Nach 4 Jahren neue HinweiseZeugen wollen vermisste Frau aus Bayern an der Ostsee gesehen haben

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Die Frau aus Unterhaching verschwand nach einem Streit mit ihrem Mann spurlos.
Bundeskriminalamt

Seit vier Jahren wird eine Frau aus Bayern vermisst. Die Polizei hält ein Gewaltverbrechen ebenso für möglich wie einen Suizid oder ein Untertauchen. Jetzt gibt es eine neue Spur - und die führt in den Norden des Landes.

Eine seit Jahren vermisste Frau aus Unterhaching bei München könnte sich im Bereich Rostock-Warnemünde aufhalten. Mehrere Zeugen hatten die Frau vermeintlich erkannt und sich an die örtliche Polizei gewandt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte zudem, dass ein Video gesichert worden sei. Auf dem sei eine Person zu sehen, bei der es sich möglicherweise um die Vermisste handele. „Diesen Hinweisen wird derzeit mit Hochdruck nachgegangen“, schilderte die Sprecherin.

Über die Video-Aufnahme hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet. Demnach würden derzeit sogenannte Super-Recognizer, also Menschen, die sich Gesichter extrem gut einprägen können, die Bilder analysieren.

Die damals 39-jährige Frau wird seit November 2022 vermisst. Sie hatte sich Ende Oktober 2022 heftig mit ihrem Ehemann gestritten und dann wieder versöhnt. Am 5. November soll sie nach einem neuen Streit die gemeinsame Wohnung verlasssen haben. Am 7. November meldete der Mann die Frau als vermisst.

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Weil die Kriminalpolizei ein Gewaltverbrechen nicht ausschloss, schrieb sie die Vermisste zur Fahndung aus. In der Wohnung des Paares fand die Polizei Bank- und Kreditkarten, Brille, Geldbörse, Handys, Verlobungs- und Ehering sowie den Ausweis der Verschwundenen. Der Ehemann geriet unter Tatverdacht, allerdings gab es keine konkreten Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Nach seinem Tod 2024 wurden die Ermittlungen eingestellt.

Als die Beamten den Fall wenige Monate später in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vorstellten, hielten sie ein Gewaltdelikt ebenso für möglich wie einen Suizid oder ein Untertauchen. Mitte Juli wurde der Fall zum zweiten Mal im Fernsehen thematisiert. Nun gibt es einige Hinweise, die nach Norden führen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock wurde eine Frau, die der Vermissten ähnelt, Anfang der Woche von mehreren Zeugen in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Stoltera/Diedrichshagen an der Ostseeküste gesehen. Nach Informationen des NDR soll sie unter anderem ein Gespräch mit einem Ehepaar geführt haben. Dieses hatte sich anschließend an die Polizei gewandt.

Verwendete Quellen: ino/dpa