Tipp für einen geringeren SpritverbrauchBenzin und Diesel wieder teurer! So spart ihr jetzt Sprit und Geld

Wer beim Autofahren Geld sparen möchte, sollte nicht nur auf die richtige Uhrzeit beim Tanken auch. Der Spritverbrauch ist mindestens genuaso relevant.
Wer beim Autofahren Geld sparen möchte, sollte nicht nur auf die richtige Uhrzeit beim Tanken achten. Der Spritverbrauch ist mindestens genauso relevant.
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Ausgerechnet zum Sommerreiseverkehr!
Wer jetzt in den Urlaub fährt, muss tief in die Tasche greifen. Die Spritpreise sind am vergangenen Wochenende erneut angestiegen – und können wieder mit den horrenden Benzinpreisen vor dem Tankrabatt im Mai mithalten. Umso wichtiger ist es nun für Autofahrer, alle Tricks und Tipps zu kennen, mit denen man möglichst viel Sprit spart – und damit auch bares Geld.

Zeit, euren Spritverbrauch zu senken: Benzin- und Dieselpreise erneut angestiegen

Die Preise an den Zapfsäulen bevorzugen derzeit offenbar nur eine Richtung: nach oben. Laut ADAC-Daten ist Super E10 am Sonntag im bundesweiten Tagesdurchschnitt auf 2,152 Euro pro Liter gestiegen – das sind noch einmal 1,1 Cent mehr als am Freitag. Für Diesel mussten Autofahrer sogar durchschnittlich 2,177 Euro pro Liter zahlen, ein Plus von 1,6 Cent.

Besonders bitter: Es ist bereits der achte Preisanstieg in Folge, wie dpa berichtet. Verglichen mit der Zeit kurz nach dem Ende des Tankrabatts vor zwei Wochen kostet Super E10 inzwischen 13,6 Cent mehr, Diesel hat sich sogar um 23,1 Cent pro Liter verteuert.

Lese-Tipp: Spritpreisbremse tritt in Kraft! Wann tanke ich jetzt am günstigsten?

Hauptgrund für die Entwicklung ist nach Einschätzung des ADAC der seit Anfang des Monats deutlich gestiegene Ölpreis. Sollte dieser weiter zulegen, könnten auch neue Rekordpreise an den Tankstellen folgen.

Zumindest zum Wochenstart gibt es aber einen kleinen Hoffnungsschimmer: Im Vergleich zu Sonntag sind die Preise minimal gesunken. Hintergrund dürfte sein, dass der Ölpreis zuletzt etwas nachgegeben hat.

Vier Tipps, mit denen ihr wirklich Sprit spart

Wer in Zeiten hoher Tankrechnungen wirklich Geld sparen möchte, sollte nicht nur Wert darauf legen, zur günstigsten Uhrzeit zu tanken oder vorab die Preise verschiedener Tankstellen zu vergleichen. Noch größer ist das Sparpotenzial, wenn ihr auch an euren Spritverbrauch denkt. Haltet ihr diesen gering, reduziert sich auch gleich der Gang zur Zapfsäule.

Wir verraten euch vier Tipps, mit denen ihr gezielt Sprit spart:

  • Tempo reduzieren: Wer längere Strecken fährt, für den lohnt es sich, den Fuß vom Gas zu nehmen. Bis zu 20 Prozent Sprit spart man laut dem ADAC, wenn man beispielsweise statt 130 km/h nur 100 Kilometer pro Stunde fährt. Der genaue Wert hängt allerdings auch von weiteren Faktoren wie Motorisierung und der persönlichen Fahrweise ab.

  • Bequeme Helfer reduzieren: Eine Sitzheizung, wenn es draußen noch friert, ist eine schöne Sache. Auch Front- oder Heckscheibenheizung oder ein warmes Lenkrad sind purer Luxus. Das Gleiche gilt für die Klimaanlage. Die bequemen Helfer verbrauchen jedoch reichlich Sprit, wie der ADC offenbart: Auf 100 Kilometer kommt so bis zu einem Liter zusammen.

  • Fahrweise optimieren: Dass man kurze Fahrten möglichst vermeiden sollte, ist eigentlich klar. Aber auch die eigene Fahrweise kann helfen, weniger Sprit zu verbrauchen. Vorausschauend fahren, an der Ampel den Wagen ausrollen lassen, anstatt eine Vollbremsung hinzulegen: All das kann Einsparungen bringen, die sich läppern. Auch an der Ampel den Motor auszuschalten, bringt etwas – zumindest ab einer Standzeit von 20 Sekunden.

  • Unnötiges Gewicht vermeiden: Der Getränkemarkt um die Ecke hat wieder ein super Angebot? Tolle Sache! Aber zeigt den Wasserkisten bitte nicht tagelang die Welt aus dem Kofferraum. Auch den Dachgepäckträger muss man nicht zwingend spazieren fahren, wenn er nicht benötigt wird. Denn jedes zusätzliche Kilo erhöht den Spritverbrauch, wie die PC-Welt erklärt.

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Nicht jeder Spartipp lohnt sich: Von Tanktourismus bis Carsharing

Grenznah zum Tanken ins Ausland fahren, das Auto stehen lassen und Carsharing nutzen oder statt der Autobahn die Landstraße nutzen – viele dieser Ideen gelten als echte Spartricks. Doch nicht jede davon lohnt sich wirklich:

  • Tanktourismus: Nur wer direkt an der Grenze zu einem Land lebt, in dem die Spritpreise viel niedriger sind als bei uns, spart laut dem ADAC wirklich. Denn auch die An- und Abreise zu den Nachbarn kostet – natürlich – jede Menge Sprit.

  • Tank leerfahren: Früher war es einfacher, die günstigen Zeiten an der Tankstelle vorherzusagen. Da konnte man vor allem abends oft ein Schnäppchen machen. Diese Zeiten sind seit der Neuregelung vorbei. Die neue ADAC-Faustregel gilt, dass man auch bei halbvollem Tank einen günstigen Preis nutzen sollte.

  • E-Auto anschaffen: Wer ohnehin gerade über einen dauerhaften Umstieg auf ein E-Auto nachdenkt, für den kann das die Lösung sein. Bedenkt aber, dass in Krisenzeiten auch meist sehr schnell an der Preisschraube für Strom gedreht wird – und zwar nach oben!

  • Carsharing. Derzeit sind die Tarife noch stabil, aber kleinere Anbieter wie „teilAuto” haben ihre Preise bei Autos bereits um drei Cent pro Kilometer angehoben, wie die Deutsche-Presse-Agentur schreibt.

  • Landstraße statt Autobahn: Wer die Möglichkeit hat, zu wählen, sollte sich hier nach dem ADAC für die Autobahn entscheiden. Und dort mit gemäßigter Geschwindigkeit fahren.

Trotz der erneuten Preisanstiege bei Diesel und Benzin sieht die Bundesregierung keinen zweiten Tankrabatt vor. In der Regierungspressekonferenz vom 20. Juli 2026 erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius, dass die Preise wegen der angespannten Lage im Nahen Osten weiter schwanken dürften. Mit dieser Entwicklung müsse man vorerst leben.

Zur Frage nach einem erneuten Tankrabatt stellt Kornelius klar: „Momentan sind keine neuen Entlastungsmaßnahmen geplant.” Dennoch würde die Bundesregierung die „Lage genau beobachten”.

Verwendete Quellen: ADAC, PC Welt, dpa, Bundesregierung