnachten. Auf dem Bildschirm: die Partie Spanien gegen Uruguay.
Und dann: pure Freude. Glückseligkeit. Eine Sensation, wie es sie in der WM-Geschichte selten gegeben hat.
Durch das 0:0 gegen Saudi-Arabien und den spanischen Sieg im Parallelspiel erreichte die Auswahl des kleinen Inselstaates bei ihrem Debüt gleich die K.-o.-Runde. In der deutschen Nacht zum Samstag geht es gegen Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi.
„Für mich wird ein Traum wahr“, sagte Mittelfeldspieler Deroy Duarte. Das Zittern vor dem Handy beschrieb er so: „Ich war kurz davor, zu weinen.“
Vor ein paar Wochen noch war Kap Verde das gerne genommene Beispiel für Kritiker der Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes von 32 auf 48. Ein Inselstaat mit so vielen Einwohnerinnen und Einwohnern wie eine mittelgroße deutsche Stadt - die hat doch bei einer WM nichts verloren. Eben doch.
Nach einem 0:0 gegen Titelfavorit Spanien, einem 2:2 gegen Uruguay und diesem Remis in Houston ist der Einzug ins Sechzehntelfinale verdient.
Mit der Mama auf der Tribüne
Und mitreißende, herzerwärmende Geschichten gibt es noch dazu. Auf der Tribüne der riesigen Arena fieberte erneut Ana Cândida Évora mit, die Mutter des 40 Jahre alten Torwarts Vozinha. Dem folgen in den sozialen Medien mittlerweile mehr Menschen als so manchem Hollywoodstar.
„Es bedeutet uns sehr viel, denn wir wissen, dass wir aus einem kleinen Land kommen“, sagte der Torwart. „Aber wir wussten auch, dass wir hierherkommen würden, um konkurrenzfähig zu sein.“
Keiner der Spieler von Trainer Pedro Leitão Brito, der Bubista genannt wird, ist bei einem wirklich großen Club angestellt. Einige haben weitere Staatsbürgerschaften wie die niederländische oder französische.
„Wir sind unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen. Unsere Großeltern und unsere Eltern haben große Opfer gebracht“, sagte Vozinha. „Ich glaube, wir haben die Widerstandskraft der Menschen von Kap Verde gezeigt. Wir haben gezeigt, mit welcher Leidenschaft wir unser Land vertreten.“
Noch auf dem Rasen feierten die Außenseiter den Einzug in die K.-o.-Runde ausgelassener als der FC Bayern so manche deutsche Meisterschaft.
„Kleine Insel, große Träume“, kommentierte der weltbekannte schwedische Ex-Starspieler Zlatan Ibrahimović. Frankreichs ehemaliger Weltmeister Thierry Henry sagte beim Sender Fox: „Ich habe Gänsehaut. Das ist die WM, du musst große Träume haben. Das ist die Story des Turniers bislang.“
Keine Angst vor Messis Argentinien
Geht es nach den kapverdischen Spielern, muss der Traum auch noch lange nicht ausgeträumt sein. Trotz der großen Namen beim kommenden Gegner.
„Wir werden den Moment genießen und feiern“, sagte Deroy Duarte. Dann aber beginne die Vorbereitung auf Argentinien und Messi.
„Natürlich wird das ein besonderes Spiel und ein besonderer Moment. Aber der Ball ist rund“, sagte Duarte. „Man hat gesehen, dass wir gegen das große Uruguay ein Unentschieden geholt haben. Warum also nicht?“
Trainer Bubista verwies auf eine enge Verbindung seines Heimatlandes zu den Argentiniern. „Viele Kapverdier sind nach Argentinien ausgewandert“, sagte er. Messi sei für viele der Beste aller Zeiten.
„Gegen Argentinien und Messi zu diesem Zeitpunkt eines solchen Turniers zu spielen, ist großartig“, sagte der Coach.
Und sein Torwart betonte: „Wir mögen klein sein, aber wir haben ein großes Herz – und wir sind Kämpfer.“
Es hörte sich an wie: Argentinien kann kommen.
Roger Saha

Deutschlands Gegner heißt Paraguay 


Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Sechzehntelfinale der Fußball-WM auf Paraguay. Das steht nach dem Sieg von Europameister Spanien gegen Uruguay (1:0) fest. Die Partie wird am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston ausgetragen. Sollte die DFB-Auswahl gewinnen, droht im Achtelfinale ein Duell mit Vizeweltmeister Frankreich.
Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann geht trotz der Niederlage gegen Ecuador zum Abschluss der Vorrunde (1:2) als Favorit in das Spiel gegen den Sechsten der Qualifikation der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL. Allerdings lag das Team von Coach Gustavo Alfaro dabei nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Ecuador. "Da gehst du natürlich als klarer Favorit in die Partie. Es ist auf jeden Fall machbar, aber wir sollten gerade gegen eine südamerikanische Mannschaft gewarnt sein, weil sie von der Spielweise sehr aggressiv und gierig sind", erklärt MagentaTV-Experte Jonas Hofmann. 

Die größte Stärke ist die Defensive, in 18 Qualifikationsspielen kassierte Paraguay nur zehn Gegentore. Paraguay werde "eine ganz ähnliche Herangehensweise wählen" wie Ecuador, warnte Rio-Weltmeister Mats Hummels bei MagentaTV.
Allerdings waren die WM-Auftritte des Tabellendritten der Gruppe D wenig überzeugend. Gegen Co-Gastgeber USA gab es zum Auftakt eine krachende 1:4-Niederlage, dann wurde die Türkei mit etwas Glück in Unterzahl mit 1:0 besiegt. Für den Einzug in die K.o.-Phase genügte eine Nullnummer gegen Australien.
Gegen Paraguay hat die DFB-Auswahl gute WM-Erfahrungen gemacht. Bei der Endrunde 2002 gab es unter Teamchef Rudi Völler durch einen späten Treffer von Oliver Neuville (88.) im Achtelfinale einen 1:0-Erfolg. Deutschland unterlag später erst im Finale Brasilien (0:2). Im zweiten Aufeinandertreffen trennten sich beide Teams 2013 bei einem Länderspiel in Kaiserslautern 3:3.
Nagelsmann startet die intensive Vorbereitung auf das Sechzehntelfinale am Samstag in Winston-Salem. Nach dem Abschlusstraining am Sonntagvormittag geht es im FIFA-Charterflieger nach Boston.

Fabian Klein

Sepp Maier ist sich sicher: „Manu, früher hättest du den gehalten!"

Über die Rolle von Manuel Neuer beim Gegentor zum 1:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ecuador gehen die Meinungen auseinander. Bayerns Torhüterlegende Sepp Maier sah den DFB-Torhüter durchaus in der Mitschuld: „Das ganze Team war erschreckend schwach. Allerdings hätte Manu dem Ball früher entgegengehen müssen, statt auf ihn zu warten. Ein Torwart seiner Klasse muss in solchen Situationen aktiver agieren. Da muss er sich schon an die eigene Nase fassen", sagte der 82-Jährige bei Sport1 und ergänzte: „Manu, früher hättest du den souverän gehalten."
Fabian Klein

DAS bereitet Mats Hummels beim DFB-Team die meisten Sorgen

„Es ist ein weiter, weiter Weg bis zu einem möglichen Finale oder gar mehr für uns“, sagte der frühere Dortmunder und Münchner bei MagentaTV. Die Duelle mit der Elfenbeinküste (2:1) und Ecuador (1:2) in der Vorrunde „haben aufgezeigt, dass es einige Baustellen gibt im Spiel, die angegangen werden müssen“, führte Hummels aus, gab sich da aber wenig zuversichtlich: „Wir werden sehen, wie viel man davon wirklich noch korrigieren kann in der kurzen Zeit.“
Was ihm am meisten Sorgen bereite? „Die Konter-Anfälligkeit – sowohl durch die einfachen Ballverluste, als auch in der Struktur, in dem System oder wie die Spieler stehen. Das sind alles Sachen, über die kann man sprechen, aber man kann sie nicht so schnell korrigieren, als dass das auf Null gefahren werden könnte.“
Der Bundestrainer Hummels würde daher überlegen, ob er einen Spieler „auf die Sechs packt, der fast ausschließlich für die Kontervermeidung zuständig ist, man nennt es neudeutsch 'Holding Six'. Oder man erteilt einem der Spieler, die schon gespielt haben, diese Aufgabe. Aber zumindest über einiges nachdenken muss man und wird es auch tun.“
Fabian Klein

Dua Lipa crasht Pressekonferenz! Bundestrainer will plötzlich tanzen

Eine technische Panne bei der Pressekonferenz von Portugals Trainer Roberto Martinez hat vor dem WM-Spiel gegen Kolumbien für gute Laune gesorgt. Auf einmal ertönte im Medienraum des Miami Stadiums laute Musik der britischen Sängerin Dua Lipa – und kein Mitarbeiter vor Ort war über die Dauer von fast zwei Songs in der Lage, das zu stoppen.
Eine FIFA-Sprecherin auf dem Podium entschuldigte sich bei Martinez für diese Unterbrechung, aber den 52-jährigen Spanier amüsierte die Situation. „Kein Problem", sagte Martinez. „Wir sollten tanzen. Wahrscheinlich supportet Dua Lipa Portugal." Sein Pressesprecher und er wippten dazu im Takt mit dem Kopf.
Roberto Martinez sorgt für einen Lacher.
Roberto Martinez sorgt für einen Lacher. Imago
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Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

Unsere Jungs für die USA! Das ist Julian Nagelsmanns WM-Kader

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID