Am Donnerstag geht es losGroßübung der Bundeswehr: Hamburg übt für den Ernstfall

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Schon im September 2025 durchliefen Bundeswehrsoldaten die Großübung „Red Storm Bravo”.
Bodo Marks/dpa

Sie üben für den NATO-Bündnisfall.
Bundeswehr, Behörden, Hilfsorganisationen und Unternehmen bereiten sich in Hamburg auf mögliche Krisensituationen vor. Ziel der Großübung „Red Storm Charlie” ist es, Abläufe frühzeitig zu trainieren, bevor nationale oder internationale Sicherheitslagen eintreten.

500 Soldaten sind im Einsatz

Vom 24. bis 26. September wird Hamburg bereits zum dritten Mal zum Übungsgebiet: Rund 500 Soldaten und Zivilisten trainieren dann mögliche Ausnahmesituationen. Neben der Bundeswehr sind auch die Feuerwehr, die Polizei Hamburg, das Technische Hilfswerk, Landesbehörden sowie Unternehmen wie Airbus, der Hamburger Hafen und die Hamburg Port Authority an den Übungen beteiligt. Dabei werden Szenarien wie ein Chemieunfall, verletzte Soldaten, Sabotage und der Verwundetentransport geübt.

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Kolonnenfahrten und Hubschrauber über Hamburg

„Wie auch im vergangenen Jahr bei Red Storm Bravo trainieren wir bei Red Storm Charlie die Verlegung von Truppen und Material an die Ostflanke des Bündnisgebietes“, so Kapitän zur See Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg. Die Kolonnenfahrt bei Nacht kann für Beeinträchtigungen auf Hamburgs Straßen sorgen. Auch nachts werden Hubschrauber im Einsatz sein. Dadurch kann es in Teilen der Stadt zeitweise lauter werden.

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Demonstration erwartet

„Verteidigung und Resilienz sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nicht allein von der Bundeswehr geleistet werden können. Deswegen nehmen an Red Storm Charlie auch zivile Blaulichtorganisationen, Hamburger Behörden und Unternehmen der Hafen- und Logistikbranche teil“, sagt Kommandeur Leonards. Doch das sehen nicht alle so:

Kritik an der Übung kommt vom Bündnis „Kein NATO-Hafen“. Am 26. September um 14 Uhr ruft das Bündnis zu einer Demonstration am Jungfernstieg auf. Es kritisiert, dass Kriegsszenarien - unter anderem am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und am Hamburger Hafen - geprobt werden. Stattdessen fordert es, das UKE als öffentliche Gesundheitseinrichtung und den Hafen als öffentliche Infrastruktur weiterzuentwickeln.

Verwendete Quellen: Bundeswehr, eigene RTL-Recherche