Eurofighter begleiten Corendon-BoeingFlughafen Nürnberg wegen „unbestätigter Luftnotlage” geschlossen – Flugzeug sendet Notfallcode für Entführungen

Ein Flugzeug der Corendon Airlines wurde bei der Landung von Eurofightern begleitet.
Eine Boeing der Corendon Airlines wurde bei der Landung von Eurofightern begleitet. (Symbolbild)
picture alliance / Wolfgang Minich
von Yannick Seeber, Roger Saha und Anke Jonschker

Alarm um 12.15 Uhr!
Die Polizei hat den Flughafen in Nürnberg am Dienstag kurzzeitig abgesperrt. „Wir gehen von einer mutmaßlichen Luftnotlage aus”, sagte ein Polizeisprecher zur Deutschen-Presse-Agentur. Zu dem Polizeieinsatz kam es kurz vor der Landung eines Flugs von der griechischen Insel Korfu. Dieser sollte gegen 12.15 Uhr planmäßig in Nürnberg landen und meldete den Code 7500 – einen Entführungsfall.

Eurofighter begleiten Passagiermaschine aus Korfu

Am Nürnberger Flughafen kommt es am Dienstagmittag (13. Oktober) zu einem weiteren außergewöhnlichen Vorfall. Wegen einer möglichen Notlage begleiten Eurofighter ein Passagierflugzeug, das von der griechischen Insel Korfu kommt. Die Maschine von Corendon Airlines kann sicher in Nürnberg landen, wie ein Flughafensprecher bestätigt.

Aus dem Cockpit sei der Code „7500” (Entführungsfall) gesendet worden, zudem sei der Pilot per Funk nicht mehr zu erreichen gewesen. Sicherheitshalber wurden daraufhin diverse Alarmstarts ausgelöst, teilt die Polizei Mittelfranken mit.

Eine Sprecherin der Corendon Airlines antwortet auf RTL-Anfrage: „Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen 9H-CXD, die am 13. Oktober 2026 den Corendon Airlines Flug XR456 von Korfu nach Nürnberg durchführte, meldete um 09 Uhr (UTC) im kroatischen Luftraum aufgrund einer kurzzeitigen Störung des Funkkommunikationssystems einen Notfallcode.”

Die Situation sei umgehend überwacht, entsprechende Untersuchungen unverzüglich eingeleitet und alle notwendigen Vorkehrungen getroffen worden. Weiter heißt es: „Das Flugzeug landete sicher am Flughafen Nürnberg. Corendon Airlines betont ausdrücklich, dass zu keinem Zeitpunkt eine tatsächliche Notfallsituation bestand und dass weder die 178 Passagiere noch die sechs Besatzungsmitglieder oder das Flugzeug zu irgendeinem Zeitpunkt gefährdet waren.”

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Auch ein Sprecher der Luftwaffe bestätigt auf RTL-Anfrage, dass „die Alarmrotte, bestehend aus zwei Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter aus Neuburg a.d. Donau alarmiert wurde. Dabei wurde ein ziviles Flugzeug, mit Ziel Flughafen Nürnberg, abgefangen und bis zur Landung begleitet.” Anschließend seien die Eurofighter im Luftraum über dem Flughafen verblieben, bis ein erneuter Start des abgefangenen Flugzeugs ausgeschlossen werden konnte.

Um 13.14 Uhr folgt das Update: „Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht”, teilte die Polizei mit. Mittlerweile ist der Flugbetrieb am Albrecht-Dürer-Flughafen wieder aufgenommen worden.

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Drohnensichtung in der Nacht zu Dienstag

Drei Piloten melden in der Nacht unabhängig voneinander ein verdächtiges Flugobjekt, kurz darauf wird der Flugverkehr am Nürnberger Flughafen eingeschränkt! In der Nacht zu Dienstag (13. Oktober) kommt es am Albrecht-Dürer-Airport zu einem Polizeieinsatz. Zwischen 2 und 4 Uhr beobachten die Piloten während ihrer Start- beziehungsweise Landevorgänge ein unbekanntes Objekt am Himmel. Der Verdacht: Es könnte sich um eine Drohne handeln.

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Wie die Polizei Mittelfranken mitteilt, leitet die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen daraufhin umgehend eine Suche ein. In enger Abstimmung mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung versuchen die Einsatzkräfte, das verdächtige Objekt aufzuspüren. Dabei kommt sogar ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Doch die Suche bleibt erfolglos. Die Beamten können das gemeldete Flugobjekt nicht ausfindig machen. Ob tatsächlich eine Drohne über dem Flughafen unterwegs war, ist damit weiterhin unklar.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa, Polizei Mittelfranken