Warnung des Deutschen WetterdienstesGlätte-Alarm! Deutschland rutscht in den Dienstag

Heute bessert vorsichtig fahren!
Schnee und Regen können auch am Dienstag (27. Januar) den Verkehr deutschlandweit ausbremsen. Fußgänger müssen sich auf glatte Wege einstellen. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Deutscher Wetterdienst warnt vor Glätte in ganz Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für große Teile Deutschlands eine Warnung vor markanter Glätte heraus. Sie gilt bis in den späten Dienstagmorgen (27. Januar) hinein von Hamburg bis zur Mitte Bayerns, für große Gebiete Nordrhein-Westfalens. Es wird empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Landesteilen wird Glätte nicht ausgeschlossen.
In der Nacht von Montag auf Dienstag blieb es zunächst weitestgehend ruhig, es kam nur zu wenigen Glätteunfällen wie zum Beispiel in Niedersachsen: In Hannover-Ricklingen rutschte kurz vor Mitternacht ein Auto in einen geparkten Wagen. In Nordenham (Landkreis Wesermarsch) kollidierte ein Wagen wegen Glätte am frühen Morgen mit einer Straßeninsel.
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Glätte-Alarm seit Wochenbeginn
Bereits am Montag (26. Januar) hatten Fahrer, Reisende und Fußgänger mit den Folgen von Schnee und Eisregen zu kämpfen - und wurden auf eine Geduldprobe gestellt. Am Reiskirchener Dreieck bei Gießen etwa harrten Menschen stundenlang in ihren Autos aus. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr mit Getränken und Decken versorgt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen.
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Seit Sonntagabend (25. Januar) überquerte eine Front mit Niederschlägen Deutschland von Südwesten nach Nordosten. Auf glatten Straßen ereigneten sich bereits zu Wochenbeginn Hunderte Unfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken.

In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr am Montag (26. Januar) wegen vereister Oberleitungen eingestellt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Dienstagvormittag weiter eingestellt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit. „Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.”
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Winterdienste im Dauereinsatz
Die Winterdienste in den Städten sind im Dauereinsatz. In Hamburg sind wegen überfrierender Nässe seit 3.00 Uhr 728 Einsatzkräfte mit mehr als 360 Fahrzeugen unterwegs, um unter anderem wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr, ein ausgewähltes Radwegenetz und Bushaltestellen zu räumen und zu streuen, teilte die Stadtreinigung Hamburg mit.

Die Stadtreinigung bittet alle Verkehrsteilnehmer um Vorsicht, da es trotz des umfangreichen Einsatzes weiterhin glatt sein kann. Außerdem erinnert sie daran, dass Anlieger selbst für das Räumen und Streuen der Gehwege, die nicht in der Zuständigkeit der Stadtreinigung liegen, verantwortlich sind. Dafür sei an Werktagen bis 8.30 Uhr Zeit.
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Ist bei der Bahn weiter mit Behinderungen zu rechnen?

Mit Weichenstörungen, vereisten Oberleitungen und Schneeverwehungen hatte auch die Deutsche Bahn zu Wochenstart zu kämpfen. Am Dienstag (27. Januar) will sie wieder Fernverkehrszüge in Richtung Ostsee fahren lassen. Mit Betriebsbeginn am Morgen sollten die Verbindungen wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen mit. Zu Wochenbeginn fuhr kein Fernverkehr auf den Strecken Berlin-Stralsund und Berlin-Rostock. Behinderungen gab es in anderen Regionen.
Mit Blick auf Prognosen, wonach es am Dienstagnachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-Württembergs gefrierenden Regen mit erheblicher Glättegefahr geben könnte, schrieb die Bahn: „Das kann zu Vereisungen von Weichen und Oberleitungen führen und den Bahnverkehr vorübergehend beeinträchtigen.”
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Wie geht es mit dem Winterwetter weiter?
Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen - deswegen blieben viele Schulen geschlossen. Auch am Dienstag (27. Januar) dürfte nicht alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in mehreren Landkreisen sowie in den Städten Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg und Fürth keinen Unterricht an den Schulen geben.
Und es geht gefährlich weiter, die Glatteisgefahr ist noch nicht gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen. (lha)
Verwendete Quellen: dpa, DWD































