„Ich frage mich oft, wo Vikki jetzt wäre ...“Cold Case! Unbekannter tötet zwei Teenager-Mädchen im Schlaf

Die Polizei sucht fast 20 Jahre nach dem Verbrechen immer noch nach dem Mörder.
Die Polizei sucht fast 20 Jahre nach dem Verbrechen immer noch nach dem Mörder. (Symbolbild)
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Ihre Übernachtungsparty endet mit einem grausamen Mord.
Vor knapp 20 Jahren schlafen die beiden besten Freundinnen Vikki Preston und Rhona Schofield nebeneinander ein, wachen mitten in der Nacht plötzlich auf – und sind von Flammen umgeben! Ihre verzweifelten Rettungsversuche scheitern, beide Mädchen sterben bei dem Brand. Die Polizei geht von einem gezielten Anschlag aus, sucht auch 2025 noch nach dem Mörder.

Mädchen sterben bei vorsätzlich gelegtem Brand

In der Schulzeit lernen sich die beiden Mädchen aus Salford (nahe der englischen Großstadt Manchester) kennen. Schnell wird aus Mitschülern eine unzertrennliche Freundschaft, die am 10. Mai 2005 grausam beendet wird.

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Gemeinsam verbringen die beiden 19-Jährigen einen Abend, legen sich in einem Zimmer im ersten Stock schlafen. Gegen 4 Uhr in der Nacht betritt ein Unbekannter das Haus. Mit der Absicht, Menschen zu töten, legt er ein Feuer. Das berichtet die britische Sun unter Berufung auf Ermittlungen der Polizei. Der Brand breitet sich schnell aus, umschließt auch die Mädchen. Verzweifelt habe Rhona noch versucht, die Tür zu schließen. Doch weder dieses letzte Ankämpfen, noch die wenig später eintreffende Feuerwehr können das Leben von Vikki und Rhona retten, beide werden noch am Unfallort für tot erklärt.

Experten weisen kurz darauf nach: Das Feuer wurde vorsätzlich gelegt. Die Polizei nimmt die Ermittlungen wegen Mordes auf.

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Polizei setzt hohe Belohnung aus

2007 gelingt den Ermittlern dann ein Durchbruch! Am Abend des Verbrechens habe es einen Streit zwischen einer Gruppe und den beiden Teenagern gegeben, eine damals schwangere Frau soll sogar gedroht haben, Vikki und Rhona „umzubringen“, schreibt die Sun. Doch obwohl die Polizei zwei Tatverdächtige identifiziert, kommt es zu keiner Anklage. Auch eine ausgesetzte Belohnung von 50.000 Pfund (umgerechnet mehr als 58.000 Euro) liefert bis heute keinen entscheidenden Hinweis.

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Die Ungewissheit quält die Familien der Mädchen. „Ich hoffe, dass ich zu meinen Lebzeiten Gerechtigkeit erlebe“, erzählte Vikkis Mutter Jacqueline den Manchester Evening News im Jahr 2016. „Es gibt Leute da draußen, die wissen, wer es getan hat. Ihre Loyalität ist falsch. Ich frage mich oft, wo Vikki jetzt wäre, ob sie verheiratet wäre, ob sie uns Enkelkinder geschenkt hätte. Aber wir werden es wegen des Egoismus von jemandem nie erfahren.“ (fkl)