Erneuter Dämpfer für VW-BelegschaftVolkswagen friert laut IG Metall Gehälter bis 2030 ein

Keine Lohnerhöhungen mehr bis 2030!
Erst Stellenabbau, dann Werksschließungen und jetzt soll es ans Gehalt gehalten. Volkswagen verschärft offenbar seine Sparmaßnahmen weltweit. Der Betriebsrat teilt mit, dass Löhne bis 2030 komplett eingefroren werden sollen.
Gleicher Lohn, teureres Leben
Den VW-Beschäftigen drohen laut IG Metall jahrelange Nullrunden. Zunächst hatte die Süddeutsche Zeitung über die Pläne des Konzernvorstands berichtet. In einer Pressemitteilung teilt die Gewerkschaft mit, es gäbe Pläne, die Vergütung der weltweit 660.000 Beschäftigten bis 2030 einzufrieren. Konkret heißt das: die aktuellen Tarife bleiben und mit Erhöhungen ist erstmal nicht zurechnen. Ob auch das Management davon betroffen sein wird, ist bislang nicht klar.
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Gewerkschaft und Betriebsrat kritisieren Pläne
Bisher hat VW bei seiner Personalplanung Geld für steigende Löhne eingeplant – auch, um inflationsbedingte, höhere Preise auszugleichen. Laut IG Metall will der Konzern das künftig nicht mehr machen. Die Sorge der Gewerkschaft: Wenn die Löhne nicht steigen, aber das Leben teurer wird, fällt das zu Lasten der Beschäftigten.

Auch der VW-Betriebsrat kritisiert die Pläne. „Das Vorgehen des Konzernvorstands ist absurd (...). Aber ganz offensichtlich glaubt die Unternehmensspitze allen Ernstes daran, dass der zweitgrößte Autohersteller der Welt mit allein 111 Produktionsstätten auf diesem Erdball per Chef-Dekret aus Wolfsburg hunderttausenden Beschäftigten jahrelang Reallohnverluste verordnen könnte”, heißt es in einem Statement. Volkswagen selbst äußert sich auf Anfrage nicht.
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Wirtschaftsexperte hinterfragt Gehaltsstopp
Ob die Gehaltspläne den Konzern aus der Krise holen können? Das erscheint eher unrealistisch. „Das hilft dem Volkswagenkonzern kaum. VW hat ja kein Lohnproblem, sondern VW hat ein Produktproblem”, meint RTL-Wirtschaftsexperte Ulrich Reitz. Und dennoch: Ende November finden wieder Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag statt. Dabei geht es um den VW-Haustarif, aber auch um den Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie, der Audi, MAN und Porsche betrifft. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld.
Verwendete Quellen: dpa, Pressemitteilung IG-Metall, eigene RTL-Recherche

































