Fünf Worte, die Lisas Leben völlig verändern„Wir haben da was gefunden”

Wenn das alte Leben plötzlich weit weg ist.
Ein Moment, in dem alles stillsteht. Eigentlich soll es ein Kontrolltermin beim Frauenarzt sein. Doch auf dem Ultraschall entdeckt Lisas Arzt etwas Auffälliges. Was das für die 40-Jährige aus Hannover bedeutet, zeigt sich erst bei den weiteren Untersuchungen. Im Video erzählt Lisa erzählt von dem Moment, in dem die Diagnose Brustkrebs für sie richtig real wird.

Ein Schatten im Ultraschall verändert alles

Im Januar 2024 geht Lisa-Marie Yilmaz zu ihrem Gynäkologen und entscheidet sich, zusätzlich einen Brustultraschall machen zu lassen. Ihr Arzt entdeckt einen gutartigen Knoten. Zunächst kein Grund zur Sorge, aber Lisa soll sechs Monate später zur Kontrolle wiederkommen.
Bei diesem zweiten Termin fällt dem Arzt eine weitere Stelle auf. „Es war erst mal nur ein Schatten auf dem Ultraschall, der ihm aber einfach von der Form nicht gefallen hat“, erinnert sich Lisa. Eine Gewebeprobe bringt Gewissheit: Sie hat einen aggressiven Tumor in der Brust.

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Die Diagnose ist für Lisa Yilmaz und ihren Partner Dennis Ebbecke ein Schock. „Mir ist so eine Schockträne runtergelaufen“, erzählt sie. Dennis legt bei dem Gespräch den Kopf auf den Tisch. Eine Reaktion, die er so von sich selbst nicht kennt.

Zwischen Hoffen und Hilflosigkeit

Für die gelernte Redakteurin beginnt ein Behandlungsmarathon mit 16 Chemotherapien. Schon zehn Tage nach der ersten Behandlung verliert sie ihre Haare. Mit dem ersten großen Haarbüschel in den Händen wird die Krankheit für sie greifbar.

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Trotzdem versucht Lisa, sich Normalität zu bewahren: Sie geht spazieren, arbeitet und trifft Freundinnen. Ihr Partner Dennis fährt sie zur Chemotherapie und holt sie ab. Er möchte helfen, fühlt sich aber oft hilflos. „Man hat immer das Gefühl, das ist nicht genug, was du tust“, sagt er.
Kurz vor Weihnachten 2024 bekommt Lisa ihre letzte Chemotherapie. Wenig später die erlösende Nachricht: Sie ist krebsfrei. „Ich glaube, ich bin einfach nur in Tränen ausgebrochen“, erinnert sie sich. „Ich habe es wirklich geschafft.“

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Und dann ist alles wie früher?

Nach der Behandlung hoffen beide auf ihr altes Leben. Doch Lisa leidet unter Fatigue, extremer Erschöpfung. Die Therapie versetzt sie in die künstlichen Wechseljahre, ihre Eierstöcke werden vorbeugend entfernt. Auch die Angst vor einem Rückfall bleibt. „Ich habe dieses Danach doch sehr unterschätzt“, sagt sie.
Heute macht Lisa wieder Sport und arbeitet, doch es gibt weiterhin schlechte Tage. In einem gemeinsamen Buch wollen sie und Dennis Ebbecke Betroffenen Mut machen und Angehörige sichtbar machen. Die Krankheit hat beide verändert – und als Paar enger zusammengebracht.