Tipps für einen geringeren SpritverbrauchSprit wird noch teurer! So spart ihr beim Tanken

Ölpreise und Dürre treiben Preise in die Höhe!
Seit dem Wochenende haben sich Benzin und insbesondere Diesel kräftig verteuert. Beim ADAC sieht man den jüngsten Anstieg des Ölpreises als Treiber für die höheren Spritpreise. Umso wichtiger ist es nun für Autofahrer, alle Tricks und Tipps zu kennen, mit denen man möglichst viel Sprit spart – und damit auch bares Geld.
Zeit, euren Spritverbrauch zu senken: Benzin- und Dieselpreise erneut angestiegen
Die Spritpreise in Deutschland ziehen kräftig an. Vor allem Diesel verteuert sich derzeit deutlich, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Doch auch für Benzin müssen die Autofahrer mehr bezahlen. Ein Liter Diesel kostete am Dienstag (11. August) im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,200 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,125 Euro und damit 3 Cent mehr als am Sonntag.
Auch am Mittwoch (12. August) deuten die ersten Zahlen auf kräftig weiter steigende Preise hin. Um 8.00 Uhr morgens war Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 5,7 Cent teurer als einen Tag zuvor zur selben Uhrzeit. E10 um 2,6 Cent.
Lese-Tipp: Spritpreisbremse tritt in Kraft! Wann tanke ich jetzt am günstigsten?
Hauptgrund für die Entwicklung ist nach Einschätzung des ADAC der seit Anfang des Monats deutlich gestiegene Ölpreis. Sollte dieser weiter zulegen, könnten auch neue Rekordpreise an den Tankstellen folgen. Auch die Dürre spielt in Teilen Deutschlands eine Rolle: Durch die niedrigen Pegelstände unter anderem im Rhein, sind die Transportkosten der Binnenschifffahrt gestiegen.
Vier Tipps, mit denen ihr wirklich Sprit spart
Wer in Zeiten hoher Tankrechnungen wirklich Geld sparen möchte, sollte nicht nur Wert darauf legen, zur günstigsten Uhrzeit zu tanken oder vorab die Preise verschiedener Tankstellen zu vergleichen. Noch größer ist das Sparpotenzial, wenn ihr auch an euren Spritverbrauch denkt. Haltet ihr diesen gering, reduziert sich auch gleich der Gang zur Zapfsäule.
Wir verraten euch vier Tipps, mit denen ihr gezielt Sprit spart:
Tempo reduzieren: Wer längere Strecken fährt, für den lohnt es sich, den Fuß vom Gas zu nehmen. Bis zu 20 Prozent Sprit spart man laut dem ADAC, wenn man beispielsweise statt 130 km/h nur 100 Kilometer pro Stunde fährt. Der genaue Wert hängt allerdings auch von weiteren Faktoren wie Motorisierung und der persönlichen Fahrweise ab.
Bequeme Helfer reduzieren: Eine Sitzheizung, wenn es draußen noch friert, ist eine schöne Sache. Auch Front- oder Heckscheibenheizung oder ein warmes Lenkrad sind purer Luxus. Das Gleiche gilt für die Klimaanlage. Die bequemen Helfer verbrauchen jedoch reichlich Sprit, wie der ADC offenbart: Auf 100 Kilometer kommt so bis zu einem Liter zusammen.
Fahrweise optimieren: Dass man kurze Fahrten möglichst vermeiden sollte, ist eigentlich klar. Aber auch die eigene Fahrweise kann helfen, weniger Sprit zu verbrauchen. Vorausschauend fahren, an der Ampel den Wagen ausrollen lassen, anstatt eine Vollbremsung hinzulegen: All das kann Einsparungen bringen, die sich läppern. Auch an der Ampel den Motor auszuschalten, bringt etwas – zumindest ab einer Standzeit von 20 Sekunden.
Unnötiges Gewicht vermeiden: Der Getränkemarkt um die Ecke hat wieder ein super Angebot? Tolle Sache! Aber zeigt den Wasserkisten bitte nicht tagelang die Welt aus dem Kofferraum. Auch den Dachgepäckträger muss man nicht zwingend spazieren fahren, wenn er nicht benötigt wird. Denn jedes zusätzliche Kilo erhöht den Spritverbrauch, wie die PC-Welt erklärt.
Video-Tipp: Tricks zum Spritsparen im Test – was reduziert den Verbrauch tatsächlich?
Nicht jeder Spartipp lohnt sich: Von Tanktourismus bis Carsharing
Grenznah zum Tanken ins Ausland fahren, das Auto stehen lassen und Carsharing nutzen oder statt der Autobahn die Landstraße nutzen – viele dieser Ideen gelten als echte Spartricks. Doch nicht jede davon lohnt sich wirklich:
Tanktourismus: Nur wer direkt an der Grenze zu einem Land lebt, in dem die Spritpreise viel niedriger sind als bei uns, spart laut dem ADAC wirklich. Denn auch die An- und Abreise zu den Nachbarn kostet – natürlich – jede Menge Sprit.
Tank leerfahren: Früher war es einfacher, die günstigen Zeiten an der Tankstelle vorherzusagen. Da konnte man vor allem abends oft ein Schnäppchen machen. Diese Zeiten sind seit der Neuregelung vorbei. Die neue ADAC-Faustregel gilt, dass man auch bei halbvollem Tank einen günstigen Preis nutzen sollte.
E-Auto anschaffen: Wer ohnehin gerade über einen dauerhaften Umstieg auf ein E-Auto nachdenkt, für den kann das die Lösung sein. Bedenkt aber, dass in Krisenzeiten auch meist sehr schnell an der Preisschraube für Strom gedreht wird – und zwar nach oben!
Carsharing. Derzeit sind die Tarife noch stabil, aber kleinere Anbieter wie „teilAuto” haben ihre Preise bei Autos bereits um drei Cent pro Kilometer angehoben, wie die Deutsche-Presse-Agentur schreibt.
Landstraße statt Autobahn: Wer die Möglichkeit hat, zu wählen, sollte sich hier nach dem ADAC für die Autobahn entscheiden. Und dort mit gemäßigter Geschwindigkeit fahren.
Trotz der erneuten Preisanstiege bei Diesel und Benzin sieht die Bundesregierung keinen zweiten Tankrabatt vor. In der Regierungspressekonferenz vom 20. Juli 2026 erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius, dass die Preise wegen der angespannten Lage im Nahen Osten weiter schwanken dürften. Mit dieser Entwicklung müsse man vorerst leben.
Zur Frage nach einem erneuten Tankrabatt stellt Kornelius klar: „Momentan sind keine neuen Entlastungsmaßnahmen geplant.” Dennoch würde die Bundesregierung die „Lage genau beobachten”.
Verwendete Quellen: ADAC, PC Welt, dpa, Bundesregierung
































