Völlig verwahrlost in Hamburger Wohnung! Konny war jahrelang mit 59 weiteren Katzen eingesperrt

Kater Konny muss Furchtbares durchgemacht haben.
Zusammen mit 59 anderen Katzen wird er über Jahre auf engstem Raum in einer Wohnung in Hamburg-Wandsbek gehalten. Die Tiere sind teilweise krank und abgemagert. Inzwischen lebt Konny im Tierheim - und soll dort mit einer skurrilen Methode lernen, Menschen wieder zu vertrauen.
XXL-Katzen-WG auf engstem Raum
Konnys Besitzern scheint die Aufgabe, sich um die vielen Katzen zu kümmern, völlig über den Kopf zu wachsen. „Das nennen wir Animal Hoarding“, erklärt Sven Fraaß vom Hamburger Tierschutzverein im Gespräch mit RTL. „Die Betroffenen holen immer mehr Tiere zu sich und merken dabei nicht, wie schlecht es ihren Schützlingen geht.“ Als das Veterinäramt Konny im Februar 2026 endlich aus der Wohnung rettet und zum Hamburger Tierschutzverein bringt, ist er völlig verdreckt und ängstlich.
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Qualvoll zum Verkauf gezüchtet?
Bei einigen Katzendamen, die mit Konny zusammen eingesperrt waren, werden Zysten an den Gebärmuttern festgestellt, ein Hinweis auf übermäßige Schwangerschaften, erklärt Fraaß. Dazu kommt: Konnys Nase ist massiv verkürzt. Das könnte ein Hinweis auf eine gezielte Qualzucht sein, so der Experte. „Hier deutet viel darauf hin, dass die Tiere nicht nur vernachlässigt, sondern auch massiv zum Verkauf gezüchtet wurden.“ Die daraus resultierende Nasenverkürzung schränkt Konny ein. Er kann schlecht atmen, die verkürzten Atemwege entzünden sich schnell. „Diese Qualzucht führt bei den Tieren oft zu extremem Leid und kann sogar tödlich sein,“ so Fraaß.
Verfahren läuft noch
Dem zuständigen Bezirksamt Wandsbek wird die Haltung der Katzen Anfang des Jahres bekannt. „Nach Überprüfung der Haltungsbedingungen wurden geeignete Maßnahmen getroffen, um die Anzahl der Katzen zu reduzieren”, teilt die stellvertretende Pressesprecherin des Bezirksamts, Patricia Pickuth, RTL mit. Zu Folgen für die Halter oder dazu, ob die Katzen gezielt gezüchtet wurden, äußert sie sich nicht: „Das Verwaltungsverfahren läuft noch.”
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Besondere „Therapie” für Konny
Im Tierheim bekommt Konny zum ersten Mal in seinem Leben regelmäßig Futter, wird medizinisch versorgt. Und der Kater blüht auf, genießt ausgiebige Streicheleinheiten von seinen Pflegern, zeigt sich aufgeschlossen und freundlich. Doch ein bisschen skeptisch ist Konny neuen Menschen gegenüber noch immer. Um hierbei zu helfen, lesen Ehrenamtliche dem Kater im Tierheim vor. „Das klingt erstmal lustig, aber man muss sich vorstellen, dass diese Tiere nach solchen Erlebnissen erst einmal wieder an Menschen gewöhnt werden mussten,“ sagt Sven Fraaß. „Das ist dann wie eine Art Therapie.“ Sehr gut versteht er sich mit einem anderen Kater, Klemens, der ebenfalls aus der Wohnung gerettet wurde und an den Lesestunden teilnimmt.
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Findet er ein liebevolles Zuhause?
Wer Konny ein bisschen Eingewöhnungszeit gibt, gewinnt einen freundlichen, lieben Kater, da ist sich Sven Fraaß sicher. „Er wird ein sehr dankbarer, selbstbewusster und treuer Gefährte sein. Auch mit Kindern könne Konny gut leben, solange sie ihm Rückzugsräume lassen. Konny ist ein reiner Hauskater und sollte nicht nach draußen. Ideal wäre deshalb ein ruhiges Zuhause, im besten Fall mit Balkon, in das er mit seinem besten Kumpel Klemens einziehen darf. Wer Konny eine solches Zuhause geben möchte, kann sich direkt beim Hamburger Tierschutzverein melden.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Bezirksamt Wandsbek, Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.

































