Hilfe für Feuerwehrfamilie Krebs trifft beide Eltern – Sabine und Günter versuchen, für ihre Kinder „stark zu sein“

Sie kämpfen zeitgleich gegen Krebs – und denken doch nur an ihre Kinder!
Sabine und Günter Schulz aus Troisdorf bei Köln sind seit 13 Jahren zusammen und haben drei Kinder. In ihrer Freizeit engagieren sie sich in der Feuerwehr und helfen anderen. Doch jetzt sind sie es, die dringend Hilfe benötigen. Denn während Günter gegen seinen Knochenmark-Krebs kämpft, erkrankt auch seine Frau Sabine an Krebs.
„Was ich letztes Jahr mit meinem Mann durchgemacht habe, das kann man sich kaum vorstellen”
Seit dem 8. April 2025 ist alles anders! Der 39-Jährige erhält nach Monaten voller Rückenschmerzen seine Diagnose: Multiples Myelom, Knochenmark-Krebs. Günter muss operiert werden, ein Halswirbel wird ihm entfernt. Doch durch den Druck auf das Rückenmark kam es zu einer Teilquerschnittslähmung der Beine. Das Stehen und Laufen muss der Unterbrandmeister neu erlernen. Lange Zeit ist er auf Rollstuhl und Krücken angewiesen.
Immer an seiner Seite: Sabine und die Kinder (5, 7 und 15). „Was ich letztes Jahr mit meinem Mann durchgemacht habe, das kann man sich kaum vorstellen”, sagt die 44-Jährige im RTL-Interview.
Nach Günter erkrankt auch Sabine an Krebs – doch für ihre Kinder wollen sie stark sein
Gerade als Günter die Stammzellentherapie und zahlreiche Krankenhausaufenthalte hinter sich hat, bemerkt Sabine einen Knoten in ihrer Brust. Nur eine Woche später erhält sie ihre Brustkrebsdiagnose. Auch zwei Lymphknoten sind befallen. Vor wenigen Tagen beginnt ihre Chemotherapie, danach sind Strahlentherapie und Operation geplant.
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Besonders belastend: Während die 44-Jährige behandelt wird, befindet sich auch Günter weiterhin auf seiner Genesungsreise, seine Reha steht kurz bevor. Denn nach aktuellem medizinischem Stand ist Günters Krebs nicht heilbar. Er kann lediglich durch intensive Therapien im Fortschreiten gebremst werden.
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„Wir versuchen trotzdem, ein normales Leben zu führen, gerade für unsere Kinder“, sagt die Feuerwehrfrau. „Die sollen ein normales Leben führen können. Dafür versuchen wir, stark zu sein.“ Dies im Alltag zu leben, sei alles andere als leicht. Denn der Ordnungsamt-Mitarbeiter Günter ist seit einem Dreivierteljahr krankgeschrieben, er bekommt deshalb nur noch Krankengeld. Fraglich ist auch, ob Sabine trotz Chemotherapie weiterhin ihren zwei Jobs nachgehen kann.
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„Feuerwehrfamilie in Not!“: Spendenaufruf für krebskranke Eltern sammelt 90.000 Euro
Familienfreundin Katharina Jordan sowie Löschgruppenfüherr Marcus Breuer haben darum eine Spendenkampagne auf GoFundMe gestartet. „Sabine und Günni sind hilfsbereit und immer zur Stelle, wenn Unterstützung gebraucht wird“, erklärt die Organisatorin bei RTL. Mit dem Spendenaufruf „3 Kinder. 2 krebskranke Eltern. Feuerwehrfamilie in Not!“ wolle man neben der alltäglichen Unterstützung versuchen, zu helfen.
Mit Erfolg: Innerhalb weniger Tage kamen bereits mehr als 90.000 Euro (Stand: 31. Januar) zusammen. „Das gibt Hoffnung und das gibt Mut”, erklärt Katharina Jordan. Auch Sabine und Günter Schulz hätten mit der Spendenbereitschaft niemals gerechnet, wie sie erklären. „Es sind riesengroße Fragezeichen, was im nächsten halben Jahr passiert. Mit dem Geld werden finanzielle Ängste genommen. Besonders wegen der Kinder ist das sehr erleichternd”, erklärt die Dreifachmutter.
Die Spenden lassen bei Sabine und Günter Schulz sogar erste Träume nach ihrem Krebskampf aufkommen: Zwar haben die beiden vor mehr als zehn Jahren geheiratet, doch eine Hochzeitsreise hat es nie gegeben, erzählen sie im RTL-Interview. Und das würden sie gerne nachholen – jetzt erst recht!
Verwendete Quellen: GoFundMe und eigene RTL-Recherche



