Verdacht verhärtet sich

Familienvater (40) soll Ehefrau und drei Töchter getötet haben

07. Dezember 2021 - 8:44 Uhr

Tote Familie in Brandenburg: Staatsanwaltschaft informiert über weitere Details

Es ist einfach nur schrecklich! Im brandenburgischen Königs Wusterhausen bei Berlin hat die Polizei den Vater (40), die Mutter (40) und die drei Töchter (4, 8, 10) einer Familie tot aufgefunden. Ihre Leichen wiesen teils Schuss- und Stichverletzungen auf. Im Familienhaus fand die Polizei einen Abschiedsbrief, offenbar vom Vater hinterlassen.

Weitere Details zur Familientragödie in Wusterhausen

Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Vater der Verfasser des im Haus gefundenen Abschiedsbriefs ist. Demnach soll der 40-Jährige seine gleichaltrige Ehefrau und seine drei Töchter getötet und sich danach selbst gerichtet haben.

Im Haus seinen keine Anzeichen für ein gewaltsames Eindringen, Kampfspuren oder sonstige Spuren für eine Anwesenheit Dritter gefunden worden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag heißt.

Im Haus sei zudem "eine als Tatwaffe in Betracht kommende Schusswaffe" gefunden worden sein. Über einen Waffenschein verfüge keiner aus der Familie. Ob der Vater die Schusswaffe für das grausame Verbrechen genutzt haben könnte, werde noch untersucht. Zurzeit werde noch weitere Spuren im Haus gesammelt.

Familienhund überlebte die Bluttat in Wusterhausen

Hund von toter Familie abgeholt
Die Feuerwehr holte den Hund der toten Familie in Senzig ab.
© RTL

Zeugen hatte die Leichen am Samstagnachmittag im Haus der Familie im Ortsteils Senzig gesehen und die Polizei alarmiert. Die Staatsanwaltschaft Cottbus teilte bereits am Sonntag mit, dass es sich um die fünfköpfige Familie handelt. Die Eltern waren beide 40 Jahre alt, die Töchter vier, acht und zehn Jahre. Nachbarn sahen die Mädchen oft mit dem Familienhund spazieren gehen. Der Chihuahua überlebte als einziger die Bluttat.

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Polizei findet Abschiedsbrief im Familienhaus

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wiesen die Leichen teils Schuss- und Stichverletzungen auf. Es bestand bereits der Verdacht eines Tötungsdeliktes. Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon konnte bislang noch nichts zum Motiv sagen. "Wir können zurzeit nichts ausschließen," so Bantleon.

Es kursierten allerdings Spekulationen, die Bewohner hätten sich in Corona-Quarantäne befunden.

Königs Wusterhausen: Anwohner stellen Kerzen auf

Fünf Tote Königs Wusterhausen
Kerzen und Stofftiere vor dem Haus der Familie.
© RTL

Auch am Montag stellten viele Menschen Kerzen in der Straße auf, wo die Familie lebte. Am Sonntag sagte ein Nachbar auf die Frage, ob er die Familie kannte: "Das hier ist ein Dorf - man kennt sich." Das Haus sei neu gebaut worden. Zwei weitere Anwohner, die nur wenige Häuser von dem Wohnhaus entfernt wohnen, berichten, sie hätten vor einigen Tagen ein Schuss gehört. "Das muss aus einer Schusswaffe gekommen sein. Das waren keine Silvesterkracher", sagt ein junger Mann.

Hilfe bei Suizidgedanken

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter https://www.telefonseelsorge.de.