Hätten Sie das gedacht?

Unglaublich! Diese Sportart senkt das Krebsrisiko um 70 Prozent

Junge Frau joggt am Seeufer unter Baeumen mit Herbstlaub.
Joggen ist gesund. Jetzt zeigt eine neue Studie: Ausdauersport kann sogar das Krebsrisiko um bis zu 70 Prozent senken.
www.imago-images.de, IMAGO/Rupert Oberhäuser

Bewegen Sie sich viel im Alltag! Denn: Zu wenig Bewegung kann das Krebsrisiko erhöhen. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sind im Jahr 2018 gut ein Sechstel aller Krebserkrankungen der 35 bis 84-Jährigen auf eine „zu geringe körperliche Aktivität“ zurückführen. Demnach reiche regelmäßige Bewegung, egal welcher Art, um das Krebsrisiko zu senken. Doch eine neue Studie aus Israel hat nun Erstaunliches herausgefunden. Denn besonders eine Sportart schützt unseren Körper besonders gut gegen Metastasen.

Ausdauersport senkt das Krebsrisiko

Laut den Forschenden können Ausdauersport demnach die Metastasenbildung von sehr aggressiven Krebszellen bis zu 73 Prozent senken. Für die Untersuchung wurden über 20 Jahre hinweg knapp 2.700 Personen untersucht, darunter Teilnehmer, die gar keinen Sport machen, genauso wie Profisportler. Sowohl Teilnehmer, die während der Untersuchung krebsfrei blieben, als auch Teilnehmer, die bereits an Krebs erkrankt waren oder später daran erkrankten, wurden mit in die Tests einbezogen. Und bei allen zeigte das Ergebnis:

„Unsere Analyse ergab, dass Bewegung das Risiko, an Krebs zu erkranken, tendenziell senkt“, schreiben die Studienleiter in der Fachzeitschrift „Cancer Research“. „Insbesondere verringerte hochintensives Training signifikant die Bildung von hochgradig metastasierten Krebsarten“, heißt es weiter, was darauf hindeute, dass das Training vor allem die Verbreitung der Metastasen in „entfernte Regionen“ verhindern könne.

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Wer sich bewegt, entzieht dem Tumor seine Nahrungsquelle

Um ihre Befunde zu unterstützen, zogen die Studienleiter außerdem eine Gruppe Mäuse hinzu. An denen wurde getestet, inwiefern die Bewegung die Metastasenbildung in bestimmten Organen verhindert, – unter anderem in den Lymphknoten, der Lunge und der Leber. Und auch hier zeigte sich: Die Mäuse, die regelmäßig einer kurzen Trainingseinheit unterzogen wurden, zeigten eine „signifikante Verringerung“ der Metastasen. Nicht nur das. Bei den Mäusen verringerte sich zudem der Tumor selbst, wobei die Forschenden das auf die Tumorgröße zurückführen. Denn die sei bei den Tieren mit Bewegung etwas kleiner gewesen als bei den Tieren ohne Bewegung; ergo sei auch die Anzahl an Zellen, die Metastasen bilden können, etwas geringer gewesen.

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Doch wie genau schützt Bewegung unseren Körper nun vor den Krebszellen? Laut den Forschern liege das an dem Glukoseverbrauch der inneren Organe. Aus Glukose ziehe sich der Tumor die Energie, um wachsen und Metastasen bilden zu können, so Studienleiter Carmt Levy in der Veröffentlichung. Wer vermehrt Ausdauersport treibe wie schnelles Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren, verbrauche mehr dieser Glukose – und entziehe den Krebszellen damit die Nahrungsgrundlage. Man wolle nun untersuchen, welche Krebsarten genau durch den Ausdauersport eingedämmt werden.

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Diese Krebsarten werden von Sport beeinflusst

Dass Bewegung gut für den Körper ist, ist bereits seit Längerem bekannt. Wie das DKFZ auf seiner Website schreibt, senke körperliche Aktivität vor allem das Risiko für folgende Krebsarten:

  • Dickdarmkrebs
  • Gebärmutterkrebs
  • Nierenkrebs
  • Blasenkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Magenkrebs

Außerdem gebe es Hinweise, dass Bewegung auch einen positiven Einfluss auf Lungenkrebs, Prostatakrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Eierstockkrebs habe.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt übrigens, sich möglichst jeden Tag zu bewegen; in der Woche mindestens 150 Minuten moderat oder 75 Minuten intensiv. (jbü)

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