Die Pandemie der Wegwerfartikel

Wie Take-Away-Pfandsysteme für weniger Müll sorgen

08. Oktober 2021 - 6:30 Uhr

Riesige Müllberge während Lockdown

Die Corona-Pandemie hat das Leben nicht einfacher gemacht. Im Lockdown durften wir essen nur noch nach Hause bestellen, die Plastikverpackung musste nach dem Essen dann weggeworfen werden. Mittlerweile dürfen wir wieder in Restaurants ausgehen. Doch lange Zeit mussten wir dafür einen Schnelltest mache. Also Stäbchen rein und danach ab in den Mülleimer. Dann noch Einwegmasken wechseln – und der Müllberg wächst und wächst. Wie viel mehr in Pandemie-Zeiten weggeworfen wurde und wie wir beim Kaffee-Kauf gegen den Wegwerf-Trend ankämpfen können, zeigen wir im Video.

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Vor der eigenen Haustüre kehren

Während die Pandemie die Welt in Atem gehalten hat, waren wir vor allem eins: zu Hause. Wir haben zu Hause gearbeitet, gegessen, den Feierabend und die Freizeit zu Hause verbracht. So fällt natürlich auch mehr Müll in den eigenen vier Wänden an. Allein in Rheinland-Pfalz stiegen die Bioabfälle um 65.000 Tonnen an, so das Landesamt für Umwelt (LfU). Für Plastikmüll schätzte das LfU, dass "etwa drei Millionen voll befüllten Gelben Säcken" mehr produziert wurden.

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Umso wichtiger, an anderen Stellen auf den Müll zu verzichten. Der Bürgermeister von Nürnberg forderte deswegen gegenüber RTL schon ein bundesweit einheitliches Pfandsystem auf Kaffeebecher, Pizzacartons und Co. Solche Pfandsysteme sind in manchen Cafés der Bundesrepublik schon installiert. Wie sie funktionieren und was die Kunden dazu sagen, erfahren sie im Video-Beitrag oben. (skn/dpa)