Kolumne von Sebastian Priggemeier

Papa spart: Diese Neujahrs-Challenge bringt 1.378 Euro

Bei der 52-Wochen-Challenge kommt jede Woche ein Euro mehr ins Sparschwein
Bei der 52-Wochen-Challenge kommt jede Woche ein Euro mehr ins Sparschwein
© RTL.de

31. Dezember 2020 - 14:33 Uhr

52-Wochen-Spar-Methode im Selbstversuch

Wir haben eine neue Familien-Tradition: Am ersten Tag des Jahres setzen wir uns an den Küchentisch und beschriften 52 kleine Zettelchen – mit den Zahlen 1 bis 52. Nein, damit veranstalten wir keine private Lottoziehung, aber mit Geld hat das Ganze trotzdem etwas zu tun. Die Zettel brauchen wir nämlich für die 52-Wochen-Challenge, durch die wir in diesem Jahr 1.378 Euro angespart haben. Naja, eigentlich waren es sogar 2.756 Euro, denn meine Frau hat auch mitgemacht. Zwei dicke Einmachgläser voller Geldscheine sind in 365 Tagen zusammengekommen. Und zwar ganz nebenbei, ohne Verzicht. Wie genau wir das geschafft haben und mit welchem Trick die Challenge noch simpler wird, erkläre ich hier in meiner Kolumne "Papa spart".

So funktioniert die Spar-Challenge

Die Challenge an sich ist schnell erklärt, weil sie so einfach und logisch ist. Jede Woche wandert Geld ins Sparschwein. Und zwar nach folgendem System:

Kalenderwoche 1 der Challenge >> 1 Euro sparen,
In Kalenderwoche 52 landen dementsprechend 52 Euro im Sparschwein.
Kalenderwoche 2 >> 2 Euro sparen,
Kalenderwoche 3 >> 3 Euro sparen - und so weiter und so weiter.

Nach einem Jahr ist der angesparte Betrag dann auf 1.378 Euro angewachsen.

  • Geld, das ich als Familienvater super zur Finanzierung der Weihnachtsgeschenke nutzen kann - als eine Art selbst beschafftes Weihnachtsgeld sozusagen.
  • Oder für einen Kurzurlaub mit der Familie.
  • Oder für das neue Outfit, das ansonsten finanziell einfach nicht drin gewesen wäre.

PAYDAY! Zeit für eine Gönnung. Schließlich soll das Ganze ja auch Spaß machen und positiv in Erinnerung bleiben. Und wer ganz hart ist, spart einfach weiter. Es wird ja niemand gezwungen, das angesammelte Geld gleich wieder auszugeben (mit dem 3-Konten-Modell lässt es sich viel besser anlegen).

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Der Zettel-Trick macht die Sache noch leichter

Spar-Challenge: Kind hilft mit
So wird Sparen zur Familien-Aktion: 52 Mini-Zettel mit Zahlen beschriften und das Kind einbinden. Meine Tochter hat unsere Zettel für die Lostöpfe gefaltet.
© RTL.de

Jede Woche einen Euro mehr abzwacken, das liest sich locker. Allerdings wird es in der zweiten Jahreshälfte richtig hart – denn ab Kalenderwoche 30 beträgt die Spar-Rate Woche für Woche mindestens 30 Euro. Deshalb haben sich schlaue Spar-Blogger einen Trick ausgedacht, den wir ausprobiert und für familientauglich befunden haben.

  • Die Zahlen 1 bis 52 auf Mini-Zettel schreiben, falten und in einen Behälter packen. Aus diesem wird jede Woche ein Zettel gezogen - bei uns hat Tochter Lene jeden Sonntag für Mama und Papa die Los-Fee gespielt.
  • Auf dem gezogenen Zettel steht die Summe, die für die betreffende Woche gespart werden soll. Durch dieses System verteilen sich die großen Raten besser auf das Jahr und es kommt ab Sommer nicht ganz so dicke. Wobei ich schon das Gefühl hatte, dass in meinem Lostopf überdurchschnittlich viele Zettel mit Zahlen über 40 steckten...
  • Netter Nebeneffekt, wenn das Kind die Lose zieht: Der Nachwuchs merkt, dass Sparen Spaß macht und sieht, wie unser kleiner Geldspeicher sich füllt.

Sparplan-Vorlage ausdrucken, Excel-Tabelle anlegen - oder einfach starten

Der Start-Zeitpunkt der Challenge ist natürlich frei wählbar. Der Jahreswechsel ist als Auftakt schon praktisch. Klar: neues Jahr, neue Motivation. Aber ein Start im Mai oder Juni kann genauso sinnvoll sein, weil auf diese Weise ein ordentliches Handgeld für den Sommerurlaub zusammenkommt.

Unter dem Hashtag #52wochenchallenge finden Sie bei Instagram, Facebook & Co. Sparplan-Vorlagen zum Ausdrucken (und eine motivierende Community). Sie können aber auch einfach

  • einen normalen Kalender nutzen und jede Spar-Rate eintragen,
  • auf dem Computer eine Excel-Liste anlegen
  • oder eine spezielle Handy-App nutzen (dafür die Suchbegriffe "52 Weeks Challenge" oder "52 Wochen" im App-Store eingeben).

Achtung: Teilweise kosten die 52-Weeks-Apps Geld - das können Sie sich sparen. Zettel und Stift oder Kollege Computer tun's auch. Warum Geld ausgeben, wenn es günstiger geht? Bei der 52-Wochen-Challenge geht es schließlich auch darum, sich selbst ein Stück weit zu erziehen und das Sparen zur Routine zu machen. Irgendwann ist es ganz normal, Geld beiseite zu legen. Eine nützliche Angewohnheit. Genau wie diese Spar-Methode: Mit Meal Prep geben wir monatlich 100 Euro weniger fürs Essen aus.

Sind Sie dabei? Falls ja: Viel Spaß beim Sparen!

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