Tragisches Ende nach Herzensprojekt82-Jähriger radelt mit Enkel 5.200 Kilometer für den guten Zweck – einen Tag später ist er tot

Bob Montgomery radelt mit seinem Enkel Tom quer durch Australien und sammelt über 100.000 Dollar für ALS-Betroffene.
Bob Montgomery radelt mit seinem Enkel Tom quer durch Australien und sammelt über 100.000 Dollar für ALS-Betroffene.
Instagram / broome2bowral.4mnd

Was für ein herzzerreißendes Schicksal.
Wochenlang kämpft sich der Australier Bob Montgomery gemeinsam mit seinem Enkel Tom quer durch Australien und sammelt 108.000 australische Dollar (über 65.000 Euro) für Menschen mit der unheilbaren Nervenkrankheit ALS. Nur einen Tag nach dem emotionalen Zieleinlauf stirbt der Rentner völlig überraschend.

Eine außergewöhnliche Reise für den guten Zweck

41 Tage, vier australische Bundesstaaten und mehr als 5.200 Kilometer: Bob Montgomery und sein Enkel Tom Malcolm treten für den guten Zweck kräftig in die Pedale. Sie fahren von Broome im Westen Australiens bis in ihre Heimat Bowral südwestlich von Sydney. Mit ihrer Spendenaktion „One Last Ride“ sammeln sie für die Organisation MND NSW, die Menschen mit der Nervenkrankheit ALS unterstützt.

Eigentlich sollte die Tour am Sonntag (2. August) enden. Doch um die Spendensumme weiter zu steigern, entscheidet sich Tom spontan für eine zusätzliche Etappe bis nach Sydney. Das Ziel: die Marke von 100.000 australischen Dollar knacken, umgerechnet über 60.000 Euro.

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„Bob und Tom möchten sich bei allen für die unglaubliche Unterstützung bedanken. Jeder gespendete Dollar kommt direkt Menschen zugute, die mit der Motoneuron-Erkrankung leben”, schreiben sie in einem Instagram-Post.

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Die Feier wird zu einem Abschied

Am Montagabend kommt die Familie noch einmal zusammen. Gemeinsam feiern sie den Abschluss der außergewöhnlichen Tour. Freunde, Unterstützer und Wegbegleiter begrüßen Bob und Tom nach ihrer Ankunft. Es ist ein Moment voller Freude – und gleichzeitig der letzte gemeinsame Abend.

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Denn kurz nach den Feierlichkeiten erleidet Bob Montgomery einen medizinischen Notfall. Wenig später stirbt der 82-Jährige völlig unerwartet. Seine Familie teilt auf Instagram mit, Bob sei friedlich eingeschlafen. Seine Ehefrau Jenny, mit der er seit 59 Jahren verheiratet war, habe ihn bis zuletzt begleitet.

„One Last Ride“ bekommt eine traurige Bedeutung

Besonders bewegend: Schon seit Beginn trägt die Tour den Namen „One Last Ride“ – „Eine letzte Fahrt“. Seine Familie schreibt: „Passenderweise – und nun auf schmerzliche Weise – trug die Tour den Namen ‚One Last Ride‘. Mit 82 Jahren verbreitete Bob noch wenige Stunden vor seinem Tod mit großer Leidenschaft seine Botschaft.“ Zum Abschied richtet die Familie emotionale Worte an den 82-Jährigen: „Ruhe in Frieden, wunderbare Seele. Wir lieben dich so sehr, Papa.“

Ein Leben für den Kampf gegen ALS

Für Bob Montgomery war die Spendentour bereits die sechste große Benefiz-Radtour zugunsten von MND NSW. Die Krankheit lag ihm besonders am Herzen, nachdem ein Cousin an ALS gestorben war. Bereits auf seinen früheren Touren sammelte er Hunderttausende Dollar für Betroffene. Dem australischen Sender ABC sagte Montgomery nach seiner Ankunft im Ziel noch: „Es gibt so viele Geschichten und so viele Menschen, die wir unterwegs getroffen haben und die in ihre Taschen gegriffen haben, um etwas Geld zu spenden. Das ist einfach fantastisch.“

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Auch Liam O’Meara, Geschäftsführer von MND NSW, nimmt Abschied. Er bezeichnet Bob als einen „geschätzten Freund und unermüdlichen Unterstützer“. Sein Einsatz habe unzähligen Menschen Hoffnung gegeben und dazu beigetragen, dass Menschen mit ALS dringend benötigte Unterstützung erhalten.

Verwendete Quellen: Instagram, BBC