Kolumne von Sebastian Priggemeier

Papa spart: 200 Euro mehr am Monatsende dank 3-Tage-Regel?

Disziplin hilft dabei, im Alltag Geld anzusparen
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11. September 2020 - 15:10 Uhr

Simple und doch geniale Taktik gegen Spontankäufe

Ob ich spontan bin? Spontan könnte mein zweiter Vorname sein. Leider hat diese Eigenschaft nicht nur Vorteile. Absolut nicht. Das zeigt sich besonders bei Shopping-Touren mit Frau und Kind. Oder auf dem Sofa, beim Chillaxen mit Laptop: "Oh, schicke Schuhe! Und 50 Prozent günstiger als sonst - ab in den Warenkorb." Das gleiche Spiel im Supermarkt. Problem: Mit der Zeit leppern sich diese Beträge. Spontane Lustkäufe kosten mich pro Monat zwischen 200 und 300 Euro, wie ich neulich durch einen Blick in mein Haushaltsbuch feststellte. Muss das sein? Ich denke nicht! Und es gibt einen simplen Mental-Trick, der Lustkäufe auf ein Minimum reduzieren soll: Die 3-Tage-Regel oder auch Rappaport-Regel. Wie die funktioniert, erkläre ich hier.

Weisheit der Mutter ist Bares wert

Die Geschichte hinter der Regel geht so: Bloggerin Jamie Rappaport aus Pennsylvania in den USA war genervt, dass sie ständig ihre Eltern um Geld anpumpen musste, obwohl sie längst erwachsen war. Klar, wenn das Konto dauernd im Minus ist. Ihre Mutter gab ihr daraufhin einen Tipp, der Jamies Umgang mit Geld komplett veränderte - und letztendlich dazu führte, dass sie am Monatsende regelmäßig noch Geld übrig hatte, um zu sparen.

Welche Weisheit Mama Rappaport ihrer Tochter mitgab?
Eine total simple und doch geniale Taktik gegen Spontankäufe:
"Kind, wenn du etwas Tolles im Schaufenster siehst, lass immer drei Tage vergehen. Wenn du es dann noch willst, kannst du es kaufen - und zwar ohne schlechtes Gewissen."  

Jamie war baff und baute den Tipp in ihren Alltag ein. Und das werde ich ab jetzt auch machen. Ergänzt um die zweite Regel, die Jamie sich auferlegt hat, um aus den Miesen zu kommen. Denn auch die erscheint mir extrem sinnvoll.

Die goldenen Regeln für mehr Geld am Monatsende:

  1. Drei Tage über jeden an sich unnötigen Einkauf nachdenken
  2. Keine Dinge mehr kaufen, von denen man nur einmal etwas hat (beispielsweise Coffee to go oder Fastfood)

Die 3-Tage-Regel hat noch einen ziemlich netten Nebeneffekt...

Jamies Bilanz nach dem ersten Monat ohne Spontankäufe: Ihr blieben 200 US-Dollar mehr vom Gehalt als üblich. Außerdem zeigte sich ein ziemlich netter Nebeneffekt - das Minus in ihrem Leben war vom Konto auf die Waage gewandert. Sie hatte abgenommen. Wahrscheinlich auch, weil sie dank ihrer neuen Grundregeln nicht mehr dauernd in die Fastfood-Falle tappte und sich die Coffee-to-go-Kalorien sparte.

Klingt alles ziemlich gut, oder? Meinen ersten Alltags-Check haben die Regeln bestanden. Experten raten übrigens dazu, am Monatsanfang selbst ein Budget für Lustkäufe festzulegen und dieses eisern einzuhalten - zum Beispiel mit der Umschlag-Methode oder bei meinem Meal-Prep-Experiment.

Ich werde weiter diszipliniert die 3-Tage-Regeln zu befolgen und an dieser Stelle darüber berichten. Etwas Willenskraft ist ja schon nötig, aber es lohnt sich!

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