Ausbildung über den WolkenMit 17 Jahren macht Lucy ihren Flugschein im Heißluftballon

17-jährige Lucy über den Wolken
Lucy Reichwald steuert bei der Kieler Woche bereits selbst den Heißluftballon
RTL Nord

Auf den Weg nach ganz oben.
Während andere Jugendliche für einen Führerschein fürs Auto lernen, arbeitet Lucy bereits an ihrer Pilotenlizenz – für Heißluftballone. Die 17-Jährige aus Bredenbek absolviert derzeit ihre Ausbildung und hebt bei der Kieler Woche schon selbst ab.

Lucys Weg in die Wolken

Für Lucy ist das Ballonfahren mehr als nur ein Hobby. „Es fühlt sich ein bisschen an wie Freiheit, weil man sieht die kleinen Häuser unten, es sieht aus wie Spielzeug. Man sieht die Wolken, man kann auch durch die Wolken durchfahren und das ist einfach ein mega Gefühl” beschreibt die 17-Jährige im Gespräch mit RTL. Aufgewachsen ist sie praktisch im Heißluftballon: Ihr Vater fährt seit rund 25 Jahren im Heißluftballon und hat die Begeisterung an seine Tochter weitergegeben. „Das ist, glaube ich, so, wie andere gerne reiten gehen wollen“, erzählt er. Schon als Kind habe Lucy davon geträumt, selbst einmal am Brenner zu stehen.

Lese-Tipp: Süße Sache! Mini-Flieger am Hamburg Airport feiern Dienstjubiläum

Auf der Balloon Sail zur Kieler Woche macht sie nun ihre zweite Ausbildungsfahrt. Insgesamt muss sie zwölf Fahrten und eine Theorieprüfung bestehen, um die Lizenz zu bekommen. Vor dem Start heißt es allerdings erst einmal: Checkliste abarbeiten. Fahrzeugpapiere, Zulassung, Technik – alles wird genau kontrolliert.

Flugstunden statt Fahrstunden

Dass eine 17-Jährige die Ausbildung zur Ballonpilotin macht, erlebt auch Ausbilder Holger Klose nicht alle Tage. Entsprechend groß ist die Verantwortung. „Wenn bei uns der Brenner versagt, kannst du nicht rechts ranfahren“, erklärt er im Gespräch mit RTL. Umso wichtiger seien Konzentration und Selbstvertrauen.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Hier donnern Tornados über Hamburg

Nach dem Aufbau des Ballons geht es in die Luft. Dort muss Lucy immer wieder Wind, Höhe und Umgebung im Blick behalten. „Ich bin relativ entspannt. Jetzt, wo wir in der Luft sind, ist mein Puls ein bisschen runtergegangen und ich genieße es gerade“, sagt sie während der Fahrt. Nach rund einer Stunde folgt dann die Landung. Dabei bekommt sie zwar noch etwas Unterstützung von ihrem Ausbilder, insgesamt fällt sein Fazit für Lucy aber eindeutig aus: „War eine schöne Fahrt. Ich bin als Ausbilder zufrieden.“

Lese-Tipp: Das ist der unsicherste Flughafen Deutschlands

Lange ausruhen kann sie sich allerdings nicht: Schon am nächsten Morgen wartet die nächste Ausbildungsfahrt auf sie. Ein ungewöhnlicher Berufswunsch, dem Lucy mit jeder Ausbildungsfahrt ein Stück näherkommt.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche