Europäischer Pharmaverband schätzt Preisspanne ein

Erste Schätzung: So viel könnte der Corona-Impfstoff kosten

22. September 2020 - 17:57 Uhr

Diese Frage beschäftigt uns alle

Die Welt wartet auf den Corona-Impfstoff. Die Hoffnung ist, dass wir dann einen Weg raus aus der Pandemie und zurück in unser normales Leben finden. Weltweit arbeiten daher bereits viele Pharmakonzerne an dem ersehnten Impfstoff. Länder sowie Forscher machen Pläne, wer die Dosen dann als erstes erhalten sollte. Aber eine Frage stellt sich ebenfalls: Wie teuer wird der Corona-Impfstoff sein? Der Europäische Pharmaverband gibt eine erste Schätzung der Preisspanne ab.

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Europäischer Pharmaverband: Dieser Preis pro Impf-Dosis ist angemessen

Corona-Impfstoffe könnten nach einer Einschätzung des Europäischen Pharmaverbands (EFPIA) pro Einheit zwischen 5 und 15 Euro kosten. Dies sei ein angemessener Preis pro Dosis, sagte die Vorsitzende der Verbandsgruppe Impfungen Europa, Sue Middleton, bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag in Brüssel. Genaue Preise seien in den bisher geschlossenen Vereinbarungen zwischen Impfstoff-Herstellern und der Europäischen Union aber noch nicht festgelegt worden.

Pharmakonzern Sanofi versichert "fairen und niedrigen" Preis

Auch der Vizepräsident des Herstellers Sanofi, Thomas Triomphe, versicherte, dass es einen fairen und niedrigen Preis geben werde. Der künftige Corona-Impfstoff des französischen Pharmakonzerns soll weniger als zehn Euro pro Dosis kosten. Ein endgültiger Preise stehe aber noch nicht fest, sagte der Präsident von Sanofi France, Olivier Bogillot, im Interview mit dem Radiosender France Inter.

Mehrere Hersteller arbeiten an Impfstoffen. "Es müssen Millionen, um nicht zu sagen Milliarden Menschen geimpft werden", so der Sanofi-Topmanager. Zum Preis sagte er: "Wir werden bei weniger als zehn Euro sein."

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte im Juni ein Werk des Herstellers im Südosten des Landes besucht. Sanofi kündigte damals an, 610 Millionen Euro für die Impfstoffforschung und -produktion im Land zu investieren. Im Juli teilten Sanofi und der britische Konkurrent GlaxoSmithKline dann mit, mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs vereinbart zu haben.

Quelle: RTL.de/dpa