Neue Theorie im VermisstenfallHat ein Adler Gus (4) geholt? Familie will jetzt Nester durchsuchen

Seit fast einem Jahr fehlt von Gus jede Spur.
Der vierjährige August „Gus“ Lamont verschwand im September 2025 vom abgelegenen Grundstück seiner Familie im australischen Outback. Trotz einer der größten Suchaktionen in der Geschichte Südaustraliens wurde der Junge bis heute nicht gefunden. Jetzt verfolgt seine Familie eine ungewöhnliche Theorie: Könnte ein Keilschwanzadler Gus mitgenommen haben?
Familie will Adlerhorste auf dem Grundstück absuchen
Gus’ Großmutter Josie Murray kündigte gegenüber 7NEWS an, dass die Familie die Adlerhorste auf dem weitläufigen Gelände untersuchen wolle.
Sie weiß selbst, wie ungewöhnlich die Theorie klingt. „Es ist zwar höchst unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, sagt sie über die Möglichkeit, dass ein Keilschwanzadler den Jungen mitgenommen haben könnte. Die Familie hofft, in einem der Nester zumindest irgendeine Spur von Gus zu entdecken.
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Der Junge war am 27. September 2025 zuletzt auf der Oak Park Station nahe Yunta gesehen worden. Das abgelegene Anwesen liegt rund 40 Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt.
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Eine riesige Suche blieb ohne Ergebnis
Nach Gus’ Verschwinden lief eine gewaltige Suchaktion an. Mehr als 160 Polizisten sowie über 200 weitere Einsatzkräfte und Helfer waren beteiligt. Insgesamt wurden mehrere Boden- und Luftsuchen durchgeführt und ein Gebiet von vielen Quadratkilometern abgesucht. Auch Drohnen, Spezialkameras und ein indigener Fährtenleser kamen zum Einsatz.
Trotzdem fanden die Ermittler keinen Beweis dafür, dass Gus einfach vom Grundstück weggelaufen war. Auch eine Entführung durch eine unbekannte Person konnten sie nach eigenen Angaben nicht belegen.
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Polizei stuft den Fall als schweres Verbrechen ein
Im Februar folgte dann die große Wende: Die Polizei erklärte Gus’ Verschwinden offiziell zu einem „Major Crime“, also zu einem schweren Kriminalfall.
Seitdem konzentrieren sich die Ermittlungen auf Personen aus Gus’ Umfeld. Die Polizei erklärte zuletzt erneut, dass ein Großelternteil weiterhin als verdächtig gilt. Gus’ Eltern selbst stehen nach Angaben der Ermittler nicht unter Verdacht. Die Familie weist jede Beteiligung zurück und kritisiert den Fokus der Ermittler.
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Eine Million Dollar für den entscheidenden Hinweis
Kurz vor dem ersten Jahrestag von Gus’ Verschwinden erhöht sich nun auch der Druck auf die Ermittlungen. Die Regierung von Südaustralien hat eine Belohnung von einer Million australischen Dollar für Hinweise ausgesetzt, die dazu führen, Gus zu finden oder den Fall aufzuklären.
Zum ersten Mal wandten sich auch seine Eltern Jess und Josh mit einer Videobotschaft direkt an die Öffentlichkeit. Sie seien „verzweifelt auf der Suche nach Antworten“ und baten jeden, der auch nur eine kleine Information habe, sich bei der Polizei zu melden.

Kann ein Adler tatsächlich ein Kind mitnehmen?
Ob ein Keilschwanzadler tatsächlich einen vierjährigen Jungen wegtragen könnte, ist bislang nicht belegt. Die Familie selbst bezeichnet die Theorie als äußerst unwahrscheinlich.
Für die Angehörigen scheint inzwischen aber jede noch so kleine Möglichkeit einen Blick wert zu sein. Denn fast ein Jahr nach Gus’ Verschwinden bleibt die entscheidende Frage weiterhin unbeantwortet: Was ist am 27. September 2025 auf der Oak Park Station mit dem Vierjährigen passiert?
Verwendete Quellen: South Australia Police, ABC News, 7NEWS, 20 Minuten


