„Die Schule stresst glaube ich sehr viele”Schon mit elf Jahren unter Druck! Wie Sechstklässler lernen, mit Stress umzugehen

Für mentale Gesundheit im Klassenzimmer.
Schon Elf- und Zwölfjährige erleben viel Stress. Am Gymnasium Grootmoor in Hamburg lernen Sechstklässler deshalb, über ihre Gefühle zu sprechen und mit Belastungen umzugehen. Das Projekt „Resiliente Schule“ zeigt ihnen: Mit ihren Problemen sind sie nicht allein.
Das belastet Schüler besonders
„Es gibt ja auch auf Social Media viel Vergleichen”, erzählt der elfjährige Jonah im RTL Nord-Interview, was ihn stresst und belastet. „Die Schule stresst glaube ich sehr viele. Und Zeitdruck finde ich bei mir auch immer sehr stressig”, erklärt Mila. Die zwölfjährige Eva stresst hingegen vor allem: „Streit mit der Familie, Schule oder einfach generell das Leben.”
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Damit die Sechstklässler vom Gymnasium Grootmoor aus Hamburg-Bramfeld lernen, mit diesen und anderen Belastungen umgehen zu können, nehmen sie am Workshop „Resiliente Schule” der Bildungsinitiative „Dare2Care” teil. Hier lernen sie auch, was sie tun können, um psychisch gesund zu bleiben.
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Atemübungen und miteinander sprechen
Entscheidender Baustein des Workshops: Übungen, wie das Erkennen von Gefühlen. Das Ziel: „Zu erkennen, dass es toll ist, wenn man miteinander redet und den anderen mitteilt, wie es einem geht, weil man das eben gar nicht so leicht immer erkennt”, erklärt Workshopleiterin Angelina Dasse. Hinzu kommen Techniken wie das gemeinsame Atmen oder eine Vorfreudeliste, um die Gedanken der Schüler auf Positives zur lenken.

Das Programm „Resiliente Schule” wurde im Jahr 2019 ins Leben gerufen. 200 Partnerschulen nehmen in fünf Städten deutschlandweit teil. 85.000 Schüler haben die Workshops mittlerweile durchlaufen. „Gerade im klinischen Alltag sehen wir, dass vor allem Kinder und Jugendliche viel Unterstützung benötigen, weil all die Krisen, die wir erleben, natürlich auch bei dieser Zielgruppe vor allem wirken”, erklärt Anahita Sattarian vom Hamburger UKE. Die Psychologin unterstützt das Projekt. Der Ansatz: Durch Prävention „sowohl am Verhalten als auch an den Verhältnissen in Schulen etwas zu verändern.”
Lehrer: „Das entlastet die Kinder (...) ganz enorm”
Das Gymnasium Grootmoor ist zum bereits vierten Mal dabei – mit merkbarem Effekt bei den Schülern. „Sie gehen viel offener damit um. Sie merken: Ich bin nicht alleine mit meinen Problemen”, erläutert Lehrer Björn Mertins. „Ich kann mich an die Lehrkräfte wenden, ich kann mich an Freunde wenden, ich kann mich an öffentliche Stellen wenden. Und das entlastet die Kinder, glaube ich, ganz enorm.” Vielen Schülern gefällt der Workshop so gut, dass sie ihn gerne regelmäßig an der Schule hätten.
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„Also, mir gefällt es, dass wir auch Spiele spielen, also auch unsere Meinung teilen, wie wir Stress haben oder wie wir Stress abbauen können”, resümiert Andreas (11). Auch die zwölfjährige Ella ist überzeugt. „Ich war auch schon bei vielen Psychotherapeuten, weil ich sehr viel Stress, auch vor allem mit der Schule, habe. (...) Und ich finde das gut, dass das jetzt so erklärt wird.” Damit anderen Schülern „so was nicht passiert, dass die einfach schon darüber aufgeklärt sind.”
Verwendete Quellen: eigene RTL Nord-Recherche

































