Notfall-Liste des Bundesamtes für Katastrophenschutz

Mit diesen Vorräten sind Sie auf den Ernstfall vorbereitet

07. April 2020 - 10:55 Uhr

Coronavirus Notfall-Vorratsliste

Das Coronavirus verbreitet sich rasant, auch in Deutschland wird die Lage immer ernster. Die Folge: Die Menschen werden panisch, Supermärkte sind teilweise leergekauft. Doch welche Lebensmittel sind in welchen Mengen notwendig? Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, erklärt, wie Sie sich am besten auf eine Notsituation vorbereiten und welche Vorräte Sie zuhause haben sollten.

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Was tue ich im Notfall?

"Wir raten der Bevölkerung grundsätzlich, dass sie sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten soll. Dazu gehört auch das Anlegen eines Notvorrats", so Unger. Empfohlen wird dabei ein Vorrat, der für zehn Tage ausreicht: "Wichtig ist, dass alle Menschen sich darüber Gedanken machen und zumindest für ein paar Tage Vorräte haben - am besten wäre natürlich ein Zeitraum von zehn Tagen."

Drogerieprodukte, Medikamente & Co.

Drogerieprodukte:

  • Desinfektionsmittel* 🛒
  • Seife/Waschmittel in doppelter Ausführung
  • ausreichend Toilettenpapier
  • Zahnbürste & Zahnpasta in doppelter Ausführung

Medizinische Versorgung:

  • Verbandskasten* 🛒
  • Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Fieberthermometer* 🛒
  • Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Sonstiges:

Diese Lebensmittel sollten Sie vorrätig haben

In dieser Übersicht finden Sie ein Beispiel für einen 10-tägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person. Dieser entspricht etwa 2.200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab:

  • 20 Liter Wasser
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
  • 2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
  • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver (Eier sind nur wenige Tage, Volleipulver mehrere Jahre haltbar)
  • 0,4 Kilogramm Fette und Öle
  • Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) - Menge nach Belieben

Im Video: Darum infizieren sich mehr Männer als Frauen mit dem Coronavirus

So gehen Sie jetzt am besten vor

Weiterhin rät Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: "Man sollte den Empfehlungen des RKIs zum persönlichen Verhalten folgen und sich beispielsweise die Hände waschen und desinfizieren, Menschen nicht anhusten und so weiter. Und, ganz wichtig: Nicht in Panik verfallen!"

Weiter rät Unger: "Der Staat wird den Menschen immer helfen, es kann nur in manchen Situationen etwas länger dauern. Deshalb sollte sich in Krisensituationen wie die Ausbreitung des Coronavirus der Mensch auch um sich selbst kümmern können. Und auch Nachbarn oder Freunden helfen können. Deshalb raten wir zur Selbsthilfe und zum Selbstschutz. So oder so muss aber niemand davor Angst haben, zuhause nicht versorgt zu werden. Wir sind auf Extremsituationen vorbereitet."

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