von Sebastian Priggemeier

Papa spart: Mit der 2-Euro-Challenge ein Finanzpolster aufbauen

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8. August 2019 - 5:56 Uhr

Simple Spartipps für Familien

Hier mal ein Eis, weil Sommer ist. Da neue Schühchen, weil die alten plötzlich nicht mehr passen. Ach ja, und zwischendurch noch schnell die Kita-Gebühr überweisen. Zack, wieder 200 Euro weg! Einfach durch die Finger geflossen - wie das Vanille-Eis, das meine Tochter Lene (4) eigentlich längst aufgeschleckt haben sollte. Was ich mich schon länger frage: Können Familien überhaupt Geld sparen? Also, etwas zur Seite legen, für schlechte Zeiten oder auch einfach für schöne Dinge? Experten sagen: Ja, das geht - mit den richtigen Spar-Methoden. Klingt mega interessant, wie ich finde. Deshalb ziehe ich die Moneten-Notbremse. In meiner Kolumne "Papa spart" werde ich von jetzt an zeigen, wie Familien mehr aus ihrem Geld machen. Los geht's mit der 2-Euro-Challenge.

Nebenbei Geld zur Seite legen mit der 2-Euro-Methode

Vorweg: Ich bin eigentlich absolut kein Spar-Typ oder Schnäppchen-Jäger, besonders geduldig war ich auch noch nie. Mein großes Problem sind spontane Lustkäufe. Impulsive Idiotien. Was das bedeutet? Naja, ich bin der Typ, der nach Feierabend von der U-Bahn in den Supermarkt stolpert und sich vor lauter Hunger den Einkaufskorb vollpackt. Leider fast täglich. Klar, langfristig muss das aufhören, damit ich finanziell Land sehe. Kurzfristig brauche ich als Spar-Einsteiger eine Methode, die simpel ist und Spaß macht. Etwas wie die 2-Euro-Challenge.

So funktioniert die Spar-Challenge
Im Alltag Geld zur Seite zu legen, ist total schwierig? Nicht unbedingt. Bei der 2-Euro-Challenge wandert einfach jede 2-Euro-Münze, die meine Frau und ich in die Finger (oder ins Portemonnaie) bekommen, direkt weiter in ein großes Einmachglas, das ich zur Spardose umgemodelt habe. 30 Tage lang. Und dann wird abgerechnet. Das Gute ist, dass eine 2-Euro-Münze zwar ihren Wert hat, aber nicht so wertvoll ist, dass sie in unserer Alltags-Kriegskasse wirklich fehlt. Gleichzeitig wächst der Geld-Haufen im Glas Stück für Stück. Ein Anblick, der sofort ein Erfolgserlebnis auslöst und irgendwie glücklich macht.

Es gilt das Prinzip: Kleinvieh macht auch Mist

2-Euro-Challenge
Aller Anfang ist schwer? Nicht bei der 2-Euro-Challenge. Mal sehen, wie viele Münzen noch zusammenkommen.
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Die Challenge funktioniert übrigens auch in abgewandelter Form. Denn das Ganze klappt natürlich genauso gut mit anderen Münzen oder Scheinen. Beliebt und effektiv ist beispielsweise die 5-Euro-Challenge, bei der die kleinen grünen Scheine für einen bestimmten Zeitraum beiseite gelegt werden.

Und was bringt das Ganze? Zum Teil hängt das davon ab, wie oft jemand mit Bargeld bezahlt. Letztendlich gilt das bekannte Prinzip: Kleinvieh macht auch Mist. Der erste Schritt ist wichtig, wenn man ein Ziel hat. Der Wille zum Sparen. Und den zeige ich jetzt. Mit einer Münze, die nicht gerade selten ist.

Auch ein schöner Nebenaspekt: Für meine Tochter ist das Ganze wie ein lustiges Spiel. Mama und Papa sammeln glitzernde Münzen! Sie lernt also gleich, dass Sparen Spaß macht - und hoffentlich etwas bringt.

Update nach 30 Tagen Spar-Challenge

2-Euro-Challenge bringt 30 Euro in 30 Tagen
Abgezählt: 30 Euro liegen nach einem Monat im Spar-Glas. Kein riesiger Batzen Geld - aber genug für einen Sushi-Abend mit der Ehefrau.
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Der Monat ist um, aber das Spar-Glas ist leider (noch) nicht prall gefüllt. Immerhin ist der Boden bedeckt mit 2-Euro-Stücken. Ich bin trotzdem zufrieden, schließlich sind an 30 Tagen insgesamt genau 30 Euro zusammengekommen. Da ich echt selten mit Bargeld bezahle, ist das ein annehmbares Ergebnis. Haben oder nicht haben, würde ich sagen. Für einen Sushi-Abend mit der Frau reicht es auf jeden Fall. Daraus wird allerdings eher nichts, denn sie hat Blut geleckt und möchte gerne weiter sparen.