Streit vor Supermarkt eskaliertMann soll Jugendlichen (15) mit Messer getötet haben

Der Angeklagte (mitte) mit seinen Anwälten.
Der Angeklagte (mitte) mit seinen Anwälten. 
RTL Nord

Dieser Fall sorgt für Entsetzen!
Vor einem Supermarkt in Eckernförde (Schleswig-Holstein) eskaliert ein Streit zwischen mehreren jungen Männern. Für einen 15-Jährigen nimmt die Auseinandersetzung ein tödliches Ende. Vor dem Landgericht Kiel ist jetzt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter (23) gestartet.

Mit Klappmesser in die Brust gestochen

Nur kurz versteckt der Angeklagte am Montag beim Betreten des Gerichtssaals sein Gesicht. Zwischen seinen Anwälten wirkt der 23 Jahre alte Mann aus Bremen emotionslos. Ihm wird vorgeworfen, im März auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Eckernförde einen 15-Jährigen erstochen zu haben, so Gerichtssprecher Markus Richter zu RTL.

Hintergrund soll ein Drogengeschäft gewesen sein. Bei dem Kauf von Cannabis soll das Opfer versucht haben, den Angeklagten mit Falschgeld zu bezahlen. Während der folgenden Eskalation soll der Angeklagte zugestochen haben – mit einem Klappmesser in die Brust des Opfers. Der 15-Jährige stirbt noch am selben Tag infolge seiner Verletzungen. „Die Staatsanwaltschaft hat die Tatvorwürfe als Totschlag angeklagt“, erklärt der Gerichtssprecher.

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Mutter des Verstorbenen bricht in Tränen aus

Besonders emotional ist der Prozessauftakt für die Familie des getöteten Jugendlichen. Während im Saal die ersten Beweisbilder gezeigt werden, kann die Mutter des Jugendlichen ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Der Vater hält sich weinend ein Taschentuch vor das Gesicht. Sie treten bei dem Prozess als Nebenkläger auf.

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Als weiterer Nebenkläger tritt auch der Bruder des Verstorbenen auf. Er musste die Tat auf dem Supermarktparkplatz mitansehen. Ob er als Augenzeuge aber aussagen wird, sei noch nicht klar, erklärt der Vertreter der Nebenklage. „Ihm steht Paragraf 55 der Strafprozessordnung zu. Das bedeutet, dass er die Fragen nicht beantworten muss, bei denen er Gefahr läuft, sich selbst zu belasten.”

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Angeklagter schweigt bei Prozessauftakt

Die Verteidigung kündigt an, dass sich der Angeklagte im Laufe des Prozesses zu den Vorwürfen äußern werde. Für den Prozess sind sieben weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 6. November fallen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa