Deutschland macht sich locker

Was übers Pfingstwochenende möglich ist

21. Mai 2021 - 14:30 Uhr

Das alte Leben kehrt (zum Teil) zurück

Deutschland macht sich locker. Immerhin die Hälfte der Bundesländer erlaubt über Pfingsten bereits wieder die Öffnung von Hotels mit Hygienekonzepten und Testpflicht. In den anderen sind zum Teil zumindest Ferienwohnungen oder Campingplätze offen. Bundesweit liegen nur noch 60 Kreise über dem kritischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 100, bei dem die Bundesnotbremse greift. Bis zum Wochenende könnte es also noch zu weiteren Lockerungen kommen, wie unser Video zeigt.

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In welchen Bundesländern öffnen Hotels wieder?

In Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern dürfen die Hotels mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wieder öffnen. Was für die Bundesländer im Einzelnen wieder erlaubt ist und was nicht, lesen Sie hier.

Die bundesweite Inzidenz von 67,3 stimmt selbst Intensivmediziner zuversichtlich: "Wir haben es geschafft, diese Welle zu brechen und sind auf dem absteigenden Ast in einen guten Sommer, sagte Intensivmediziner Uwe Janssens im Gespräch mit RTL.

Von Hamburg bis Zugspitze: Deutschland öffnet

Besonders unter freiem Himmel ist wieder viel Tourismus möglich. In Hamburg startet schon wieder der Helgoland-Katamaran – mit knapp zwei Monaten Verspätung. Es geht einmal täglich hin und zurück. Die Zugspitze bereitet sich ebenfalls auf ihre Gäste vor. Nach Monaten Winterpause dürfen die Bergbahnen wieder öffnen. Auch die Gastronomie serviert zumindest Essen und Getränke zum Mitnehmen. Trotz Nebel, Schnee und Kälte werden viele Gäste erwartet.

In Berlin ging am Donnerstagabend der Vorhang für ein Open Air Kino auf. Am Freitag öffnet Deutschlands größter Freizeitpark, der Europapark in Rust, wieder. Und in Münster können die Menschen dank der niedrigen Inzidenz von nur 18 schon wieder in die Bars zurückkehren.

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Harz, Heide oder Küste: Es gibt noch freie Unterkünfte

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Büsum an der Nordsee in Schleswig-Holstein: Wetterfeste Kleidung anziehen und es kann losgehen.
© imago images/Chris Emil Janßen, Chris Emil Janssen via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In Niedersachsen können Urlauber zwischen Harz, Heide oder Küste wählen: Überall gibt es noch freie Unterkünfte zu Pfingsten, melden Tourismusverbände. Im Harz und in der Heide sind noch freie Hotels und Ferienwohnungen zu buchen – an der Küste ist das Angebot etwas knapper. "Es ist aber noch möglich, spontan etwas zu finden", sagt Wiebke Leverenz von der Ostfriesland Tourismus GmbH. Sie empfiehlt Kurzentschlossenen, die örtlichen Zimmervermittlungen anzufragen oder bei Internet-Angeboten die Anbieter selbst zu kontaktieren. Auch auf den Inseln sind noch Zimmer frei.

Leinen los heißt es pünktlich zu Pfingsten bei Ausflugsschiffen in Rheinland-Pfalz und Hessen. "Bei uns herrscht Aufbruchstimmung. Das Telefon klingelt wieder häufiger, die Leute waren lange genug eingeschlossen. Sie wollen einfach raus, sie sehen die Bilder vom Urlaub im Norden", sagt etwa die Sprecherin der Schifffahrtsgesellschaft Köln-Düsseldorfer (KD), Nicole Becker. An diesem Samstag (22. Mai) starten im Welterbe Oberes Mittelrheintal KD-Rundfahrten zwischen Boppard und St. Goar nahe dem berühmten Loreley-Felsen sowie zwischen Rüdesheim und Bacharach. Hinzu kommen KD-Moselrundfahrten bei Cochem.

Sommerstimmung dürfte bei all dem allerdings nicht aufkommen: Das Sturmtief Marco ist im Anmarsch und bringt uns Schmuddelwetter mit – wo es ungemütlich wird, sehen Sie hier.

Video: So ist die Corona-Lage in Deutschland

ADAC rechnet mit Reisewelle und Staus

Über die Osterfeiertage hatte die Bahn eine Auslastung in den Zügen von 25 bis 30 Prozent verzeichnet. Normalerweise ist die Auslastung fast doppelt so hoch. Aktuell seien die Züge zu rund 20 Prozent ausgelastet. "Für das kommende Wochenende erwarten wir mehr Reisende", hieß es.

Auch der ADAC rechnet ab dem Freitagnachmittag mit einer ersten Reisewelle. Insbesondere an den Autobahnbaustellen in Niedersachsen gebe es Staugefahr. Auch bereits vor dem eigentlichen Rückreisetag Montag kann es laut ADAC auf Niedersachsens Straßen voll werden, da das übliche Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen wegen der Corona-Pandemie in Niedersachsen noch aufgehoben ist.

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Könnten in Deutschland bereits mehr Menschen geschützt sein? Wer trägt die Schuld am Impf-Desaster? Die Bundesregierung? Die EU? Die Hersteller? Oder die Bundesländer? Die Dokumentation geht den Verantwortlichkeiten auf den Grund. Auf TVNOW: "Zwischen Hoffnung und Tod"

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(dpa / iel)