Akit (13) wird gemobbt und nach Messerattacke zum PflegefallTeenie nach brutalem Angriff vor Gericht - dann eskaliert die Situation

Die Messerattacke passierte vor den Augen zahlreicher Schüler!
Akit ist gerade einmal 13 Jahre alt – und möglicherweise für den Rest seines Lebens auf Pflege angewiesen. Ende März wird der Junge vor der Stadtteilschule Flottbek in Hamburg mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Ein damals 15-Jähriger soll fünfmal auf seinen Oberkörper und Kopf eingestochen haben. Jetzt, sechs Monate später, steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.
„Wir sind nicht mehr die frühere Familie“
Am Dienstag (29. September) hat vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gegen den inzwischen 16 Jahre alten Angeklagten begonnen. Weil er minderjährig ist, findet die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
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Akits Eltern treten als Nebenkläger auf. Auch seine beiden ältesten Schwestern Zelan und Laila sind zum Prozessauftakt gekommen. Die vergangenen sechs Monate haben das Leben der gesamten Familie verändert. „Uns geht es auch schlecht. Immer noch. Seitdem hat sich bei uns viel geändert. Wir sind nicht mehr die frühere Familie. Wir waren immer fröhlich”, sagt Laila M., die Schwester des Opfers, im Gespräch mit RTL.
16-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt
Der Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft in einer Jugendstrafanstalt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag in Tateinheit mit schwerer und gefährlicher Körperverletzung vor. „Der Angeklagte soll am Tattag auf den Geschädigten getroffen sein. Es soll eine körperliche Auseinandersetzung zwischen beiden gegeben haben. Und im weiteren Verlauf soll der Angeklagte plötzlich ein Messer gezogen haben und mit diesem Messer fünf Mal in den Bereich des Oberkörpers und Kopfes des Geschädigten gestochen habe”, sagt Melina Traumann von der Staatsanwaltschaft Hamburg.
Die Attacke ereignete sich Ende März vor der Stadtteilschule Flottbek – vor den Augen zahlreicher Kinder und Jugendlicher. Neben der Messerattacke werden in dem Prozess weitere Straftaten verhandelt, die der Jugendliche zuvor begangen haben soll. Sie stehen allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Angriff auf Akit.
Nach Verhandlungsende kochen die Emotionen hoch. Als die Mutter des Angeklagten den Gerichtssaal verlässt, wird sie auf dem Flur von Akits Familie angeschrien. Die Angehörigen machen ihrem Schmerz und ihrer Wut Luft – die Anspannung nach dem ersten Prozesstag ist deutlich zu spüren.
Akit wurde vor der Tat gemobbt
Nach Angaben seiner Schwestern soll es eine Vorgeschichte gegeben haben. Akit sei erst kurz zuvor auf die Stadtteilschule Flottbek gewechselt und dort gemobbt und attackiert worden. Die Familie habe versucht, den 13-Jährigen zu schützen und sich vor der Tat an Behörden gewandt.
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Akits Schwestern hoffen nun auf Konsequenzen – und darauf, dass sich ein Fall wie der ihres Bruders nicht wiederholt. „Das war für uns der schlimmste Schmerz. Und wir möchten nicht, dass das noch mal erlebt wird”, sagt Laila M. „Wir wollen ein festes Gesetze haben, damit dieser Junge nicht mehr rauskommt und einfach seine Strafe bekommt.”
Für Akit könnten die Folgen der Attacke ein Leben lang bleiben. Der 13-Jährige ist seit dem Angriff ein Pflegefall. Ob er sich jemals vollständig von seinen schweren Verletzungen erholen wird, ist ungewiss. Dem angeklagten 16-Jährigen drohen bei einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht bis zu zehn Jahre Jugendstrafe.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen
































