Nach Horror-Unfall in Mexiko Wird Olli (2) je ohne Maschinen atmen können? Das sagen die Ärzte

Was kann dieser starke Junge noch alles schaffen?
Auf Bildern von Oliver Staub sticht eins immer ins Auge: der dicke weiße Schlauch, der dem Zweijährigen aus dem Hals ragt. Der kleine Junge aus Deutschland ist seit seinem Unfall im Mexiko-Urlaub auf ein Beatmungsgerät angewiesen. Seine Eltern hoffen, dass er irgendwann wieder ohne Hilfe Luft holen kann. Zwei Lungenspezialisten haben Olli am 27. Januar untersucht und kamen zu einem eindeutigen Ergebnis.
Olli ist seit neun Monaten auf ein Beatmungsgerät angewiesen
„Er atmet, viel zu kurz und zu wenig, dass wir ihn abstöpseln könnten. Aber wir müssen jetzt diesen Weg machen, der Training braucht”, sagt Ollis Vater Stefan Staub RTL. Und er macht klar: „Wir gehen den Weg mit Oliver!”
Lese-Tipp: Kleiner Olli (2) schafft erste Bewegungen mit seinem Bein
Die restlichen Fortschritte machen Hoffnung, aber die Nachrichten der Lungenärzte sind ein kleiner Rückschlag. „Nach neun Monaten ist es unglaublich schwer, wieder vom Beatmungsgerät wegzukommen”, sagt Stefan Staub im Gespräch mit RTL. „Ich hatte die Hoffnung, dass wir im Oktober ohne Gerät reisen können, aber das ist scheinbar unrealistisch.”

Die Familie sei nach der Untersuchung sehr frustriert gewesen. Die Eltern hatten gehofft, dass Olli schneller wieder selbstständig werden könnte. Bei Mama Laura flossen sogar Tränen!
Oliver Staubs Leben stand mehrfach auf der Kippe
Das Thema beschäftigt Stefan und Laura Staub gerade enorm. Olli wurde bei dem Autounfall schwer an der Halswirbelsäule verletzt – so schwer, dass sein Leben mehrmals auf der Kippe stand und die Ärzte befürchteten, er könnte für immer querschnittsgelähmt sein. Aber der Junge überrascht sein gesamtes Umfeld aus Familie, Ärzten und Pflegern immer wieder.

Eine Verletzung wie die von Olli, würde normalerweise bedeuten, dass man nicht mehr unabhängig atmen kann, erklärt sein Papa in einem Blogbeitrag. Doch bei Olli ist das anders: Der Zweijährige kann seine Atmung noch selbst steuern, das Gerät helfe ihm nur, die Atemzüge auch zu Ende zu führen. „Das nennt man assistierte Beatmung“, erklärt Stefan Staub.
Im Video: Kleiner Olli (2) bewegt Arme und Beine zum ersten Mal
Olli muss erst wieder lernen, allein zu atmen
Die beiden Lungenspezialisten, die Olli untersucht haben, wollen die Familie nun dabei unterstützen, einen Plan zu entwickeln, wie Olli das Luftholen ohne Hilfe wieder lernen kann. „Das ist kein schneller Prozess. Aber es ist ein realistischer“, glaubt der Vater.
Lese-Tipp: Endlich ist die Halskrause ab! Kleiner Olli (2) gibt nach Unfall nicht auf
„Oliver muss erst in ein Alter kommen, in dem er versteht, was Atmen bedeutet. Indem er uns sagen kann, wie es sich anfühlt. Ob er den Atem bewusst steuern kann“, erklärt der Vater. Weil sein Sohn noch so klein war, als der Unfall passierte und inzwischen seit fast neun Monaten beatmet wird, hat sich sein Körper daran gewöhnt. Die Spezialisten schätzen, dass es ein bis drei Jahre dauern könnte, bis Olli ganz ohne Beatmungsgerät leben kann.
Es könnte noch Jahre dauern, bis Olli ganz ohne Beatmung auskommt
Trotzdem wollen die Staubs positiv bleiben. „Die Aussicht, dass Oliver vielleicht in ein paar Jahren selbst atmet“ sei etwas Großes. „Ihr werdet Oliver weiterhin mit Beatmungsgerät sehen“, kündigte er an, aber die Familie will ihm helfen, wieder allein atmen zu lernen. Die Spezialisten bestätigten den Eltern, dass das mit etwas Zeit und Geduld realistisch ist.
Ollis Familie ist auch weiterhin auf Spenden angewiesen, denn genau wie die Behandlungen und Therapien für den Zweijährigen laufen auch die Kosten immer weiter. Darum haben Freunde der Familie von Olli eine GoFundMe-Kampagne gestartet.
Verwendete Quellen: Unsere Reise mit Oliver, Instagram


