Bluttat nach Facebook-Marketplace-Anzeige 19-Jähriger ersticht schwangere Eliza beim Autokauf

„Das hat sie nicht verdient. Niemand hat das verdient.“
Carolina Castro ist den Tränen nahe, als sie vor die Mikrofone der wartenden Journalisten tritt. Ihre Cousine Eliza Morales wurde tot in ihrem Haus in Downers Grove im US-Bundesstaat Illinois gefunden. Der Körper der 30-Jährigen ist mit Messerstichen übersät. Sie ist im fünften Monat schwanger, als die Tat passiert.
Eliza und ihr Mann wollten nur ein Auto verkaufen
Aber wer ersticht eine schwangere Frau? Die örtliche Polizei geht davon aus, dass Eliza nach einem Streit mit dem Mann, der das Auto ihres Ehemanns kaufen wollte, starb. Der 19 Jahre alte Nedas R. soll sich auf eine Verkaufsanzeige bei Facebook-Marketplace bei der Familie in Downers Grove gemeldet haben.
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Nach bisherigem Stand der Ermittlungen holte er den Pickup am 25. Januar ab. Eliza und ihr Mann ließen ihre Nummernschilder an dem Auto und verabredeten mit dem Käufer, dass er sie am nächsten Tag zurückbringen sollte. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, dass die schwangere Eliza dem Mann die Tür öffnet und ihm einen Schraubenzieher reicht. Er läuft zum Auto und kehrt kurz darauf mit dem Schraubenzieher zum Haus zurück.

Nedas R. greift Eliza an, obwohl er weiß, dass sie schwanger ist
Dann soll es zum Streit gekommen sein, weil Nedas R. mit dem Zustand des Autos nicht zufrieden war, wie er im Polizeiverhör aussagt. Er gibt sogar zu, dass Eliza ihm gesagt habe, dass sie schwanger ist. Trotzdem rastet der 19-Jährige offenbar aus und greift die Frau an.
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„Man wird wütend und dann wird man traurig und dann wieder wütend“, sagt Elizas Schwiegermutter Angelica Silva mehreren US-Medien. „Hier wurde ein schreckliches, brutales Verbrechen begangen. Sie hat um ihr Leben gekämpft.”
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Elizas Tochter (2) muss jetzt ohne Mama groß werden
Doch für die 30-Jährige und ihr ungeborenes Baby kommt jede Hilfe zu spät. 70-mal sticht Nedas R. zu. Dann greift er auch noch den Hund der Familie an und legt ein Feuer. Der Mischling kann aber aus dem Haus fliehen und überlebt, wie die Polizei bestätigt. Als die Rettungskräfte vor Ort eintreffen, können sie bei Eliza nur noch den Tod feststellen.

Eliza hinterlässt eine zwei Jahre alte Tochter, die zum Zeitpunkt der Attacke nicht zuhause war. „Der Verlust einer geliebten Ehefrau, Tochter und Mutter – zusammen mit ihrem ungeborenen Kind – hinterlässt einen Schmerz, den wir gar nicht in Worte fassen können“, heißt es in einem Spendenaufruf für Elizas Hinterbliebene bei GoFundMe. „Möge die Erinnerung an sie ein Licht sein, das niemals verlischt.“ Innerhalb von nur zwei Tagen kamen bei der Spendenkampagne umgerechnet fast 100.000 Euro zusammen.
Verwendete Quellen: Enex/CNN, GoFundMe
































