Lasst uns mal über konkrete Zahlen sprechen. Damit geht LAP nämlich selbst ziemlich offen um. Nehmen wir mal den Cappuccino für 2,50 Euro. Von diesen 2,50 Eurofließen laut Unternehmen 48 Cent in den Kaffee und 30 Cent in die Milch. 68 Cent kostet das Personal, 25 Cent gehen für Miete drauf und 56 Cent für Gebühren und Steuern. Bleiben noch 25 Cent Gewinn übrig, also genau 10 Prozent. Eigentlich gar nicht mal so viel. Deshalb dürfte die Gewinnstrategie lauten: Masse.
LAP selbst hat uns übrigens gesagt, dass jeder Standort eigenständig profitabel sei und sie keine Filiale mit Verlust betreiben.
Und das Ding ist: Mit diesen günstigen Preisen macht das Startup aktuell schon eine ziemliche Ansage. Die Preise in Cafés sind nämlich in den vergangenen Jahren ganz schön gestiegen. Das liegt einerseits an gestiegenen Betriebskosten, aber auch der Preis für Kaffeebohnen selbst ist durch die Decke gegangen! In Deutschland war laut statistischem Bundesamt zum Beispiel im April 2025 der Bohnenkaffee um 12,2 Prozent teurer als im Vorjahr!
Wenn man in deutschen Großstädten ins Café geht, bewegt sich der Preis für eine Tasse Cappuccino in der Regel ungefähr zwischen 3,50 Euro und 4,50 Euro, also deutlich über dem Preisniveau von LAP Coffee.