Tatverdächtiger festgenommenAngriff auf Synagoge in Wuppertal!

Zentralrat der Juden reagiert entsetzt!
Ein Mann soll am Donnerstagnachmittag mehrere mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Beutel an einem Nebeneingang des Gotteshauses angezündet haben. Der Tatverdächtige konnte festgenommen werden. Verletzt wurde niemand. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar.
Mann soll Brandsätze an Synagoge entzündet haben
Der Angriff ereignet sich am Donnerstagnachmittag an der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal. Nach Informationen der „Jüdischen Allgemeinen“ wirft ein Mann mehrere mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Beutel gegen einen Nebeneingang und setzt sie anschließend in Brand. Danach flüchtet er.
Das Feuer kann dem Bericht zufolge innerhalb weniger Minuten gelöscht werden. Menschen werden nicht verletzt.
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Die Polizei kann einen Tatverdächtigen festnehmen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen. Zu einem möglichen Motiv liegen zunächst keine gesicherten Informationen vor.
Zentralrat: „Fortschreitende Normalisierung des Judenhasses“
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, reagiert mit deutlichen Worten auf den Angriff. Besonders verstöre ihn, mit welcher Ruhe der Täter am helllichten Tag vorgegangen sei. Schuster sieht darin ein Zeichen für eine „fortschreitende Normalisierung des Judenhasses“.
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Auch der Zeitpunkt bereitet ihm Sorgen. In wenigen Tagen beginnt mit Jom Kippur der höchste jüdische Feiertag. Schuster verweist darauf, dass jüdische Feiertage in der Vergangenheit wiederholt für antisemitische Gewalttaten gewählt worden seien. Die Sicherheitsbehörden seien deshalb gefordert, Gottesdienste und jüdisches Leben zu schützen.
Gleichzeitig macht Schuster deutlich, dass sich Jüdinnen und Juden durch den Angriff nicht einschüchtern lassen wollen: Die Synagogen würden an Jom Kippur voll sein, die jüdischen Gemeinden ließen sich nicht davon abhalten, ihre Religion zu leben.
Schon 2014 Angriff auf Wuppertaler Synagoge
Es ist nicht das erste Mal, dass die Wuppertaler Synagoge Ziel eines Angriffs wird. Im Juli 2014 warfen drei Männer mehrere mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Flaschen auf das Gebäude. Sie wurden später zu Bewährungsstrafen verurteilt. Dass das Gericht damals kein antisemitisches Motiv feststellen konnte, sorgte für heftige Kritik.
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Die Zahl der dokumentierten antisemitischen Vorfälle in Nordrhein-Westfalen ist zuletzt deutlich gestiegen. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Nordrhein-Westfalen registrierte für 2025 insgesamt 1102 verifizierte Vorfälle. Das waren 17 Prozent mehr als im Vorjahr mit 940 Fällen.
Verwendete Quellen: Jüdische Allgemeine
































