Verteilt in ganz HamburgNach 70 Absagen! Dieser Mann sucht mit großen Plakaten nach einem Job

Für seine Suche gibt er einen Haufen Geld aus!
Um endlich wieder ins Jobleben starten zu können, schreibt Benedikt Grasmann unzählige Bewerbungen. Die bringen allerdings nur eine Absage nach der anderen. Weil er sich dann nicht mehr anders zu helfen weiß, greift der 46-Jährige tief ins Portemonnaie und setzt auf eine besonders kreative Idee.
Alle Bewerbungsversuche sind erfolglos
Benedikt Grasmann studiert BWL in Hamburg und arbeitet eigentlich sein ganzes Leben lang in der Entertainment-Branche. Zuletzt viele Jahre als Produktmanager. Vor zwei Jahren ändert sich die Branche und immer mehr Stellen werden eingespart. Irgendwann auch die des 46-Jährigen. „Ich habe das auch selbst im Arbeitsleben gemerkt, dass ich immer weniger Marketingbudget zur Verfügung hatte, um die Produkte ordentlich an den Mann oder die Frau zu bringen. Und so fiel ich einer der Sparmaßnahmen zum Opfer”, erzählt der Hamburger im Gespräch mit RTL.
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Zunächst sieht er die Lage ganz entspannt, lebt von Rücklagen und nutzt die neu gewonnene Zeit, um zu reisen. Doch Ende 2024 möchte er dann endlich wieder ins Arbeitsleben starten. Rund 70 Bewerbungen und 70 Absagen später, setzt bei ihm dann langsam die Verzweiflung ein. „Und nun habe ich gedacht: Okay, dann gehe ich mal richtig raus, haue jetzt mal richtig auf die Trommel und mache mal diese Plakat-Aktion, die ich vor einigen Jahren schon mal aufgeschnappt habe von jemandem“, erklärt Benedikt Grasmann.
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Er nimmt ordentlich Geld in die Hand
Der 46-Jährige macht Nägel mit Köpfen und beschließt: Ganz Hamburg soll seine Bewerbung für einen neuen Job auf riesigen Plakaten sehen. „Dann ging es als Erstes los mit der Recherche eines Plakatanbieters, das war relativ easy. Mir war es wichtig, dass ich hochfrequentierte, prominente Standorte innerhalb Hamburgs erwische.“
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Letztendlich sucht sich der 46-Jährige neun Standorte aus, an denen seine Plakate hängen sollen. Bis auf den Druck und das Plakatieren macht Benedikt Grasmann alles selbst, auch um Kosten zu sparen. Billig ist die ganze Aktion aber trotzdem nicht. „Ich habe ungefähr 10.000 Euro ausgegeben. Da ist nicht nur die Plakation an sich, sondern das beinhaltet auch so was wie einen Fototermin beim Fotografen“, erläutert Grasmann im Gespräch mit RTL. Auf der hohen Kante hat er das Geld nach längerer Arbeitslosigkeit aber nicht einfach so, nur durch eine Steuerrückerstattung kann er sich diese Investition leisten.
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Noch gibt es kein konkretes Angebot
Insgesamt zehn Tage hängen die Plakate, Freitag (23. Januar) wurden sie dann wieder abgehängt. Für Benedikt Grasmann hat sich die Aktion aber in jedem Fall gelohnt, auch, wenn bisher kein richtiges Angebot hereinkam. „Im Moment ist es extrem spannend, weil ich wirklich jeden Tag Zuschriften bekomme und sich daraus eventuell neue Möglichkeiten ergeben und vielleicht kommt ja dann doch noch das ein oder andere Jobangebot, das dann auch wirklich passt.“ Auf seiner Webseite hat der 46-Jährige seine Bewerbung nach wie vor online.
Verwendete Quelle: Eigene RTL-Recherche


































