Attacke am Bahnsteig in HamburgS-Bahn verspätet, Mann rastet aus – Lokführer brutal niedergeschlagen!

ARCHIV - 28.06.2022, Hamburg: Ein Zug der S-Bahn Linie S31 nach Neugraben steht im Hauptbahnhof. (zu dpa: „Bahn-Mitarbeiter an Bahnhof angegriffen und verletzt”)
Am S-Bahnhof Neugraben in Hamburg kam es zu einer brutalen Attacke (Symbolbild).
Foto: Christian Charisius/dpa

Er will nur helfen, dann wird er das Ziel einer brutalen Attacke!
Ein Bahnmitarbeiter möchte am Hamburger S-Bahnhof Neugraben einen offensichtlich aufgebrachten Mann beruhigen. Kurz darauf liegt der 38-jährige Lokführer schwer verletzt am Boden des Bahnsteigs. Jetzt sucht die Bundespolizei nach dem geflüchteten Täter.

Mehrere Brüche im Gesicht! Bahnmitarbeiter im Krankenhaus

Ein Mann randaliert am Bahnsteig, ein Lokführer geht auf ihn zu und am Ende muss genau dieser Bahnmitarbeiter ins Krankenhaus. Was am Dienstagabend (14. Juli) am S-Bahnhof Neugraben passiert, macht fassungslos. Nach bisherigen Erkenntnissen greift ein bislang unbekannter Mann den 38-Jährigen gegen 19.30 Uhr an. Laut Hamburger Morgenpost (MOPO) soll der Mitarbeiter der Deutschen Bahn zuvor versucht haben, den Mann zu beruhigen.

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Der mutmaßliche Auslöser wirkt so banal wie bitter. Am Bahnhof soll sich ein Mann über Zugverspätungen geärgert und randaliert haben. Die Verspätungen standen nach MOPO-Informationen im Zusammenhang mit einem Brandanschlag auf die Bahn in Neu Wulmstorf. Für all das konnte der Lokführer am Bahnsteig nichts.

Trotzdem richtet sich die Wut offenbar gegen ihn. Laut MOPO soll der Täter dem 38-Jährigen zunächst eine Kopfnuss verpasst und dann mehrfach auf ihn eingeschlagen haben. Nach MOPO-Informationen soll der Bahnmitarbeiter dabei „Brüche mehrerer Gesichtsknochen” erlitten haben. Die Bundespolizei selbst macht zum Verletzungsbild keine Angaben.

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Der verletzte 38-Jährige bekommt noch vor Ort Hilfe von Rettungskräften. Anschließend bringt ihn eine Rettungswagen-Besatzung zur akuten ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus. Der Opferschutz der Bundespolizeiinspektion Hamburg hat bereits Kontakt zu ihm aufgenommen und Unterstützung angeboten.

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Angreifer flüchtet mit Taxi – Polizei fahndet nach ihm!

Erst als Zeugen eingreifen, lässt der Angreifer nach Angaben der Bundespolizei von dem verletzten Bahnmitarbeiter ab. Noch bevor Einsatzkräfte aus dem Bundespolizeirevier Harburg am S-Bahnhaltepunkt eintreffen, flüchtet der Mann unerkannt vom Tatort.

Laut Zeugen soll der Täter den Bahnhof verlassen und in ein Taxi gestiegen sein, das vor dem Gebäude wartete. Die Bundespolizei fahndet nun nach ihm und wertet Videoaufnahmen aus, die Überwachungskameras unter anderem an der S-Bahnstation aufgenommen haben. Sprecher Rüdiger Carstens bestätigte der MOPO: „Es wurden Videoaufnahmen gesichert. Nach dem Täter wird gefahndet. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.“

Die Hintergründe, das Motiv und der genaue Ablauf der Tat sind jetzt Teil der weiteren Ermittlungen. Klar ist schon jetzt: Ein Mitarbeiter, der offenbar deeskalieren wollte, wird selbst zum Opfer massiver Gewalt.

Das sagt die Deutsche Bahn nach dem Vorfall

Auch die Deutsche Bahn meldet sich nach dem Vorfall zu Wort! Eine Sprecherin erklärte auf MOPO-Nachfrage: „Respekt ist die Grundlage für Sicherheit. Unsere Kolleginnen und Kollegen bringen täglich Millionen Menschen sicher ans Ziel – sie verdienen dafür Schutz und uneingeschränkte Achtung.“ Zugleich verweist die Bahn auf ihre Kampagne #mehrAchtung, mit der sie für mehr Respekt gegenüber Beschäftigten in Bussen und Bahnen wirbt.

Verwendete Quellen: Hamburger Morgenpost, Polizei Hamburg