Neue Vorwürfe gegen 31-Jährigen!Mordverdächtiger aus Ostfriesland soll weitere Straftat begangen haben

Auf diesem Grundstück wird im April die Leiche eines 59-jährigen Mannes gefunden.
Auf diesem Grundstück wird im April die Leiche eines 59-jährigen Mannes gefunden. 
Lars Penning/dpa

Verdächtiger bleibt in U-Haft!
Seit Monaten sitzt der 31-jähriger Mann nach dem Fund einer vergrabenen Leiche im ostfriesischen Holtgast in Untersuchungshaft. Er gilt als Hauptverdächtiger in dem Mordfall. Doch eine Anklage gibt es bisher nicht. Die Haft, die maximal sechs Monate andauern darf, wäre eigentlich bald abgelaufen. Doch jetzt wird ihm eine neue Straftat vorgeworfen.

Überwachung führt zu ihm

Der Mordverdächtige soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aurich in Schönheide im Erzgebirgskreis ein Haus angezündet haben, offenbar mit dem Ziel, die Versicherungssumme zu kassieren. Gegen ihn wird wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Versicherungsbetrugs ermittelt. Die Ermittler kommen dem Mann in diesem Fall überhaupt erst auf die Schliche, weil sie aufgrund des Mordverdachts seine Telekommunikation überwachen. Denn im April finden Ermittler auf einem Grundstück in Holtgast eine männliche Leiche. Schnell geraten der 31-Jährige und zwei weitere Familienmitglieder von ihm in Verdacht, den Mann getötet zu haben. Der 31-Jährige gilt als Hauptverdächtiger. Sie sollen sich von früher gekannt haben. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

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Das Amtsgericht Wittmund erlässt Mitte September zusätzlich auch für die mutmaßliche Brandstiftung in Sachsen einen Haftbefehl gegen den 31‑Jährigen. Sonst wäre seine Untersuchungshaft im mutmaßlichen Mordfall nach sechs Monaten, also am 2. Oktober, abgelaufen. Denn das Gericht hat aufgrund der schwierigen Beweislage bisher keine Anklage erhoben. Eine Haftverlängerung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Opfer und mutmaßliche Täter waren alte Bekannte

Eine Mordkommission hat in Ostfriesland zuletzt nach einem vermissten 59-Jährigen gesucht. Als sie die Leiche des Mannes dann im April finden, stellt sich bei der Obduktion heraus, dass das 59‑jährige Oper aufgrund von massiven Gewalteinwirkungen verstorben ist. Der 59-Jährige soll der Betreuer einer der Söhne der verdächtigen Familie gewesen sein.

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Die weiteren Ermittlungen ergeben dann laut Staatsanwaltschaft Aurich, dass der 59-Jährige während der Betreuung des Sohnes Geld gegenüber der öffentlichen Hand veruntreut haben soll. Wegen der Untreue wurde gegen den Vermissten auch ermittelt. Er war zur Festnahme ausgeschrieben worden. Möglicherweise stehe die Tötung im Zusammenhang mit diesem veruntreuten Geld, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In beiden Fällen wird weiter ermittelt. Maximal bis März 2027 kann der 31-Jährige noch in Untersuchungshaft sitzen, sollte es vorher nicht zu einer Anklage kommen. (ekr)

Verwendete Quellen: dpa