Rollertour endet mit Verletzten12-Jährige bauen E-Scooter-Unfall! Dabei hätten sie den nicht fahren dürfen

Unerlaubt unterwegs.
Zwei Jugendliche sind am Mittwochabend (14. Oktober) gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs. Doch die Fahrt in Ankum (Landkreis Osnabrück) endet mit einem Unfall und Verletzten. Dabei hätten die 12-Jährigen mit dem Roller gar nicht unterwegs sein dürfen.
12-Jährige bei Scooter-Spritztour verletzt
„Offensichtlich kannten die 12-Jährigen die Verkehrsregeln auch nur unzureichend und missachteten dann an der Kastanienallee an einer Kreuzung die Vorfahrt eines von rechts kommenden Skoda-Fahrers”, schildert Jannis Gervelmeyer, Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück, die Situation. Gegen 20.25 Uhr sind zwei Jugendliche am Mittwochabend gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs. Dann kommt es zum Zusammenstoß mit einem Auto. Der 12-jährige Scooter-Mitfahrer stürzt und verletzt sich schwer, muss in einem Krankenhaus behandelt werden.
Lese-Tipp: Trauriges Bild – das E-Scooter-Grab von Bremen
Der Fahrer des Rollers erleidet leichte Verletzungen, während der Autofahrer unverletzt bleibt. „Dieser Unfall und diese schweren Folgen zeigen, wie gefährlich es ist, gerade mit zwölf Jahren auf einem Scooter zu fahren”, mahnt der Polizist. Doch damit nicht genug: „Der Scooter war nicht versichert. Möglicherweise war er auch zu schnell und gar nicht für den Verkehr ausgelegt.” Nicht nur deswegen hätten die 12-Jährigen den Roller wohl gar nicht fahren dürfen.
Video-Tipp: Wo die Kita stand, sind jetzt nur noch Trümmer!
Immer mehr Unfälle mit E-Scootern
Denn im öffentlichen Straßenverkehr dürfen E-Scooter erst ab von 14 Jahren gefahren werden, weitere Personen mitzunehmen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Hinzu kommt: „Das Fahrzeug muss für die deutschen Straßen zugelassen sein. Da gibt es eine Liste des Kraftfahrtbundesamtes und da kann man mal nachgucken, ob der E-Scooter, den ich kaufe, auch wirklich für die Straße geeignet ist”, erklärt Alexandra Serjogin vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt im RTL Nord-Interview. „Das Fahrzeug ist ein Kleinstfahrzeug und muss dementsprechend versichert werden für die Nutzung auf den deutschen Straßen.”

Laut ADAC kam es im Jahr 2025 bundesweit zu rund 16.500 Unfällen mit E-Scooter-Beteiligung, 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei starben 38 Menschen. „Bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren waren es 2.200 Verunglückte”, so der ADAC.
Lese-Tipp: Frau vor U-Bahn eingeklemmt – Retter verschieben Waggon per Hand!
„Bei einem Unfall mit einem nicht versicherten E-Scooter zahlt grundsätzlich der Fahrer. Auch eine Haftpflichtversicherung könnte diesen Schaden womöglich nicht übernehmen. Bei Minderjährigen, die selber nicht versichert sind, haftet dann grundsätzlich der Erziehungsberechtigte”, erklärt Jannis Gervelmeyer. Die Ermittlungen zum Unfall in Ankum laufen.
Verwendete Quellen: RTL Nord-Recherche, Nord-West-Media-TV

































