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Kakaopulver Test 2021 ‱ Die 7 besten Kakaopulver im Vergleich

Lange Zeit wurde Kakao von den Maya und Azteken als göttlich verehrt. Er war so kostbar, dass er dem Adel vorbehalten war und dass er als Zahlungsmittel eingesetzt wurde. Heutzutage ist er allseits beliebt. In Form von Kakaopulver kann er als leckeres GetrĂ€nk oder in SĂŒĂŸspeisen genossen werden. In diesem Artikel fassen wir Ihnen unsere Erkenntnisse aus Tests und Vergleichen rund um das Kakaopulver zusammen.

Stephanie Huber
Stephanie Huber

Ich bin 29 Jahre alt, wohne und studiere in Hamburg, Modedesign. Zuvor habe ich ErnÀhrungswissenschaften an einer FernuniversitÀt studiert.
Mein Faible gilt dem 'dolce vita', ich gehe gerne schick essen, bereise StĂ€dte und bin regelmĂ€ĂŸig auf Fashion Shows zu Gast. Von meinen Erfahrungen und Produkttests lesen Sie auf ExpertenTesten.de.

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Kakaopulver Bestenliste 2021

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Was ist Kakaopulver?

Kakaopulver wird aus den Samen der Kakaopflanze gewonnen. Die Kakaobohnen werden nach der Ernte geröstet. Anschließend werden sie zermahlen, sodass Kakaonibs aus ihnen werden. Diese werden zwischen Walzen zu einer homogenen Kakaomasse zermahlen. Aus dieser Masse wird die Kakaobutter herausgepresst, sodass ein Kakaopresskuchen ĂŒbrig bleibt. Diese Überreste werden zu Pulver zermahlen.

FĂŒr die handelsĂŒbliche, sĂŒĂŸe Trinkschokolade, wird dieses Kakaopulver mit Zucker und anderen Zutaten angereichert. Das rohe Kakaopulver sowie die Kakaonibs sind ebenfalls erhĂ€ltlich.

Welche Arten von Kakaopulver gibt es?

Bei Kakaopulver gibt es diverse Unterscheidungen, bei denen nicht immer auf den ersten Blick klar ist, was sie bedeuten. Bei den Unterscheidungsarten von Kakaopulver handelt es sich um die folgenden drei:

  • Stark und schwach entölt
  • Alkalisiert und nicht alkalisiert
  • Höherer und niedrigerer Kakaoanteil

Damit Sie sich ĂŒber die Bedeutung der Begriffe im Klaren sind, wenn Sie sie lesen, haben wir sie fĂŒr Sie hier aufgelistet und genau beschrieben.

Stark und schwach entölte Kakaopulver

Um Kakaopulver herzustellen, werden die Kakaobohnen erst geröstet und dann zu Kakaomasse gewalzt. Diese Kakaomasse wird gepresst, sodass Kakaobutter gewonnen wird. Der Vorgang des Pressens nennt sich “entölen”. Nach dem Pressen liegen zwei Produkte vor: Die Kakaobutter und der Kakaopresskuchen. Letzterer wird zu Kakaopulver zermahlen.

Als schwach entölt wird Kakaopulver dann bezeichnet, wenn noch mindestens 20% Kakaobutter in dem Kakaopresskuchen, und spÀter dann auch im Kakaopulver selbst, enthalten sind. Von stark entöltem Kakao wird gesprochen, wenn noch etwa 8% Kakaobutter in dem Presskuchen und dem spÀteren Pulver enthalten sind.

Geschmacklich unterscheiden sie sich insofern, als dass das schwach entölte Pulver sehr aromatisch ist. Es eignet sich sehr gut zum Backen und fĂŒr intensiv schmeckende Trinkschokoladen. Stark entöltes Kakaopulver schmeckt weniger herb, dafĂŒr aber schokoladiger.

Alkalisierte und nicht alkalisierte Kakaopulver

NatĂŒrlicher Kakao kann teilweise etwas bitter oder sauer im Nachgeschmack sein. Damit dieser Geschmack ein wenig abgemildert wird, werden die Kakaonibs vor der Weiterverarbeitung mit Alkalisalzen, zum Beispiel mit Pottasche, angereichert. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich dadurch im nĂ€chsten Schritt die Kakaobutter leichter extrahieren.

Durch dieses Verfahren verstÀrkt sich der Eigengeschmack und die Löslichkeit des Kakaopulvers. Ein etwas minderwertiges Pulver kann durch die Alkalisierung an Geschmack und damit an QualitÀt gewinnen.

Höherer und niedrigerer Kakaoanteil im Kakaopulver

Das letzte Unterscheidungskriterium ist die Höhe des Kakaoanteils im Kakaopulver. Das Pulver, das es im Supermarkt als Kakaopulver fĂŒr Trinkschokolade zu kaufen gibt, enthĂ€lt nur einen gewissen Bruchteil des ursprĂŒnglichen Kakaopulvers. Es wird zusĂ€tzlich noch mit anderen Zutaten, wie zum Beispiel Zucker angereichert, damit es sĂŒĂŸer schmeckt.

Nach der Ernte werden die Kakaobohnen geröstet und zu Kakaonibs zerstoßen. Diese werden zwischen Walzen gemahlen. Anschliesend wird aus der Masse die Kakaobutter herausgepresst.  Die Überreste werden zu Pulver zermahlen.

Je höher der Anteil des natĂŒrlichen Kakaopulvers, desto herber der Geschmack des Pulvers. Backkakao kann bis zu 100% aus Kakaopulver bestehen. Er enthĂ€lt dann keinen zugesetzten Zucker und ist dadurch gesĂŒnder und hat weniger Kalorien. Allerdings schmeckt er auch weniger sĂŒĂŸ, sondern eher herb.

Diagramm zum Preis-Leistungs-VerhÀltnis der Kakaopulver

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Kaufkriterien im Kakaopulver Test 2021

In den folgenden Abschnitten geben wir Ihnen einen Überblick ĂŒber die wichtigsten Kaufkriterien fĂŒr unseren Kakaopulver-Test. Mit diesen Kriterien können Sie die unterschiedlichen Kakaopulver besser miteinander vergleichen und somit die beste Wahl fĂŒr sich treffen.

Produktbestandteile

Je nach Art des Pulvers werden zu dem natĂŒrlichen Kakaopulver noch weitere Inhaltsstoffe hinzugefĂŒgt. Das ist vor allem bei Trinkschokolade der Fall. Hier werden meist Zucker und andere Zutaten addiert, damit der Kakao sĂŒĂŸer wird. Auch der schokoladige Geschmack kann so unter UmstĂ€nden besser zur Geltung kommen.

Bei Backkakao handelt es sich hĂ€ufig um 100% natĂŒrliches Kakaopulver. Es verfĂŒgt ĂŒber den krĂ€ftigsten Geschmack und eignet sich darum gut fĂŒr Kuchen und SĂŒĂŸspeisen. Außerdem ist in GebĂ€ck meist Zucker enthalten, sodass der herbe Geschmack des Kakaos ausgeglichen wird.

Zertifizierungen

Das Bewusstsein fĂŒr einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen steigt immer mehr an. Vor allem bei GĂŒtern, die aus fernen LĂ€ndern importiert werden, achten darum viele Menschen zunehmend auf kontrollierten und ökologischen Anbau und eine faire Bezahlung der Bauern. Das soll durch Zertifikate sichergestellt werden. Dazu gehören ISO-Normen, Fairtrade- und Bio-Siegel und Rainforest Alliance / UTZ-Zertifikate.

Anwendungszweck

Verschiedene Kakaopulver eignen sich unterschiedlich gut fĂŒr gewisse Verwendungszwecke. Kakaopulver mit einem besonders hohen Prozentanteil von natĂŒrlichem Kakaopulver (bis zu 100%) eignen sich gut zum Backen oder zum Verfeinern von SĂŒĂŸspeisen. Ihr herber Geschmack wird durch den Zucker im Essen ausgeglichen. Aber auch zum Kochen von schokoladigen GetrĂ€nken eignen sie sich gut. Wer möchte, kann hier nach Geschmack ein SĂŒĂŸungsmittel hinzugeben.

FĂŒr Trinkschokolade wird das Kakaopulver mit Zucker und anderen Zutaten angereichert. Dem Backkakao wird kein Zucker zugegeben. Dadurch behĂ€lt er seinen herben Geschmack.

Trinkschokolade Pulver haben weniger Anteil an natĂŒrlichem Kakaopulver und sind vor allem fĂŒr die Zubereitung von kalten oder heißen GetrĂ€nken gut geeignet. Durch den zugesetzten Zucker sind sie sĂŒĂŸer und schokoladiger. Weil sie ĂŒber weniger GeschmacksintensitĂ€t verfĂŒgen als zum Beispiel Backkakao sind sie weniger zum Backen geeignet.

Allergene

Wer nicht gegen die Kakaobohnen an sich allergisch ist, hat von natĂŒrlichem Kakaopulver kaum etwas zu befĂŒrchten. Durch zusĂ€tzliche Inhaltsstoffe können Trinkschokoladen Pulver mit Kakaopulver Anteil Allergene enthalten. Dazu gehören zum Beispiel die folgenden:

  • Lactose
  • Spuren von NĂŒssen
  • Spuren von Soja
  • Spuren von Milch

Diese Liste ist keine vollstÀndige Liste. Je nach Hersteller können noch andere Allergene in Produkten enthalten sein. Allergiker sollten darum genau auf die Angaben des Herstellers auf der Verpackung achten, um eine allergische Reaktion zu vermeiden.

Alternativen zu Kakaopulver

Eine gute Alternative zu Kakaopulver ist Carob, das aus der Frucht des Johannisbrotbaumes gewonnen wird. Der Baum trÀgt Schoten, in denen Kerne enthalten sind. Diese Kerne sind durch das Fruchtfleisch, das Carob, voneinander getrennt. Es kann roh gegessen werden, oder es wird getrocknet und zu Pulver zermahlen.

Carob schmeckt fruchtig und sĂŒĂŸ und ein bisschen wie Karamell. Es kann in GetrĂ€nken oder beim Backen verwendet werden. Die Handhabung ist dabei genau wie bei Kakaopulver. Außerdem hat Carob, genau wie roher Kakao, verschiedene Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können.

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

FAQ

Wer hat das Kakaopulver erfunden?

1500 Jahre vor Christus lebten die Olmeken in Mexiko und sie waren wahrscheinlich die Ersten, die Kakao zu GetrĂ€nken verarbeiteten. Sie riefen den Namen “Kakao” ins Leben und sprachen ihn “kakawa” aus. SpĂ€ter ĂŒbernahmen die Maya das Wissen der Olmeken um den Kakao. Sie nannten ihn “Kakaw” und fĂŒr sie war er göttlich. Er wurde als Zahlungsmittel verwendet und nur Adlige bekamen ihn zu trinken. Nach den Maya kamen die Azteken und auch sie verehrten den Kakao und nannten ihn “XocĂłlatl“. Übersetzt bedeutet das wĂŒrziges, bitteres Wasser und stammt von der Zubereitungsart des Kakao. Er wurde gekocht und mit verschiedenen GewĂŒrzen, zum Beispiel mit Chili, verfeinert. Erst im Jahr 1585 begann der Handel mit Kakao. Einige Mönche hatten ihn von SĂŒdamerika nach Spanien gebracht und so begann die Kakao-Einfuhr in Europa. Heute wird er zu vielen verschiedenen Produkten verarbeitet. Unter anderem zu Kakaopulver.

Wie gesund ist Kakao?

Roher Kakao (Kakao, der nicht ĂŒber 42°C erhitzt wurde) hat diverse Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Er enthĂ€lt Magnesium, das gut fĂŒr die Knochen und die Muskeln ist. Auch an Antioxidantien fehlt es dem Kakao nicht. Sie tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels bei und mindern die Verkalkung von Arterien. Auf diese Weise kann Kakao das Risiko auf einen Schlaganfall mindern. Außerdem enthĂ€lt Kakao auch noch Eisen und ungesĂ€ttigte Fette. Ihm werden diverse FĂ€higkeiten nachgesagt. Zum Beispiel, dass er das Risiko an Krebs zu erkranken verringert, sich positiv auf Diabetes Erkrankungen auswirkt und ErkĂ€ltungen und Husten lindert.

Ist Kakaopulver das gleiche wie Backkakao?

Es gibt verschiedene Pulver, die alle unter dem Oberbegriff “Kakaopulver” zusammengefasst sind, die aber unterschiedliche Eigenschaften haben. Es gibt den Backkakao, der aus bis zu 100% natĂŒrlichem Kakaopulver bestehen kann. Er schmeckt eher herb und wird meist zum Backen verwendet, kann aber auch zu Trinkschokolade verarbeitet werden. Weiterhin gibt es Trinkschokolade Pulver, das nur zu einem gewissen Prozentsatz natĂŒrliches Kakaopulver enthĂ€lt. Wie viel Kakaopulver und welche weiteren Zutaten in Trinkschokolade Pulver enthalten sind, variiert stark zwischen den Herstellern.

Warum wird Kakaopulver entölt?

Durch den Entölungsprozess schmeckt das Kakaopulver weniger herb und der schokoladige Geschmack wird stĂ€rker. Außerdem löst sich stark entöltes Kakaopulver besser in FlĂŒssigkeiten auf. Damit eignet es sich besser fĂŒr Trinkschokolade.

Woher kommt Kakao?

Kakao wĂ€chst an BĂ€umen, die in der Natur bis zu 15 Meter hoch werden können. KakaobĂ€ume auf Plantagen werden jedoch auf vier Meter zurĂŒckgeschnitten. So können die Bohnen leichter und ungefĂ€hrlicher geerntet werden. Die Kakaopflanze braucht tropische WĂ€rme, damit sie sich wohlfĂŒhlt. Darum wĂ€chst sie in der NĂ€he des Äquators am besten. UrsprĂŒnglich kommt sie aus SĂŒdamerika. Mittlerweile wird sie in ĂŒber 40 LĂ€ndern, in Asien, Lateinamerika und Afrika, angebaut.

Wie lange ist Kakaopulver haltbar?

Solange das Kakaopulver korrekt gelagert wird, ist es nahezu unbegrenzt haltbar. Die richtige Art es zu lagern ist trocken, am besten Luftdicht, damit keine Feuchtigkeit an das Pulver kommt und dunkel. Da das meiste Kakaopulver stark entölt ist, kann es auch nicht ranzig werden. Beachten Sie immer die Angaben des Herstellers zur Haltbarkeit.

Wie wird Kakaopulver hergestellt?

Nach der Ernte werden die Kakaobohnen geröstet und zerkleinert, so entstehen Kakaonibs. Diese Kakaonibs werden von Walzen so stark gemahlen, dass eine gleichmĂ€ĂŸige Kakaomasse entsteht. Durch das Reiben der Walzen entsteht WĂ€rme und diese WĂ€rme lĂ€sst das Pflanzenfett flĂŒssig werden. Dieses Pflanzenfett ist die Kakaobutter. Das Fett muss nun von der Kakaomasse getrennt werden. Das bedeutet, der Kakao wird “entölt”. Dieser Vorgang wird in Presskammern vorgenommen. Ist die Pressung abgeschlossen, ist von der ursprĂŒnglichen Kakaomasse nur noch der sogenannte Kakaopresskuchen ĂŒbrig. Dieser Presskuchen wird in MĂŒhlen zu Pulver zermahlen.

Ab wann können Babys Kakaopulver zu sich nehmen?

Kleine Kinder dĂŒrfen Kakaopulver schon als Babys essen. Die Voraussetzung dabei ist, dass es sich dabei um reines Kakaopulver ohne Zuckerzusatz handelt. Das reine Kakaopulver kann unter das Essen oder in GetrĂ€nke eingerĂŒhrt werde.

Wie kann ich Kakaopulver selber machen?

Wenn Sie nicht auf die handelsĂŒblichen Trinkschokoladen Pulver zurĂŒckgreifen möchten, können Sie sich ganz einfach selbst eine gesĂŒndere Variante zusammenstellen. Die Zutaten dafĂŒr haben Sie vermutlich schon zu Hause. Sie brauchen lediglich 40g (reines) Kakaopulver, 30g Puderzucker (oder eine entsprechende Menge einer trockenen Zuckeralternative) und ein Schraubglas. FĂŒllen Sie die beiden Pulver in das Glas, schrauben Sie es zu und schĂŒttel Sie es so lange, bis sich die beiden Pulver gut vermischt haben. Sie können das Kakaopulver wie jedes handelsĂŒbliche Pulver fĂŒr Trinkschokolade verwenden.

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