Darum ist die Insel isoliert von der AußenweltHelgoland zwei Tage ohne Strom vom Festland!

Abgeschnitten vom Festland!
Kein Netz, kein Internet, keine Anrufe. Am Donnerstag (17. September) sind die Helgoländer komplett auf sich allein gestellt. Bis Freitag fließt kein Strom durch das Seekabel, dass das Festland und die Insel verbindet. Für eine Alternative ist zwar gesorgt, doch die Situation erinnert an den Blackout-Test im Januar.
Auch das Internet fällt aus
“Um das einmal klarzustellen: Die Helgoländer sind die ganze Zeit uneingeschränkt mit Strom versorgt”, sagt Christine Hansen, Sprecherin des Netzbetreibers SH Netz. Dafür sollen die Versorgungsbetriebe Helgoland mit Diesel-Aggregaten sorgen. Vor 2009 beruhte die gesamte Stromversorgung der Insel auf jenen Aggregatoren.
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Das Internet, Festnetz und der Mobilfunk fallen am Donnerstag für etwa zehn Stunden komplett aus. Durch das Seekabel verlaufen auch die Datenverbindungen der Insel. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste erreichen die Helgoländer im Ernstfall trotzdem. “Die Telekom hat auf Helgoland eine Richtfunkanlage installiert, so dass Notrufe jederzeit möglich sind”, erklärt Christine Hansen, Sprecherin des Netzbetreibers SH Netz. Anwohner und Reedereien habe die Gemeinde Helgoland und die Telekom informiert.
Seekabel sorgt für Probleme
“Da in den Jahren die Flut immer weiter an Land kommt und sich durch die Gezeiten die Priele ändern, wurde die alte Muffe durch die Gezeiten immer mal wieder freigespült”, erklärt die Sprecherin der SH-Netz. Die Muffe verbindet das Seekabel seit 2009 nach Helgoland mit einem Erdkabel an Land. Erst im vergangenen Jahr musste sie erneut vergraben werden.
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Damit das künftig nicht mehr passiert, verlängert die SH Netz das Kabel um rund 650 Meter ins Landesinnere. Das neue Stück liege bereits in etwa drei Metern Tiefe, geschützt vor den Gezeiten. “Es hat alles sehr gut geklappt und wir sind voll im Zeitplan”, zeigt sich die Sprecherin der SH Netz zufrieden.
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Bis Freitag verbindet der Netzbetreiber das verlängerte Kabelstück mit dem bestehenden Seekabel. Dadurch fließe nach derzeitigem Stand ab Freitagnachmittag wieder der Strom vom Festland aus. Die Arbeiten richten sich nach den Gezeiten.
Blackout-Test bereitete Helgoländer vor
Nach einem Blackout-Test im Januar dürften die Helgoländer auf die nächsten Tage bestens vorbereitet sein. Sie verbrachten damals etwa fünf Stunden komplett abgeschnitten von der Außenwelt, ohne Strom. Dieses Mal müssen sie darauf nicht verzichten.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa

































