Über zwei Kilometer vom Ufer entferntWattwanderer steckt im Schlick fest − Rettungseinsatz aus der Luft!

Notfall im Watt
Der Unfall passiert an der Badestelle im Büsumer Deichhausen.
Freiwillige Feuerwehr Büsum

Dramatischer Einsatz im Wattenmeer!
Mehrere Kilometer vor der Küste nahe Büsum (Schleswig-Holstein) bleibt ein Wanderer plötzlich im Schlick stecken. Aus eigener Kraft kann er sich nicht befreien. Die Feuerwehr rückt aus – doch die Rettung gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Retter plötzlich selbst „total entkräftet”

Für einen Wanderer einer vierköpfigen Gruppe wird der Ausflug ins Watt am Sonntag (21. Juni) plötzlich zur Gefahr: 2,5 Kilometer von der Deichlinie entfernt sackt er bis zu den Knien im weichen Schlick ein und kann sich nicht mehr befreien. Die Feuerwehr wird alarmiert, mehrere Einsatzkräfte machen sich auf den Weg zu der im Schlick gefangenen Person. Doch auch die Retter haben mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen!

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Der Wattboden ist so weich, dass sie nicht bis zu dem Wanderer vordringen können. „Die Feuerwehrkameraden waren selber stecken geblieben und sind gar nicht erst bis zu der Stelle gekommen“, berichtet der Büsumer Feuerwehrsprecher Jens Albrecht im Gespräch mit RTL. „Die wurden dann auch eingesammelt, weil die selber total entkräftet waren.“ Weil eine Rettung über den Wattboden nicht möglich ist, wird ein Rettungshubschrauber angefordert. Mithilfe einer Seilwinde gelingt es schließlich, die Person aus ihrer misslichen Lage zu befreien und sicher an Land zu bringen.

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Feuerwehr warnt vor Wattgefahren

Die Feuerwehr nutzt den Vorfall erneut als Warnung: Der Boden wirke oft stabil, könne aber plötzlich nachgeben. Wer ins Watt geht, sollte sich gut auskennen oder besser an einer geführten Tour teilnehmen. Auch Ebbe und Flut und wechselnde Untergründe sollten unbedingt beachtet werden.

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„Wenn man merkt, dass man in so einen weichen Bereichen kommt, dass man nicht weiter da noch hineingeht, vielleicht auf dem Weg zurückgeht, wo man gekommen ist auf dem festen Boden”, rät Jens Albrecht von der Feuerwehr Büsum.
Auch die Entfernung zur Küste spielt eine wichtige Rolle: „Vor allem wenn man den sicheren Küstenbereich verlässt! Die waren schon relativ weit draußen und dann in einer Gegend, wo das Watt nicht grade so fest ist.“

Verwendete Quellen: Feuerwehr Büsum, dpa