Fahndung beendetGeflohener Windkraftbetrüger Hendrik Holt in Dubai festgenommen

Seine Flucht ist offenbar vorbei.
Der geflohene Windkraftbetrüger Hendrik Holt ist in Dubai festgenommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Mittwochabend. Zuvor hatten die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und „OM-Online“ über die Festnahme berichtet. Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Festnahme und dem weiteren Vorgehen wurden zunächst nicht bekannt.
Fahnder spüren Hendrik Holt in Dubai auf
Die Festnahme erfolgte bereits am Dienstag, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück bestätigt. Holt sei aufgrund gemeinsamer Fahndungsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft und der Direktionsfahndung der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück gefasst worden.
Noch befindet sich Holt nach Angaben der Behörde in Dubai. Als Nächstes müssen die Unterlagen für seine Auslieferung übermittelt werden.
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Nach einem Ausgang kehrt Holt einfach nicht zurück
Holt verbüßte seine Haftstrafe zuletzt in Berlin und befand sich seit Ende Oktober 2024 im offenen Vollzug. Am 25. August durfte er die Justizvollzugsanstalt für einen genehmigten Ausgang verlassen. Doch Holt kam nicht zurück.
Daraufhin wurde international nach dem aus Haselünne im Emsland stammenden Mann gefahndet. Einen Tag nach seiner Flucht ging bei dem Berliner Gefängnis laut dpa sogar noch eine E-Mail ein. Darin soll sinngemäß gestanden haben, dass Holt nicht wiederkommen werde.
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„Liebesgrüße aus Moskau“
Wo sich Holt tatsächlich aufhielt, blieb zunächst ein Rätsel. Für zusätzliche Verwirrung sorgte ein Instagram-Beitrag, der während seiner Flucht von Medien aufgegriffen wurde. Darin hieß es: „Liebesgrüße aus Moskau sehr schön hier der Kaviar ist fantastisch“.
Ob der Beitrag tatsächlich von Holt stammte und ob er sich zu diesem Zeitpunkt wirklich in Russland befand, blieb offen. Die Staatsanwaltschaft machte damals keine Angaben zur Echtheit des Posts. Nun steht zumindest fest: Gefasst wurde Holt nicht in Moskau, sondern in Dubai.

Fast neun Jahre Haft für erfundene Windparks
Hinter Holt liegt eine spektakuläre Betrugsgeschichte. 2022 verurteilte ihn das Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren – unter anderem wegen bandenmäßigen Betrugs, Bestechung und Urkundenfälschung.
Seine Masche: Holt verkaufte unter anderem ausländischen Stromkonzernen angeblich existierende Windparks – obwohl es diese Anlagen in Wahrheit gar nicht gab. Zudem bestach er ausländische Diplomaten. Sein Ziel soll gewesen sein, mithilfe eines Diplomatenpasses Schutz vor deutschen Strafverfolgern zu erhalten.
Rund die Hälfte seiner Haftstrafe hatte Holt bereits abgesessen, bevor er Ende August verschwand. Nun endet ein weiteres Kapitel des spektakulären Falls in Dubai. Wann Holt nach Deutschland zurückgebracht wird, ist noch offen. Zunächst müssen die notwendigen Auslieferungsunterlagen übermittelt werden.
Verwendete Quelle: dpa
































