Klare Entscheidung nach bösen WortenBill Kaulitz gewinnt gegen Berliner AfD-Politiker vor Gericht

Bill Kaulitz wehrt sich gegen Hass im Netz – und bekommt vor Gericht recht.
Nachdem ein Berliner AfD-Politiker den Tokio-Hotel-Star in sozialen Medien beleidigt und gezielt wegen seiner sexuellen Orientierung angegriffen haben soll, ging Kaulitz juristisch gegen ihn vor.
„Also wirklich eklig!”
Auslöser war ein Posting unter einer Werbeanzeige für Haarpflegeprodukte. Laut Kaulitz habe der Politiker „wirklich ganz eklige, hasserfüllte Kommentare“ hinterlassen. Details wollten die Brüder Bill und Tom in ihrem Podcast „Kaulitz Hills“ bewusst nicht wiederholen.
Besonders brisant: In einem zweiten Beitrag soll sich der AfD-Politiker gezielt über Bill Kaulitz’ Homosexualität geäußert haben. Für den Musiker war damit eine klare Grenze überschritten. „Wenn man so was postet, dann kriegt man öfter mal Post von mir”, kündigte er an.
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Gericht sieht gezielte Diffamierung
Bill Kaulitz ließ den Fall juristisch prüfen – mit Erfolg. Nachdem der Politiker eine Unterlassungserklärung zunächst verweigerte, setzte das Landgericht Hamburg diese durch.

Das Gericht bewertete die Aussagen als „massive Abwertung“, die gezielt auf die sexuelle Orientierung des Sängers abziele und ihn diffamiere.
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AfD-Kandidat bereits auffällig
Der Berliner AfD-Politiker kandidiert bei der Abgeordnetenhauswahl im September und steht auf Listenplatz 15. Wie der Tagesspiegel berichtet, sorgte er auf der Plattform X bereits mehrfach mit provokanten und umstrittenen Aussagen für Aufmerksamkeit.
Unter anderem schrieb er laut Tagesspiegel: „Mich interessiert nicht, wenn Milliardäre im Privatjet Sex mit Minderjährigen haben.“ Stattdessen würden ihn andere Fälle deutlich mehr beschäftigen – etwa „wenn Finja gemobbt wird, weil sie kein Kopftuch trägt“ oder Jugendliche „vorm Zug landen, weil die Regierung Barbaren reinlässt“.
Im Podcast machte Bill Kaulitz deutlich, dass er sich gegen Hasskommentare konsequent zur Wehr setzt. Unterstützung erhält er dabei auch von Bruder Tom Kauliz, der die Aussagen gegen Bill ebenfalls als „sehr eklig“ bezeichnete.
Verwendete Quellen: Spotify, Tagesspiegel






















