Eklat nach Schloss-Konzert: Fürstin Gloria verspottet Peter Maffay – und lacht über seinen Toleranz-Appell
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Drei Wochen nach seinem Auftritt bei den Regensburger Schlossfestspielen macht sich Gloria Fürstin von Thurn und Taxis öffentlich über Peter Maffay lustig. In einem Video ahmt sie den Musiker nach – ausgerechnet seine Worte über Toleranz und Menschenwürde.
Es ist dieses Lachen, das verspottet und verletzt. „Meine sehr verehrten Damen und Herren (lachen)"
Vor allem ihn: Peter Maffay. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis ahmt den 76-Jährigen nach, seine Worte, sein rollendes R.
„Er ist so schön, er ist auch belastet."
„Lachen. Warte! Dieser Platz hier, diese Bühne, dieses Haus ist wunderschön. Aber – es ist auch belastet."
Es geht um Maffays Auftritt vor drei Wochen auf Schloss St. Emmeram in Regensburg – bei den Festspielen, für die die Fürstin Schirmherrin ist. Vor seinem Auftritt spricht sich der Sänger für Toleranz und Menschenrechte aus: „Und zwar an diesem Ort. Er ist so schön, er ist auch belastet. Durch einige Äußerungen und Positionierungen, Haltungen, die wir nicht teilen. Wir respektieren die demokratischen Spielregeln, respektieren unser Grundgesetz, vor allem den Artikel Eins."
Damit meint Maffay kontroverse Aussagen der Fürstin und ihre Nähe zu AfD-Chefin Alice Weidel, deren Partei in Teilen als gesichert rechtsextrem gilt.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Star Gloria Fürstin von Thurn und Taxis die Stirn bietet. Im Sommer vergangenen Jahres tritt Vicky Leandros im Schlosshof auf. Das Problem: AfD-Parteichefin Weidel soll auf Einladung der Fürstin in der ersten Reihe sitzen. Für Leandros ein No Go. „Ich hatte ja mein Konzert und habe am Morgen erfahren, dass sie der Ehrengast ist, vorne sitzt und das war nicht so in meinem Sinne."
Weidel bleibt dem Konzert schließlich fern. Und die Fürstin? - macht schon lange immer wieder Schlagzeilen mit diskriminierenden und rassistischen Äußerungen gegen queere Personen und Menschen mit anderer Hautfarbe. Wie 2001 in einer Talkshow.
„Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne." Jetzt also ein weiterer Eklat - der Peter Maffay und so viele Menschen trifft, weil sich die 66-Jährige über ernst und ehrlich gemeinte Worte lustig macht. „Wir sind für Toleranz. Wir sind für Diversität. Und wir sind für - ihr wisst schon. (lacht)"
Auf unsere Anfrage hat die Fürstin heute nicht reagiert. Warum Peter Maffay trotz der Vorbehalte in ihrem Schlosshof gespielt hat, erklärt er in einem Statement so: „Ein Feuer löscht man nur, wenn man dorthin geht, wo es brennt."
„Das ist der Weg, um unsere Positionen und Werte zu verteidigen."
Ob Maffay das Spott-Video gesehen hat? Wir erfahren heute auf Nachfrage: Er ist aktuell im Ausland. Doch sein starker Auftritt bleibt. Und der verdiente Applaus für sein Zeichen GEGEN Hass und FÜR Toleranz.
