Wird dadurch der Strom wieder günstiger? Unterirdische Stromautobahn soll Windenergie vom Norden in den Süden bringen

Es ist das wohl größte Projekt zur Energiewende, das wir aktuell in Deutschland haben!
Eineinhalb Jahre lang hat sich die Tunnelbohrmaschine „ELSA” unter der Elbe hindurchgearbeitet – von Wewelsfleth in Schleswig-Holstein bis ins niedersächsische Wischhafen. Damit ist ein wichtiger Teil der Stromtrasse SuedLink fertiggestellt. Die insgesamt 700 Kilometer lange Leitung soll den Norden Deutschlands mit dem Süden verbinden. Doch bis durch den Tunnel tatsächlich Strom fließt, steht noch einiges an Arbeit an.
Norddeutschland als Energiequelle
Schleswig-Holstein und Niedersachsen gehören zu den Regionen mit besonders viel Windstrom. Mit SuedLink soll diese Energie künftig nach Bayern und Baden-Württemberg transportiert werden und so einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten.
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Niedersachsens Energieminister Christian Meyer (Die Grünen) sieht darin auch Vorteile für Verbraucher: „Wir brauchen nicht mehr so viele Importe von fossilem Gas und Kohle. Er trägt zur Sicherheit bei, weil er entlastet die Stromnetze”, erklärt er im Gespräch mit RTL. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ergänzt: „Dieser weitere Netzausbau wird eben helfen, dass noch weniger Strom nicht genutzt werden kann. Und das ist ein Gewinn für alle miteinander, weil das den Strom insgesamt günstiger macht.”
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Trasse funktioniert in beide Richtungen
Rund 320 der insgesamt etwa 700 Kilometer langen Stromtrasse verlaufen durch Niedersachsen – fast die Hälfte der Gesamtstrecke. Doch Niedersachsen und Schleswig-Holstein sollen bei dem Projekt nicht nur als Lieferanten gelten: „Wir haben ja den Ausbau und helfen auch mit, dass die südlichen Länder auch angebunden werden. Aber diese Leitung funktioniert eben auch in Gegenrichtung, genauso wie sie Richtung Norden funktioniert”, erklärt Günther. Damit können auch die beiden nördlichen Bundesländer künftig von Sonnenstrom aus dem Süden profitieren. Gleichzeitig sind viele regionale Unternehmen am Bau der Trasse beteiligt.
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Stromkabel fehlen noch
Laut Niedersachsens Energieminister Meyer werde die Trasse rund eine Milliarde Euro Einsparungen bringen. Das Bauprojekt zeige, dass hier in Deutschland wieder etwas gelinge: „Wir schaffen es, so ein schwieriges Werk unter der Elbe durchzuziehen,[...] was auch ein Stück weit das Gefühl von Sicherheit gibt, wenn man weltweit immer sieht, niemand weiß, wie es mit Gas, mit Öl und so weiter weitergeht. Hier haben wir heimische Energien, die wir in Deutschland, in Europa produzieren, die wir dann auch nutzen können.”
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Die Tunnelbohrmaschine hatte den Zielschacht in Wischhafen bereits im Juni erreicht. In den kommenden Monaten bereitet Netzbetreiber TenneT den 5,2 Kilometer langen Tunnel für den Einzug der Stromkabel vor. Das Projekt liegt laut allen Beteiligten im Zeit- und Kostenplan, die Inbetriebnahme der Stromtrasse ist für Ende 2028 vorgesehen.

































