Stadt Böblingen zieht klare GrenzeGoebbels-Zitat als Klingelton? AfD-Politikerin angezeigt

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Eine AfD-Politikerin soll ein Goebbels-Zitat als Klingelton verwendet haben. Gegen sie wird zudem wegen der Verwendung verfassungswidriger Symbole ermittelt.
sz, action press, ActionPress

Eine Gremiensitzung in Böblingen sorgt für heftigen Wirbel.
Gegen eine AfD-Gemeinderätin steht der Verdacht im Raum, NS-Bezüge über ihr Handy abgespielt zu haben. Jetzt ermitteln die Behörden.

Gemeinderätin aus Böblingen unter NS-Propaganda-Verdacht

Ein Handy klingelt, kurz darauf steht ein schwerer Verdacht im Raum. Die Stadt Böblingen hat nach einem Vorfall in einer Gremiensitzung Strafanzeige gegen eine AfD-Gemeinderätin gestellt. Wie der SWR berichtet, sieht die Stadt den möglichen Bezug zu nationalsozialistischer Propaganda. Weitere Details werden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht genannt. Jetzt prüfen die zuständigen Behörden den Fall.

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Ausgelöst haben soll den Fall – die Stuttgarter Zeitung berichtete zuerst – offenbar das Mobiltelefon der Politikerin. Aus Gremienkreisen sei zu hören gewesen, dass als Klingelton ein Ausschnitt mit den Worten „Wollt ihr den totalen Krieg” gelaufen sein soll. Der Satz stammt aus der berüchtigten Rede von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels. Zudem steht laut dem Bericht der Verdacht im Raum, dass angeblich ein verbotenes NS-Lied abgespielt worden sei. Ob sich die Vorwürfe bestätigen, müssen nun die Ermittler klären.

Stadt Böblingen zieht klare Grenze

Zu den Vorwürfen nimmt die AfD-Gemeinderätin gegenüber dem SWR nicht konkret Stellung. Sie richtet ihre Kritik stattdessen gegen die Berichte über sie und dagegen, dass ihr vollständiger Name genannt wurde. Nach ihrer Darstellung leidet darunter vor allem ihr Ruf als Fahrlehrerin. Menschen mit Migrationshintergrund kämen zu ihr, weil sie sich fair behandelt fühlten und Unterstützung bei der Integration suchten. Die Berichterstattung schade ihr persönlich und treffe auch die Fahrschule, für die sie arbeitet.

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Während die Ermittler nun den Sachverhalt bewerten, setzt die Stadt politisch ein klares Zeichen. Oberbürgermeister Stefan Belz betont, Böblingen stehe für Respekt, Verständigung und ein vielfältiges Miteinander. Bezüge zu nationalsozialistischer Propaganda hätten in der Arbeit städtischer Gremien keinen Platz, stellt der Grünen-Politiker klar. Für die AfD-Gemeinderätin aus Böblingen ist die Angelegenheit damit längst nicht abgeschlossen.

Verwendete Quellen: SWR, Stuttgarter Zeitung