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Brustkrebs-Diagnose. Wie ein Sport-BH dieser Mutter das Leben rettet

54-Jährige Sandra Greene bemerkt, dass sich etwas "falsch" anfühlt

Brustkrebs-Diagnose. Wie ein Sport-BH dieser Mutter das Leben rettet

Sandra Greene aus Großbritannien hält ihren Sport-BH hoch.
Ein Sport-BH rettet Sandra Greene das Leben. Denn nur durch das Kleidungsstück kann ihr die Brustkrebs-Diagnose gestellt werden.
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Sandra Greene aus Cheslyn Hay (Großbritannien) läuft für ihr Leben gern. Und was gehört bei Frauen zur richtigen Sportausstattung dazu? Der Sport-BH natürlich, der dafür sorgt, dass alles an Ort und Stelle bleibt. Im Leben hätte sie aber vermutlich nicht damit gerechnet, dass genau dieses Kleidungsstück es sein wird, das ihr das Leben rettet.

Weil der Sport-BH scheuert: Sandra Greene untersucht ihre Brust

Im letzten Frühling läuft Sandra Greene los – eigentlich alles wie immer. Denn sie liebt es, joggen zu gehen. Doch bei ihrem Trainingslauf bemerkt sie plötzlich, dass ihr Sport-BH auf einmal unbequem wird und unangenehm an ihre Brust reibt. Die 54-Jährige aus der Nähe von Staffordshire, Großbritannien, untersucht die Irritation daraufhin und entdeckt eine etwas komisch aussehende Ader und eine Beule auf ihrer linken Brust. Irgendwas fühlt sich „falsch“ an, wie sie der regionalen Abendzeitung „Express & Star“ erzählt. Aufgrund ihrer familiären Vorgeschichte geht sie sofort zum Arzt. Und tatsächlich: Die Ärzte bestätigen ihre Vermutung. Greene hat Brustkrebs. „Ich geriet in Panik, aber mein Mann war großartig und versicherte mir, dass ich das überstehen würde", sagt sie.

Nach einer Mastektomie und einer Rekonstruktion ihrer Brust nur wenige Monate später, im Oktober 2021, wird ihr gesagt, dass sie weder eine Chemo- noch eine Strahlentherapie benötigen werde, da das betroffene Brustgewebe vollständig entfernt werden konnte. Trotzdem ist sie für die kommenden sieben Jahre einer Hormontherapie ausgesetzt.

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Jetzt läuft sie weiter: Sandra Greene sammelt Spenden für die Krebsforschung

Jetzt blickt die Mutter positiv in die Zukunft: „Dank der Forschung musste ich keine Chemo- oder Strahlentherapie machen. Jetzt bin ich so dankbar, dass ich hier bin und ich freue mich auf die Zukunft. Wir hoffen, dieses Jahr nach Amerika zu reisen, um meinen ältesten Sohn Bradley zu besuchen, der dort ein Football-Stipendium hat und hoffentlich viele Menschen zu treffen, die wir während des Corona-Lockdowns nicht kennenlernen konnten. Und natürlich freue ich mich darauf, an vielen weiteren Laufwettbewerben teilzunehmen.“

Die 54-Jährige ruft dazu auf, am großen Spendenlauf „Race for Life“ teilzunehmen, den die Krebshilfe „Cancer Research UK“ regelmäßig veranstaltet. Sie selbst ist bereits Teil der Wohltätigkeitsveranstaltung und beteuert: Man müsse kein erfahrener Läufer sein, um Gutes zu tun. „Meine Erfahrung mit ‘Race for Life’ ist, dass es sehr energiegeladen ist und ich denke, dass es wichtig ist, zu vermitteln, dass man nicht jemand sein muss, der fünf Kilometer oder eine beliebige Distanz laufen kann – es gibt wahrscheinlich mehr Leute, die einfach nur gehen oder joggen, als die, die laufen.“ Jedes Jahr kommen durch die verschiedenen Veranstaltungen Millionen von Pfund zusammen, die für die Krebsbekämpfung gesammelt werden. Damit werden zum Beispiel wichtige Forschungsarbeiten finanziert.

Jane Redman, die Sprecherin von „Cancer Research UK“ in der Region der West Midlands, sagt: „Wir sind Sandra sehr dankbar, dass sie ihre Krebsgeschichte und die ihrer Familie mit uns geteilt hat, um uns dabei zu unterstützen, Menschen zu ermutigen, sich für den ‘Race for Life’ anzumelden“, berichtet der „Express & Star“ weiter.

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"Der Sport-BH hat mir das Leben gerettet!"

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Als passionierte Läuferin sammelt die 54-Jährige jetzt bei organisierten Läufen der "Cancer Research UK" wieder Spenden für die Krebsforschung.
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Sandra Greene hat durch ihre Teilnahme an Laufveranstaltungen für „Cancer Research UK“ bereits zwischen 3.000 und 4.000 Britische Pfund gesammelt, also umgerechnet rund 3.600 Euro. „Alle Altersgruppen laufen mit und sie alle haben Bilder und Botschaften für Menschen, die sie verloren haben oder für die sie laufen, auf ihren T-Shirts, was sehr ermutigend ist. Es ist klar, dass jeder aus seinen eigenen persönlichen Gründen dabei ist, aber für ein gemeinsames Ziel.“

Und dabei hätte alles anders kommen können, wenn sie nicht darauf geachtet hätte, dass ihr BH komisch an ihre Haut reibt: „Gott sei Dank habe ich mich untersuchen lassen, denn mein Krebs wurde früh erkannt. Der Sport-BH hat mir das Leben gerettet!" (vdü)

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