Zweifach-Mama hat wichtige Botschaft an alle Frauen

Ärzte schicken schwangere Jolene (38) immer wieder weg – ein Jahr später die Schockdiagnose Krebs!

Ärzte halten die Krebssymtome von Jolene Anderson für Schwangerschaftsbeschwerden.
Ärzte halten die Krebssymtome von Jolene Anderson für Schwangerschaftsbeschwerden.
Gofundme

Ein ganzes Jahr lang ging Jolene Anderson (38) immer wieder zu verschiedenen Ärzten. Die Frau aus Australien hatte lähmende Schmerzen und schwere Blutungen. Immer wieder wurde sie weggeschickt, ihre Beschwerden als Schwangerschaftssymptome abgestempelt. Ein Jahr nach der ersten größeren Blutung bekommt sie dann die Schockdiagnose: Krebs im vierten Stadium. Jetzt kämpft sich die junge Mutter durch die kräftezehrende Chemotherapie und hat einen wichtigen Appell an andere Frauen.

Erste Beschwerden hat Jolene schon vor Jahren

Jolene Anderson ist in der 16. Woche schwanger, als die Schmerzen losgehen. Sie bekommt Panik, als sie plötzlich eine schwere Blutung hat. „Ich hatte schreckliche Angst“, erzählt Anderson der Daily Mail. „Ich dachte, ich hätte eine Fehlgeburt. Aber die Ärzte sagten, dass es wahrscheinlich Hämorrhoiden seien und ich mir keine Sorgen machen müsse.“

Es ist bereits die zweite Schwangerschaft der heute 38-Jährigen. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter Chloe (5) bekommt sie bereits eine Schock-Diagnose: Brustkrebs. Sie kämpft und besiegt die schwere Krankheit. Auch dieses Mal vertraut sie ihren Ärzten. „Ich ging davon aus, dass sie meine vorherige Krebserkrankung berücksichtigt hatten.“

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Arzt tippt auf Reizdarmsyndrom, ein Notfall sei es aber nicht

Doch die Schmerzen und die Blutungen hören auch nach der Geburt ihrer zweiten Tochter Layla nicht auf. Sie geht erneut zum Arzt. Die Diagnose der Experten: wahrscheinlich das Reizdarmsyndrom. „Mein Arzt sagte mir, ich solle Ballaststoffe über Nahrungsergänzungsmittel für die nächsten zwei Monate zu mir nehmen und hat mich nach Hause geschickt.“

Doch nichts lindert die Symptome der jungen Zweifach-Mama. Also geht sie zu einem anderen Arzt. Der willigt ein, eine Darmspiegelung zu machen. Vertröstet sie aber gleichzeitig mit einer Wartezeit von sechs Wochen, weil es kein Notfall sei.

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Niederschmetternde Diagnose sorgt für Verbitterung

Als Anderson kurze Zeit später einen Knoten an ihrer Brust ertastet, sucht sie einen weiteren Arzt auf. Der macht einen Ultraschall – und schickt sie dann sofort in die Notaufnahme für ein CT. Die niederschmetternde Diagnose: Darmkrebs.

„Das Schlimmste ist, zu wissen, dass ein einfacher Bluttest gezeigt hätte, dass ich Krebs habe. Den Test hätte man direkt zu Beginn der Symptome machen können“, so die junge Mutter. „Es ist schwer, nicht verbittert zu sein. Ich sollte nicht Krebs in Stadium 4 haben – aber ich habe es, weil ich einfach abgespeist wurde.“

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Wichtiger Appell an andere Frauen

Jetzt macht Anderson eine Chemotherapie. 40 Runden in nur 18 Monaten musste sie schon hinter sich bringen. „Ein Leben lang Chemo – das ist ein schlimmer Gedanke, weil es einen einfach fertig macht“, so Anderson. „Ich komme danach nach Hause und muss mich übergeben. Die Mädchen möchten spielen, aber ich möchte nur auf der Couch liegen, weil mir so schlecht ist.“

Endlose Chemobehandlungen – das bedeutet auch, dass Jolene nur drei Tage die Woche arbeiten kann und jedes Mal ein Babysitter kommen muss, wenn sie im Krankenhaus ist. Ihr Mann Shane hilft, wo er kann – ist aber beruflich sehr oft von der Familie getrennt.

Damit sie nicht weiter auf die Chemotherapie angewiesen ist, sammelt die Australierin jetzt Spenden im Internet, um eine lebensrettende Operation in den Vereinigten Staaten bezahlen zu können. Dadurch könnte sie krebsfrei werden. „Es ist meine einzige Chance.“

Jolene appelliert an andere Frauen: Wenn sie Symptome haben und das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, dann sollen sie beharrlich bleiben, sich nicht einfach abspeisen lassen. Dann könnte der Krebs schon im Frühstadium entdeckt werden. Wie es auch bei ihr der Fall hätte sein können. (sli)