Veränderungen erkennen und richtig reagieren

Oktober ist Brustkrebs-Monat! Was Frauen über Symptome und Behandlung wissen sollten

Durch das eigenständige Abtasten sollen Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden.
Durch das eigenständige Abtasten sollen Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden.
Rudyanto Wijaya, iStockphoto

Oktober ist Brustkrebs-Awareness-Monat! Dabei wird mit der Farbe Rosa in vielen Ländern auf die Krankheit aufmerksam gemacht, Vorsorge, Früherkennung und Behandlung stehen im Fokus zahlreicher Aktionen.

Denn: Brustkrebs geht uns alle an, tatsächlich ist die Erkrankung die häufigste Krebsart bei Frauen: Knapp 70.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte laut der Deutschen Krebsgesellschaft die Diagnose „Mammakarzinom", über 17.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs und seinen Folgen. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt und behandelt, stehen die Chancen auf Heilung gut.

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Damit die Erkrankung früh erkannt wird, ist es wichtig, Aufmerksamkeit zu generieren. Ob Knoten in der Brust oder eingefallene Brustwarzen – wir erklären Ihnen typische Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Brustkrebs-Vorsorge: Brust selbst untersuchen kann Leben retten

Die Heilungschancen bei Brustkrebs sind glücklicherweise sehr hoch – vor allem dann, wenn der Krebs früh erkannt wird. Daher ist es wichtig, dass jede Frau weiß, wie sie ihre Brust selbst kontrollieren kann. Das eigenständige Abtasten soll Frauen ein Gefühl für ihre Brust geben, so dass mögliche Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden können.

Viele Frauenärzte empfehlen, die Brust im Stehen oder im Sitzen abzutasten. Doch nicht jeder Knoten ist in aufrechter Position fühlbar. Deshalb sollten Sie Ihre Brust auch unbedingt im Liegen selbst untersuchen.

Für junge Frauen gilt: Nehmen Sie regelmäßige Termine bei Ihrem Frauenarzt wahr und lassen Sie sich dort zeigen, wie Sie Ihre Brust selbst abtasten können. Die Krebsvorsorge beginnt dann zwischen 40 und 45 Jahren. Wenn in der Familie bereits Brustkrebserkrankungen vorliegen, zahlt die Kasse eine Mammografie auch schon eher.

Symptome: Im Anfangsstadium verursacht ein Knoten meistens keine Beschwerden

Etwa die Hälfte aller Brusttumore entsteht im oberen, äußeren Bereich der Brust. Im Anfangsstadium verursacht ein noch kleiner Knoten meistens keine Beschwerden. Erst ab einer Größe von ein bis zwei Zentimetern kann ein Knoten in der Brust ertastet werden.

Die meisten Knoten sind gutartig, trotzdem sollten Sie eine solche Veränderung an Ihrer Brust immer von einem Frauenarzt abklären lassen. Weitere Hinweise auf Brustkrebs sind ein neu aufgetretener Größenunterschied zwischen beiden Brüsten, Veränderungen der Hautbeschaffenheit, Entzündungen, Rötungen, eine eingezogene Brustwarze sowie einseitig auftretende Absonderungen aus der Brustwarze. Knoten und Schwellungen in der Achselhöhle können sowohl auf Lymphknotenmetastasen hindeuten, aber auch bei einer Infektion auftreten.

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Wie gut lässt sich Brustkrebs heilen?

Die Behandlung des Mammakarzinoms richtet sich nach Art, Größe und Hormonempfindlichkeit des Tumors, seiner Ausbreitung in Blutgefäßen und Lymphbahnen sowie dem Alter der Erkrankten. Die Durchführung der individuell festgelegten Behandlung erfolgt durch ein Team spezialisierter Fachärzte in einem zertifizierten Brustzentrum.

Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Diagnose Brustkrebs feststeht: Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie , Chemotherapie. Auf Grund dieser Vielzahl lässt sich Brustkrebs allgemein zu 80 Prozent heilen. Schwieriger wird es bei Erkrankungen vor dem 45. Lebensjahr, denn da tritt der Krebs oftmals in einer sehr aggressiven Art auf.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.